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	<title>Aufschieben Archive &#8226; Wordcraft</title>
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	<title>Aufschieben Archive &#8226; Wordcraft</title>
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		<title>Muss Politik so oft zu spät kommen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jun 2022 16:24:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Aufschieben]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wird ein politisches Versprechen eingelöst, heißt es „warum erst jetzt?“, wenn nicht, „warum noch immer nicht?“ Schuld sind selbstverständlich die Politiker. Nach ihrem Abgang wird es jedoch auch nicht besser. Woran liegt es also? Ein paar Beispiele (ohne Rangordnung) sind schnell gefunden… &#160; Warum ist es in 40 Jahren nicht gelungen den Autobahnring um Wien...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Wird ein politisches Versprechen eingelöst, heißt es „warum erst jetzt?“, wenn nicht, „warum noch immer nicht?“ Schuld sind selbstverständlich die Politiker. Nach ihrem Abgang wird es jedoch auch nicht besser. Woran liegt es also? Ein paar Beispiele (ohne Rangordnung) sind schnell gefunden…</strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Warum ist es in 40 Jahren nicht gelungen den Autobahnring um Wien zu schließen?</p>
<p>Warum ist der Brenner-Basistunnel nicht wie geplant 2015 fertig gewesen? Die Prognose liegt jetzt bei 2032!</p>
<p>Warum liegt nach Jahrzehnten der Versprechungen unterschiedlicher Regierungen das österreichische Bildungssystem im Argen? Großspurig wurde immer von bester Qualität geträumt und mehr Geld ausgegeben als sonstwo in Europa. In internationalen Vergleichen hinken wir aber hinterher. Um über die Runden zu kommen, überlässt jetzt das Ministerium den Unterricht Menschen, die mit ihrer eigenen Ausbildung nicht fertig sind und Quereinsteigern, die in Schnellfeuerkursen schulfit gemacht werden müssen.</p>
<p>Wie kann es sein, dass wir von den steigenden Zahlen an Schülern und sinkenden Zahlen an Lehrern „überrascht“ werden konnten? Demographisches Material lässt ja eine entsprechende Prognose zu.</p>
<p>Warum gibt es in Europa nicht wenigstens 2 oder 3 transkontinentale Bahnverbindungen mit Hochgeschwindigkeitscharakter? (z.B. Stockholm – Palermo oder Istanbul – Amsterdam). Spätestens seit 1993 hätten diese Projekte Priorität haben müssen.</p>
<p>Nach jahrelangem Getöns über das Fahren mit Öffis oder großzügige Anreize, die den Verzicht auf das Auto fördern,  werden Passagiere aus dem ÖBB-Zug gewiesen, weil sie im Gang stehen müssen. Der ÖBB-Sprecher informiert die staunende Öffentlichkeit darüber, dass es Strecken gebe, „da fahren zu viele Menschen mit der Bahn“</p>
<p>Warum braucht es den Ukrainekrieg, um den Deutschen und Österreichern klarzumachen, dass ihre Heere praktisch verteidigungsunfähig sind.</p>
<p>Wenn wir wissen, dass die jetzige Organisation der Altenbetreuung die Überalterung unserer Gesellschaft nicht bewältigen kann – wann beginnt endlich der Neuaufbau? Sich mit der Sterbehilfe anzufreunden wird ja wohl nicht die Lösung sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Es geht nicht allein um österreichische Baustellen. </strong></h4>
<h4><strong>Die sichtbar werdenden Defizite erstrecken sich quer durch Europa.                                                                                                                        </strong></h4>
<p>Alarmierend ist der Umstand, dass es sich um strukturelle Unzulänglichkeiten handelt und nicht jeweils vorrangig um das Unvermögen einzelner Personen, deren Austausch die Sache in Ordnung bringen müsste.</p>
