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	Kommentare zu: Vorhersehbar oder nicht? Eine Gewissensfrage.	</title>
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		<title>
		Von: Walter Krammer		</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/vorhersehbar-oder-nicht-das-ist-oft-die-frage/#comment-38</link>

		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Oct 2022 12:10:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/vorhersehbar-oder-nicht-das-ist-oft-die-frage/#comment-37&quot;&gt;Andreas Dax&lt;/a&gt;.

Der vorliegende inspirierende Kommentar ist ein weiterer Beweis dafür, dass Themen wie z.B. die Vorhersehbarkeit zu einer fast nicht endenden Verzweigung der Gedanken führen. In einer fremden Wohnung könnte man nach einem kurzen „Sich-Umsehen“ meinen, das würde für eine Einschätzung reichen. Ja. Wäre da nicht die Neugier diese eine Türe noch zu öffnen. Und da haben wir es dann. Denn dieser Raum hat auch wieder 3 Türen ……..usw. usw

Auf einen Widerspruch möchte ich schon hinweisen. Einerseits empfiehlt der Autor der Suche nach Verantwortung für Misslungenes nicht zu viel Bedeutung zu geben, andererseits aber unterstreicht er die Notwendigkeit der Ursachenforschung und Aufklärung. 
Vor etwa 600 Jahren begannen die Europäer über den Tellerrand zu schauen. Es stellte sich heraus, dass der Blick nach vorn, in die Zukunft, und die Beschäftigung mit dem Unbekannten vielversprechender war als das ständige Befingern der Vergangenheit. (vergleiche dazu:  Ray Dalio, Weltordnung im Wandel, Finanz Buch Verlag 2022). Wir Heutigen sind auf den ersten Blick die Profiteure dieser Entwicklung. Allerdings ist sie janusköpfig, weil die Nachteile, die sie uns beschert hat, auch nicht von Pappe sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/vorhersehbar-oder-nicht-das-ist-oft-die-frage/#comment-37">Andreas Dax</a>.</p>
<p>Der vorliegende inspirierende Kommentar ist ein weiterer Beweis dafür, dass Themen wie z.B. die Vorhersehbarkeit zu einer fast nicht endenden Verzweigung der Gedanken führen. In einer fremden Wohnung könnte man nach einem kurzen „Sich-Umsehen“ meinen, das würde für eine Einschätzung reichen. Ja. Wäre da nicht die Neugier diese eine Türe noch zu öffnen. Und da haben wir es dann. Denn dieser Raum hat auch wieder 3 Türen ……..usw. usw</p>
<p>Auf einen Widerspruch möchte ich schon hinweisen. Einerseits empfiehlt der Autor der Suche nach Verantwortung für Misslungenes nicht zu viel Bedeutung zu geben, andererseits aber unterstreicht er die Notwendigkeit der Ursachenforschung und Aufklärung.<br />
Vor etwa 600 Jahren begannen die Europäer über den Tellerrand zu schauen. Es stellte sich heraus, dass der Blick nach vorn, in die Zukunft, und die Beschäftigung mit dem Unbekannten vielversprechender war als das ständige Befingern der Vergangenheit. (vergleiche dazu:  Ray Dalio, Weltordnung im Wandel, Finanz Buch Verlag 2022). Wir Heutigen sind auf den ersten Blick die Profiteure dieser Entwicklung. Allerdings ist sie janusköpfig, weil die Nachteile, die sie uns beschert hat, auch nicht von Pappe sind.</p>
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		<title>
		Von: Andreas Dax		</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/vorhersehbar-oder-nicht-das-ist-oft-die-frage/#comment-37</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andreas Dax]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Oct 2022 09:26:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In diesem Blog wurden eine Fülle von spannenden Themen angesprochen, jedes einzelne wäre einen individuellen Blog Beitrag Wert….