<p>Pandemie oder die Ukraine sind außergewöhnliche Einflussgrößen. Sie kann man für grundsätzliche Mankos innerhalb westlicher Demokratien nicht verantwortlich machen.</p>
<p>Wir werden schlichtweg mit der Bewältigung von Zielkonflikten nicht fertig und sind uns der offensichtlichen Notwendigkeit nicht bewusst, das demokratische System vorsichtig, aber doch, geänderten gesellschaftlichen Verhältnissen anzupassen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/06/539798_web_R_K_B_by_Brigitte-Buschkoetter_pixelio.de_-1-300x210.jpg" width="480" height="336" />  Brigitte Buschkötter / pixelio.de</p>
<h4><strong>Ziel muss es sein, auch unter sich ständig wandelnden Konditionen ein politisches und gesellschaftliches Kontinuum zu schaffen, das den Erwartungen an demokratische Rahmenbedingungen gerecht wird.</strong></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die zügellose Hü-und-hott – Politik ist den herrschenden Anforderungen nicht mehr gewachsen. Verheerend ist es, wenn dezidierte und vom jeweiligen Parlament abgesegnete Langzeitprojekte nach dem Entstehen anderer parlamentarischer Mehrheiten gekübelt oder erfolgreich verzögert werden, ungeachtet aller Nebenfolgen und des Kapitalverlustes.</p>
<p>Auch wenn sich Mehrheiten schneller ändern als vor 70 Jahren, muss das System einer modernen Demokratie zum Nutzen der Bevölkerung tatsächlich funktionieren. Das Argument fortwährende, aber verzögernde Nachbesserungen böten die Chance z.B. technischen Fortschritt zu berücksichtigen, zählt nicht. Auf-die-lange-Bank-schieben kann man nicht als Fortschrittsförderung verkaufen. So betrachtet, würde Stillstand zur vorausschauendsten Politik mutieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Den Souverän kann man nicht aus der Verantwortung entlassen.</strong></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Akteure bestimmt und entlässt, jeweils durch Wahl, das Volk. Es selbst muss der stabile Faktor seines Landes sein. Das ist, soweit es uns betrifft, nicht möglich ohne die allgemeine Akzeptanz einer Basisvorstellung vom Leben in Österreich und ohne konsensuale Grundwerte.</p>
<p>Wir können nicht immer nur bewundernd nach Westen schauen, wenn’s um den eidgenössischen Wohlstand geht. Ein Nacheifern der grundsätzlichen Verfasstheit des Nachbarlands wäre eher am Platz.</p>
<p>So nebenbei: ich wünsche mir, dass die oft zitierte “Sau, die täglich durchs Dorf getrieben wird“ mangels interessierter Zuschauer endgültig der Vergangenheit angehört und einer souveränen, verantwortungsvollen Zukunftsgestaltung Platz macht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>©walterkrammer(wordcraft.at)</p>
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		<item>
		<title>Nr. 44 &#8211; Aufschieberitis. Kann man der Verlockung widerstehen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Feb 2022 14:03:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Aufschieben]]></category>
		<category><![CDATA[Disziplin]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Die Fachbezeichnung lautet Prokrastination. Sie ist nicht verboten, aber lästig bis störend und erhöht im Endeffekt den Aufwand. Sie ist weiter verbreitet als man denkt und wahrscheinlich nicht auszurotten. Psychologen kennen ihre Symptome und erforschten ihre Ursachen. Worum geht&#8217;s denn eigentlich dabei?    Alles Unangenehme hinauszögern &#8230; Ein ehemaliger Vizebürgermeister von Wien proklamierte damals...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/05/Handelsagenten-Spotlight.jpg" alt="Handelsagenten Spotlight" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Fachbezeichnung lautet Prokrastination. Sie ist nicht verboten, aber lästig bis störend und erhöht im Endeffekt den Aufwand. Sie ist weiter verbreitet als man denkt und wahrscheinlich nicht auszurotten. Psychologen kennen ihre Symptome und erforschten ihre Ursachen. </strong><strong><br />