Die einleitende Feststellung betr. offensichtlich besserer Bewältigung der aktuellen Weltwirtschaftskrise verglichen mit den 30er Jahren, wage ich zum momentanen Zeitpunkt noch nicht positiv zu kommentieren. Verglichen zur Abfolge von Einzelereignissen der damaligen Zeit (Grippepandemie 1919/20, Verknappung von Gütern, massive Teuerung, Hungersnot, Rechtspopulismus, 2. Weltkrieg) stehen wir hier heute gerade einmal in der Mitte der Zeitlinie, beim Ereignis ’Teuerung’. Ein Deja-Vu? Man kann nur hoffen, es ist keines. 

Natürlich ist all das schlimm für den Einzelnen (oder genauer gesagt: für manche Einzelne), und wie richtig angesprochen werden uns hier Studien wohl vorsätzlich als Wahrheit verkauft wenn es darum geht Unvorhersehbarkeit aufzuzeigen. Aber, um den Einzelnen geht es hier nicht. Weltwirtschaft ist nicht eine Sache des Einzelnen sondern die einer Gruppe oder grösseren Gemeinschaft. Es gilt hier auch nicht das Prinzipe “die Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied”, sondern genau umgekehrt: der Einzelne wird von den Gruppeninteressen ‘overruled’. 

Das führt unweigerlich zu Konflikten. Konflikte entstehen aber grundsätzlich nur aus der mangelnden bzw. bewussten Prioritätensetzung seitens der “Macht”, wer immer das auch ist (Politik, Medien, einzelne Oligarchen, die Liste lässt ich wahrscheinlich weit fortsetzen). Es werden Konflikte absichtlich geschürt und das Prinzip der Gruppendynamik par excellence ausgenutzt: Gut gegen Böse. Würde man sich auf eine gemeinsame Strategie fokussieren, die alle unterschiedlichen Gruppen einschließt und ‘mitnimmt’ wäre vieles einfacher. Das widerspricht aber dem Machtprinzip der Gruppendynamik. Das ist wie eine Katze die sich in den Schwanz beisst, und somit aussichtslos. Wir werden eben mit Konflikten und ‘Unvorhergesehenem’ leben müssen, und mussten das auch immer schon in der Geschichte. Vielleicht geht es uns gerade deshalb heute besser als damals? Und damals besser als davor?

Auch wenn Eltern hier mit Angst in die Zukunft ihrer Kinder blicken, weil aktuelle Krisen und daraus resultierende schwere Einbrüche nicht ins Konzept der Eltern passen, die ihren Kindern nur das beste mitgeben wollen: Das ist in meinen Augen unberechtigte Angst. An den Herausforderungen wächst man und bringt die Welt weiter. Unsere Kinder wissen ja nicht wie ihre Eltern gelebt haben, sehen sich selbst als den Zeitpunkt ’Ground zero’ und arbeiten sich auf der Basis vorwärts. Unsere Kinder werden es gefühlt immer besser haben als ihre Eltern, einfach weil sie evolutionsbedingt immer besser und optimierter mit Herausforderungen umgehen werden als ihre Eltern, und damit persönliche Erfolge erzielen werden. Unwegbarkeiten sind nur ein willkommener ‘Booster’ für Leistungssteigerungen und damit zu einem besseren Leben. 