Worum geht&#8217;s denn eigentlich dabei?   </strong></p>
<p><strong>Alles Unangenehme hinauszögern &#8230;</strong><br />
Ein ehemaliger Vizebürgermeister von Wien proklamierte damals &#8222;Das Wichtige zuerst&#8220;. <strong>Prokrastinationshörige</strong> halten es meistens gerade mit dem Gegenteil.<br />
Im Privatbereich geht dadurch nichts weiter, gefährdet manchmal den Familienfrieden oder trägt einem den Ruf ein unverlässlich zu sein. Geschäftlich kann es in der wildesten Ausformung ein Unternehmen umbringen.</p>
<p>Die Wissenschaft sagt, dass das gezielte Vermeiden  unangenehmer Tätigkeiten oder Situationen schon in der Kindheit angelernt wird. <strong>Prokrastination</strong> selbst ist eine Gewohnheit, keine Krankheit. Sie kann jedoch in Extremfällen zur Krankheit führen. Einzelne Ursachen zu beschreiben sprengt hier den Rahmen.<br />
Gefördert wird durch sie auf jeden Fall die Tendenz auch wichtige Dinge bis zum Geht-nicht-mehr  vor sich herzuschieben. Die notwendigen Erledigungen werden eben nicht nach Bedeutung und Dringlichkeit geordnet. (Das Wichtige zuerst).  Vielmehr  steht man vor einem ungeordneten Haufen von Aufgaben, aus dem man sich (sic!) nach Belieben etwas aussucht.<br />
Na, die schwierigsten, häufig wichtigsten oder kompliziertesten, arbeitsaufwendigsten oder unangenehmsten werden es dann ja wohl nicht sein. Bei einem delikaten Rotwein Urlaubsbilder zu ordnen ist halt immer noch schöner als die Garage aufzuräumen.</p>
<p><strong>Wo es Menschen gibt, dort menschelt&#8217;s<br />
</strong>Obwohl  eine Geschäftstätigkeit &#8211; und da ist die der Handelsagenten nicht ausgenommen &#8211; im Geruch steht, streng nach ökonomischen Gesetzen, in der Abwägung von Aufwand und Nutzen abzulaufen, sind es doch Menschen wie Du und ich, die in der Wirtschaft tätig sind und Entscheidungen treffen. Neben anderen war es der Literat Jörg Mauthe, der formulierte : &#8222;wo Menschen sind, dort menschelt&#8217;s&#8220;. Dazu gehört das weit  verbreitete Bedürfnis Unannehmlichkeiten von sich fernzuhalten, sie weg-, wenn&#8217;s sein muss, auch vor sich herzuschieben. Unser Verantwortungsgefühl, unser Pflichtbewusstsein, unsere Disziplin, auch unser Berufsethos, gesellschaftliche Konventionen und ethische Auflagen wollen  diesem Begehren aber nicht nachgeben. So baut sich der Konflikt in uns auf.<br />
Es stimmt schon,  dass sich fallweise Unerledigtes am Ende selbst ordnet. Aber zu 100% verlassen kann man sich darauf nicht und in den allermeisten Fällen ist die Annahme total falsch.</p>
<p><strong>Ein Ringen mit sich selbst<br />
</strong>Zuerst muss man verstehen, dass es immer ein Ringen mit sich selbst ist, die Vorliebe für die Aufschieberitis zu bekämpfen. Zuerst scheint sie der bequemere Weg zu sein und von diesem Komfort  trennt man sich ungern. Selbst, dass sich diese unsere Illusion häufig rächt, überzeugt nicht jeden.<br />
Es braucht also unseren Willen in Zukunft so nicht weiter zu machen. Und da es sich meistens um eine tief eingegrabene Gewohnheit handelt, braucht unser Wille ein paar organisatorische Helfer, Strategien, die uns von den Verlockungen der Prokrastination  wegzerren.<br />
Die Belohnung für die Besserung ist, dass wir selbst uns gut fühlen, wenn wir ein geordnetes, zügiges Aufgabenmanagement haben. Nicht zuletzt verleiht dieses Sicherheit!</p>
<p><strong>Hier sind Beispiele für organisatorische Helfer: </strong><strong><br />
Schaffen Sie</strong>  <strong>Übersicht und</strong> <strong>Ordnung </strong>in Ihrem Tagesablauf, in Ihrem Büro und im Bereich Ihrer Ziele und der daraus resultierenden Aufgaben.<br />
<strong><br />
ZIEL</strong><br />
Dieser Raum wird mein neues Arbeitszimmer<br />
<strong><br />
AUFGABEN<br />
1) Ausräumen</strong>  von &#8211; bis<br />
<strong>2) Elektroinstallation</strong>    von &#8211; bis<br />
<strong>3) Ausmalen</strong>     von &#8211; bis<br />
<strong>4) Einräumen </strong>  von &#8211; bis<br />
<strong>5) Beziehen </strong>     <strong>1.5.22</strong></p>
<p>Es kommt nicht auf die Schnelligkeit an. Sondern darauf, dass Sie <strong>das Begonnene zuverlässig zu Ende führen</strong> und nicht schon nach der Installation den Mut sinken lassen oder die Lust verlieren, weil es auf einmal nicht mehr so dringend erscheint.</p>
<p><strong>Kleine und große Ziele</strong> müssen möglichst <strong>konkret formuliert</strong> und gleichermaßen <strong>realistisch wie erfolgversprechend</strong> sein. Die Wege dorthin werden mit Ihren Mitteln <strong>tatsächlich bewältigt</strong> und  organisiert werden können. Es gibt feste Termine für Anfang und Fertigstellung.<br />
<strong>Wer nicht anfängt, kann auch nicht beenden. </strong><strong><br />
TRÄUMEN IST NICHT DASSELBE WIE PLANEN</strong></p>
<p><strong>Einschub aus dem realen Leben: wie Planung nicht funktioniert</strong><strong><br />
</strong>&#8222;Ich hab&#8216; mir gedacht ich streiche noch vor  Ostern den Gartenzaun&#8220;<br />
&#8222;Ostern ist in 5 Tagen und Du bist Mittwoch und Donnerstag in Salzburg&#8220;<br />
&#8222;Ja, das ist blöd! Aber ist eh wurscht. Streiche ich ihn halt gleich nachher&#8220;<strong><br />
</strong><em>(Gesprächsprotokoll aus der Karwoche 2021. Der Zaun ist bis heute ungestrichen) </em></p>
<p><strong>Bewahren Sie stets den Überblick</strong> darüber, wohin die Reise geht und was mit welcher Priorität dafür getan werden muss.<br />
<strong>Das muss schriftlich festliegen. Am besten in einem digitalen Kalender.</strong> Kurz-, mittel- und langfristig (z.B. was plane ich für morgen, für den nächsten Monat, für das nächste  Jahr). Die Einrichtung eines stets bereitliegenden Schmierhefts ist besser als gar nichts. Nachjustierungen sind selbstverständlich erforderlich.</p>
<p><strong>ACHTUNG: </strong><strong><br />
SIE VERLIEREN NICHT IHRE ZEIT, WEIL SIE DAUERND DEN KALENDER  VERWENDEN, SONDERN WEIL SIE ES EBEN  <em>N I C H T</em>  TUN!</strong></p>
<p><strong>Beispiel:  Prioritäten und Erledigungstermine für geplante Ziele</strong><strong><br />
Mo  8:00                                             Autowartung,</strong><br />
<strong>Mo  9:30 bis 11:00                             Architekt im Haus</strong><strong><br />
dann                                                    Telefonate</strong><br />
<strong>Di   12:00                                            Marktanalyse für Erzeuger XY absenden</strong><strong><br />
Di   12:00 bis 13:30                            Mittagessen Arno</strong><br />
<strong>Di   14:00 bis 16:00                            Erledigungen</strong><br />
<strong>Di   16:00                                            UST-Meldung absenden</strong><strong><br />
Mi &#8211; Donnerstag                                   Hannover </strong><br />
<strong>Fr  </strong><strong> 10:00 bis 16:00                            mit Bettina Weihnachtsgeschenke aussuchen</strong><br />
<strong>So  ganzer Tag                                    Oma im Waldviertel besuchen   </strong></p>