Wenn es darum geht nun Verantwortung zu suchen für das Unvorhergesehene (Finanzkrise, Ukraine Krieg), das eigentlich vorhersehbar hätte sein müssen, dann denke ich sollte man dieser Suche nah Verantwortung nicht all zuviel Wichtigkeit zuschreiben. Es wird nämlich am Fortgang der Geschichte der Menschheit nicht viel ändern. Wir werden die gleichen Fehler, wenn man überhaupt von Fehlern sprechen kann, immer und immer wieder machen. Und wir werden auch immer darüber reden, dass “wir Schin wieder die selben Fahler machen wie in der Geschichte”.  Ich denke, wir brauchen diese Fehler wie einen Bissen Brot um unseren nächsten Generationen einen Boden für Kreativität zu ermöglichen und die Welt damit kontinuierlich zu verbessern. Wäre alles gut auf dieser Welt, und es gäbe keine Konflikte, die Erde würde zu einem grossen Couch-Potatoe verkommen. Das widerspricht dem genetischen Drang der Menschheit, immer neue Grenzen überschreiten zu wollen, zu wachsen und Dinge nachhaltig zu ändern. Im Fall einer immerwährenden Zufriedenheit (da kommt mir übrigens auch gleich der Neutralitätsgedanke auf…aber ein anderes Thema) wäre die Menschheit wohl wegen Fettleibigkeit bereits ausgerottet. Irgendwann geht jede Made im Speck grausam zugrunde. 

Aber zurück zu Konflikten, die wie im Blog angesprochen zu einer Vergiftung auch des (politischen, gesellschaftlichen) Klimas führt, basierend auf aggressivem Stil in der Politik, um daraus auch noch politisches Kapital zu schlagen: Das ist vor allem in der USA zu beobachten, das dortige 2-Parteien System schafft eine extreme schwarz/weiss Gruppendynamik. Da sind wir in Europa wesentlich weiter, durch starken Pluralismus und Mehrparteiensysteme. Das hilft, im Vergleich zu USA, Konflikte und Vergiftung abzufedern, ganz eliminieren wird man es nie können. Schon Shakespear lehrt uns in Romeo und Julia, das ein Konflikt zwischen der Loyalität gegenüber der eigenen Familie und der verbindenden Kraft der Liebe nur mit dem Tod gelöst werden kann, um diese Gegensätze zu vereinen.  Vielleicht ist es auch besser so?
Solange es Mensch gibt wird es Intrigen, Halbwahrheiten, persönliche Interessen, vermeintlich ‘Unvorhergesehenes’ und Konflikte geben. Aber good news: wir wissen damit umzugehen und gehen daraus am Ende nur gestärkt hervor. Zumal Kontrollmechanismen und Transparenz natürlich absolut wünschenswert wären, das hätte dann zumindest einen mildernden und reinigenden Effekt, ähnlichen jenem des Aspirins, welches man bei Erkältung nimmt. Das hilft vorübergehend, bis zur nächsten Erkältung. Die Ursachen allerdings auszurotten wäre der zielstrebigere Weg, nämlich alle Grippeviren dieser Welt zu vernichten. Dass das nicht funktioniert, wissen wir, daher belassen wir es beim Aspirin. 

Trotzdem stimme ich zu: hören wir nie auf mit Ursachenforschung für vergangene Probleme und Missstände. Aufarbeitung ist gut, und man kann hoffen, dass dadurch der Boden, den wir den nächsten Generationen übergeben ein wenig fruchtbarer sein wird. Und letztlich dient Ursachenforschung und Aufklärung natürlich auch potentiellen Konflikten ein stückweit entgegen, weil sie ein Grundprinzip der Demokratie darstellen, und damit die Menschen in diesen Demokratien ’in Schranken’ halten. Es ist ein kleiner Beitrag zum Frieden, zu Ruhe und Ordnung. Aber was die Welt wirklich besser macht, nicht jedoch vorhersehbarer (das sind 2 unterschiedliche Aspekte), sind die jungen Generationen. Lassen wir sie die Welt gestalten, lassen wir sie mit Konflikten umgehen lernen, und die Welt für ihre Nachfolger wieder ein Stück besser machen. Ein Vergleich zur Kindererziehung zeigt: wenn du nie gelernt hast mit deinen Geschwistern ordentlich zu streiten, wirst du die Herausforderungen der Welt nicht meistern. 

Wie war das nochmals mit der Made im Speck?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Blog wurden eine Fülle von spannenden Themen angesprochen, jedes einzelne wäre einen individuellen Blog Beitrag Wert….</p>
<p>Die einleitende Feststellung betr. offensichtlich besserer Bewältigung der aktuellen Weltwirtschaftskrise verglichen mit den 30er Jahren, wage ich zum momentanen Zeitpunkt noch nicht positiv zu kommentieren. Verglichen zur Abfolge von Einzelereignissen der damaligen Zeit (Grippepandemie 1919/20, Verknappung von Gütern, massive Teuerung, Hungersnot, Rechtspopulismus, 2. Weltkrieg) stehen wir hier heute gerade einmal in der Mitte der Zeitlinie, beim Ereignis ’Teuerung’. Ein Deja-Vu? Man kann nur hoffen, es ist keines. </p>
<p>Natürlich ist all das schlimm für den Einzelnen (oder genauer gesagt: für manche Einzelne), und wie richtig angesprochen werden uns hier Studien wohl vorsätzlich als Wahrheit verkauft wenn es darum geht Unvorhersehbarkeit aufzuzeigen. Aber, um den Einzelnen geht es hier nicht. Weltwirtschaft ist nicht eine Sache des Einzelnen sondern die einer Gruppe oder grösseren Gemeinschaft. Es gilt hier auch nicht das Prinzipe “die Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied”, sondern genau umgekehrt: der Einzelne wird von den Gruppeninteressen ‘overruled’. </p>
<p>Das führt unweigerlich zu Konflikten. Konflikte entstehen aber grundsätzlich nur aus der mangelnden bzw. bewussten Prioritätensetzung seitens der “Macht”, wer immer das auch ist (Politik, Medien, einzelne Oligarchen, die Liste lässt ich wahrscheinlich weit fortsetzen). Es werden Konflikte absichtlich geschürt und das Prinzip der Gruppendynamik par excellence ausgenutzt: Gut gegen Böse. Würde man sich auf eine gemeinsame Strategie fokussieren, die alle unterschiedlichen Gruppen einschließt und ‘mitnimmt’ wäre vieles einfacher. Das widerspricht aber dem Machtprinzip der Gruppendynamik. Das ist wie eine Katze die sich in den Schwanz beisst, und somit aussichtslos. Wir werden eben mit Konflikten und ‘Unvorhergesehenem’ leben müssen, und mussten das auch immer schon in der Geschichte. Vielleicht geht es uns gerade deshalb heute besser als damals? Und damals besser als davor?</p>
<p>Auch wenn Eltern hier mit Angst in die Zukunft ihrer Kinder blicken, weil aktuelle Krisen und daraus resultierende schwere Einbrüche nicht ins Konzept der Eltern passen, die ihren Kindern nur das beste mitgeben wollen: Das ist in meinen Augen unberechtigte Angst. An den Herausforderungen wächst man und bringt die Welt weiter. Unsere Kinder wissen ja nicht wie ihre Eltern gelebt haben, sehen sich selbst als den Zeitpunkt ’Ground zero’ und arbeiten sich auf der Basis vorwärts. Unsere Kinder werden es gefühlt immer besser haben als ihre Eltern, einfach weil sie evolutionsbedingt immer besser und optimierter mit Herausforderungen umgehen werden als ihre Eltern, und damit persönliche Erfolge erzielen werden. Unwegbarkeiten sind nur ein willkommener ‘Booster’ für Leistungssteigerungen und damit zu einem besseren Leben. </p>