<p>Sie haben feste <strong>Dates mit Aufgaben</strong>. Für Erledigungen gibt es einen Merkzettel, der abgearbeitet wird<br />
Wir reden von To-do-Listen, die immer fortgeschrieben werden (Erledigtes raus, Neues nach Priorität einreihen),auf jeden Fall mit Endtermin.</p>
<p><strong>WICHTIG: Legen Sie Rituale fest:</strong><br />
jeden Montag   9 &#8211; 11 alle Bankgeschäfte und andere finanzielle Erledigungen.<br />
jeden Freitag   10 -12 Buchhaltung<br />
jeden Freitag   16 &#8211; 18 Fitnessclub.<br />
<strong>Rituale hindern spontane Einfälle daran sich unvorhergesehen Ihrer Zeit zu bemächtigen . Aus gutem Grund haben Sie für die 3 Erledigungsfelder bestimmte Zeiträume zur Verfügung gestellt. </strong><strong><br />
Auch der &#8222;Sponti&#8220;  muss in das System hineingezwungen werden.</strong></p>
<p><strong>Wie sehen die Elemente Ihrer Tagesplanung aus?</strong></p>
<p>1) Arbeitszeit für Abarbeitung der To-do-Liste    von &#8211; bis Uhr<br />
<strong>2) Zeit zum Nachdenken</strong> (keine Besuche, kein Telefon, kein Internet, kein TV, keine Playstation, keine Schundhefte,  einfach nichts außer  <strong>ü b e r l e g e n</strong>)  von &#8211; bis Uhr<br />
<strong>3) Pausenzeiten</strong>  von &#8211; bis Uhr. Sie dienen ausschließlich Ihrer Erholung und Ablenkung.<br />
<strong>4) Zeit für Eventualitäten. </strong> Ausreichend pro Tag  v o r s e h e n (wird nach Bedarf abgerufen) &#8222;Bitte hole Max um 12 von der Schule ab, musste wieder zu Mutti , weil sie gestürzt ist &#8222;.</p>
<p><strong>Jedoch: arbeiten Sie nicht in Pausenzeiten und pausieren Sie nicht in der Arbeitszeit. Erledigen Sie Ihre Telefonate blockweise. Kontrollieren Sie die Zeitfresser Emails oder social media  nicht öfter </strong><strong><br />
als 2 x pro Tag.</strong><br />
<strong><br />
Beziehen Sie Hilfe in Ihre Planung ein</strong>.<br />
Man darf eine Problemlösung oder ein lohnendes Ziel nicht zurückstellen, aufschieben oder aufgeben, weil man auf dem Weg dahin an der eigenen Unzulänglichkeit scheitern könnte. Dafür gibt es Hilfen. Sie müssen nicht alles können oder wissen. Das wird sich auch in einem halben Jahr nicht ändern. Also suchen Sie Hilfe und machen Sie zügig weiter auf Ihrem Weg.<strong> </strong></p>
<p>Am Anfang wird Ihre Tagesplanung nicht haltbar sein. Es liegt nicht daran, dass diese Methode falsch ist, sondern Sie sind den Umgang damit nicht gewöhnt. Justieren Sie gefühlvoll, aber nicht zu großzügig nach. So lang, bis Sie zufrieden sind.</p>
<p><strong>HALT: jetzt noch ein ganz wichtiger Aspekt. Wie kriegen Sie Ihr Ego herum?</strong><strong><br />
</strong>Wenn Sie das, was Sie so den ganzen Tag tun, auf die rationale Ebene heben, fragt sich Ihr emotionales Zentrum, Ihr Ego &#8222;Und, was habe  <strong>i c h</strong>  davon? Früher bin ich spontan und nur zum Spaß vis-a-vis ins Cafè gegangen &#8211; aber ohne schlechtes Gewissen!&#8220;.<br />
Herr oder Frau Ego muss mitgenommen werden. Denken Sie sich Belohnungen aus für Ihr Ego, wenn das System gut funktioniert.  Z.B. die verbotene Tafel  Schokolade, Scheine in ein Sparschwein stecken , die ein formidables Essen mit Ihrer Familie finanzieren. Ein halber Tag mit allen Fitnessannehmlichkeiten, die man sich vorstellen kann. Das Glas aus der letzten Flasche alten Cognacs  oder eine kleine Radtour mit Ihren Buben. Oder, was auch immer &#8230;</p>
<p><strong>Die angesprochenen Strategien sind nicht vollständig, weil sie situationsbedingt geändert und angepasst werden müssen. Aber ich bin sicher, Sie haben verstanden, worum es geht. Sie sollen sich nicht knechten. Sie sollen Freude haben an einer gezielteren Arbeitsmethode. Wenn Sie diese bereits verwenden, dann wissen Sie, was ich meine.</strong></p>
<p><strong>©walter krammer (wct)</strong></p>
<p><strong>Mehr zum Thema &gt;&gt;&gt; <a href="https://karrierebibel.de/prokrastination/" target="_blank" rel="noopener">https://karrierebibel.de/prokrastination/</a><br />
</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nr. 38  &#8211;  Das endlose Warten auf den Tunnel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2021 20:39:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Aufschieben]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Mit der Sesshaftigkeit, mit Rodung, Ackerbau, Viehzucht und rasanter Vermehrung der eigenen Spezies startete der nennenswerte Einfluss der Menschen auf das Klima. Richtig heftig zu werden begann es vor 170 Jahren mit der industriellen Revolution. Fast jedes Element der Komfortzone, die sich vor allem die sogenannten entwickelten Länder gönnen, facht die Entwicklung weiter an....</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-38-das-endlose-warten-auf-den-tunnel/">Nr. 38  &#8211;  Das endlose Warten auf den Tunnel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/05/Handelsagenten-Spotlight.jpg" alt="Handelsagenten Spotlight" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mit der Sesshaftigkeit, mit Rodung, Ackerbau, Viehzucht und rasanter Vermehrung der eigenen Spezies startete der nennenswerte Einfluss der Menschen auf das Klima. Richtig heftig zu werden begann es vor 170 Jahren mit der industriellen Revolution. Fast jedes Element der Komfortzone, die sich vor allem die sogenannten entwickelten Länder gönnen, facht die Entwicklung weiter an. Die 4. 5. oder 6. Welt ist Klimasünder aus Armut. Das ist der globale Befund. Über den Inhalt dieser paar Zeilen gibt es ganze Bibliotheken.</strong></p>
<p><strong>Der Widerspruch zwischen global und lokal</strong><br />
Es existiert aber nicht nur die globale Einschätzung, sondern auch das lokale MUST und DON&#8217;T. Und weil wir die ganze Zeit vielleicht &#8211; oder sogar sehr wahrscheinlich &#8211; zu wenig getan haben die Entwicklung zur superwarmen Atmosphäre einzubremsen und uns die Wissenschaft jetzt ernsthaft auch wegen des Naturschutzes Feuer unter dem Hintern macht, sollen alle Bremsen, die wir haben, gleichzeitig angezogen werden, dass nur so die Funken stieben.<br />
Die Verallgemeinerungen feiern fröhlichen Urstand. Facts und Fakes treiben die Menschen in verschiedene Richtungen. Manche Maßnahmen sind gut gemeint, aber triggern andere Klimaschädlichkeiten bzw. machen die Menschen psychisch, physisch oder in sozialer Hinsicht fertig.<br />
Wie Sie gleich sehen werden, auch durch das Ignorieren des Zeitfaktors.</p>
<p><strong>Mit der langen Dauer versickert das Steuergeld und so mancher Bürger erlebt die Fertigstellung nicht mehr.</strong><br />
TIROL<br />
Der als unbedingte und dringende Notwendigkeit bezeichnete <strong>Brennerbasistunnel</strong> wird bei der zukünftigen Inbetriebnahme auf eine 40 jährige (!!) Planungs- und Baugeschichte zurückblicken müssen.</p>
<p>WIEN / NIEDERÖSTERREICH<br />
Der <strong>Lobautunnel</strong> ist jetzt schon 19 Jahre auf dem Papier unterwegs.<br />
2002: Erste Entwurfsplanung der Wiener Stadtregierung, erste Kostenrechnung der ASFINAG &#8211;<br />
2009: Beginn des UVP-Verfahrens &#8211;<br />
2015: Positiver Bescheid der UVP durch das BVwG-<br />
2018: Positiver UVP-Bescheid in zweiter Instanz bestätigt &#8211;<br />
<strong>2021 Ministerium verkündet das Aus.</strong></p>
<p>Seit Jahrzehnten wird die Bevölkerung des Inntals vertröstet, dass sich doch dann mit Hilfe des Brennertunnels die belastende Verkehrssituation mit all ihren Umweltkonsequenzen erheblich zum Besseren ändern werde.<br />