<p>Wenn es darum geht nun Verantwortung zu suchen für das Unvorhergesehene (Finanzkrise, Ukraine Krieg), das eigentlich vorhersehbar hätte sein müssen, dann denke ich sollte man dieser Suche nah Verantwortung nicht all zuviel Wichtigkeit zuschreiben. Es wird nämlich am Fortgang der Geschichte der Menschheit nicht viel ändern. Wir werden die gleichen Fehler, wenn man überhaupt von Fehlern sprechen kann, immer und immer wieder machen. Und wir werden auch immer darüber reden, dass “wir Schin wieder die selben Fahler machen wie in der Geschichte”.  Ich denke, wir brauchen diese Fehler wie einen Bissen Brot um unseren nächsten Generationen einen Boden für Kreativität zu ermöglichen und die Welt damit kontinuierlich zu verbessern. Wäre alles gut auf dieser Welt, und es gäbe keine Konflikte, die Erde würde zu einem grossen Couch-Potatoe verkommen. Das widerspricht dem genetischen Drang der Menschheit, immer neue Grenzen überschreiten zu wollen, zu wachsen und Dinge nachhaltig zu ändern. Im Fall einer immerwährenden Zufriedenheit (da kommt mir übrigens auch gleich der Neutralitätsgedanke auf…aber ein anderes Thema) wäre die Menschheit wohl wegen Fettleibigkeit bereits ausgerottet. Irgendwann geht jede Made im Speck grausam zugrunde. </p>
<p>Aber zurück zu Konflikten, die wie im Blog angesprochen zu einer Vergiftung auch des (politischen, gesellschaftlichen) Klimas führt, basierend auf aggressivem Stil in der Politik, um daraus auch noch politisches Kapital zu schlagen: Das ist vor allem in der USA zu beobachten, das dortige 2-Parteien System schafft eine extreme schwarz/weiss Gruppendynamik. Da sind wir in Europa wesentlich weiter, durch starken Pluralismus und Mehrparteiensysteme. Das hilft, im Vergleich zu USA, Konflikte und Vergiftung abzufedern, ganz eliminieren wird man es nie können. Schon Shakespear lehrt uns in Romeo und Julia, das ein Konflikt zwischen der Loyalität gegenüber der eigenen Familie und der verbindenden Kraft der Liebe nur mit dem Tod gelöst werden kann, um diese Gegensätze zu vereinen.  Vielleicht ist es auch besser so?<br />
Solange es Mensch gibt wird es Intrigen, Halbwahrheiten, persönliche Interessen, vermeintlich ‘Unvorhergesehenes’ und Konflikte geben. Aber good news: wir wissen damit umzugehen und gehen daraus am Ende nur gestärkt hervor. Zumal Kontrollmechanismen und Transparenz natürlich absolut wünschenswert wären, das hätte dann zumindest einen mildernden und reinigenden Effekt, ähnlichen jenem des Aspirins, welches man bei Erkältung nimmt. Das hilft vorübergehend, bis zur nächsten Erkältung. Die Ursachen allerdings auszurotten wäre der zielstrebigere Weg, nämlich alle Grippeviren dieser Welt zu vernichten. Dass das nicht funktioniert, wissen wir, daher belassen wir es beim Aspirin. </p>
<p>Trotzdem stimme ich zu: hören wir nie auf mit Ursachenforschung für vergangene Probleme und Missstände. Aufarbeitung ist gut, und man kann hoffen, dass dadurch der Boden, den wir den nächsten Generationen übergeben ein wenig fruchtbarer sein wird. Und letztlich dient Ursachenforschung und Aufklärung natürlich auch potentiellen Konflikten ein stückweit entgegen, weil sie ein Grundprinzip der Demokratie darstellen, und damit die Menschen in diesen Demokratien ’in Schranken’ halten. Es ist ein kleiner Beitrag zum Frieden, zu Ruhe und Ordnung. Aber was die Welt wirklich besser macht, nicht jedoch vorhersehbarer (das sind 2 unterschiedliche Aspekte), sind die jungen Generationen. Lassen wir sie die Welt gestalten, lassen wir sie mit Konflikten umgehen lernen, und die Welt für ihre Nachfolger wieder ein Stück besser machen. Ein Vergleich zur Kindererziehung zeigt: wenn du nie gelernt hast mit deinen Geschwistern ordentlich zu streiten, wirst du die Herausforderungen der Welt nicht meistern. </p>
<p>Wie war das nochmals mit der Made im Speck?</p>
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