Für die 2-Millionen-Stadt Wien wird seit 1982 (A21) an einem etwa 200 Km langen, hochrangigen Straßenring gebastelt. Nach 40 Jahren, kurz vor Vollendung, stoppt das Verkehrsministerium nun den letzten 19 km langen Abschnitt von Schwechat nach Süßenbrunn. Mit dem Hinweis, die Voraussetzungen hätten sich geändert. Ja natürlich, die Bevölkerung von Wien ist allein in den letzten 20 Jahren um ein Viertel angewachsen und nicht viel anders steht es um den Güterverkehr innerhalb Europas, der erwartungsgemäß keinen Bogen um Ostösterreich macht.</p>
<p>Aktivisten verfallen in Angst- und Wutzustände , wenn man dem Gefieder des Großen Triel zu nahe kommt. Die Bewohner von Essling, Aspern, Großenzersdorf und Raasdorf, die wegen der Bauverzögerung weiterhin Jahr für Jahr unter Schwerverkehr und Nachtlärm leiden werden, sind offenbar bedeutungslos.</p>
<p><strong>Zukunftsprojekte brauchen drastisch höhere Umsetzungsgeschwindigkeit</strong></p>
<p>Die Verwirklichung beschlossener Projekte so lange hinauszuzögern, bis sie keiner mehr haben will, ist eine wirkungsvolle Strategie, aber natürlich keine Erfindung unserer Zeit. Im Fall der Lobau steht noch nicht fest, dass sie funktioniert. Die bestehenden Probleme verschwinden nämlich nicht:</p>
<p>Auch in Zukunft braucht das nördliche Niederösterreich die Versorgung mit Gütern aller Art und deshalb auch leistungsfähige Straßen auch für Großtransporter.<br />
Auch in Zukunft kann sich der Fernverkehr nicht ausschließlich durch Wien abspielen. Der Ring muss geschlossen werden.<br />
Auch in Zukunft gibt es darüber hinaus beruflichen und privaten Individualverkehr (z.B. Pendler, Handelsagenten, Servicedienste usw.).<br />
Auch in Zukunft queren Fahrzeuge die Donau, die vom Süden nach Norden fahren und umgekehrt.</p>
<p>Für all das bieten weder Fahrradstreifen noch die nicht existenten U-Bahnen/Nebenbahnen oder Schnellbusse Abhilfe. Und übrigens stoßen die kommenden &#8222;Heilsbringer&#8220; E-Autos zwar kein CO2 aus, aber dennoch haben auch sie einen Platzbedarf und verteilen Feinstaub, wenn sie durch die Dörfer fahren.</p>
<p>Es ist absurd und wenig vertrauensweckend, dass die Verantwortlichen erst bei den letzten 10% der Ring-Strecke realisieren, dass man den ganzen Zauber nicht braucht, nicht will, und daher nicht baut. Weil &#8222;Straßen ziehen Autos an&#8220;. Mit der gleichen Begründung könnte man Wasserleitungen redimensionieren, weil die Leute sonst kostbares Wasser trinken. Manche waschen sich sogar damit.</p>
<p>Wenn die Republik Österreich den Lobautunnel nicht akzeptieren will, erkennt sie das 20 Jahre zu spät. <strong>Außerdem hätte sie dann längst eine leistungsfähige Ersatzplanung v e r w i r k l i c h e n</strong> müssen, sowohl für die Donauquerung, wie für die Umfahrung der betroffenen Orte. Offensichtlich gibt es für einen Ausweg B aber nicht einmal eine realistische Planung. Die kürzliche harsche Reaktion des Kärntner Landeshauptmanns zeigt, dass sich im südlichsten Bundesland ähnliche Szenen abspielen.</p>
<p>Zurzeit werden die Österreicher auf die Umstellung in kürzester Frist auf regenerierbare Energie eingeschworen. Der konsequente Elektrizitätsausbau gilt als Wundermittel. Dazu werden aber Schritte notwendig sein, die vorhersehbarer Weise die betroffene Bevölkerung mit Nachdruck bekämpfen wird. Wenn die Umsetzung also dasselbe Tempo entwickelt wie die Fertigstellung so mancher vor Jahrzehnten in den Bundesstraßenplan aufgenommenen Projekte, dann liebe Leserin, geschätzter Leser, sieht es real und metaphorisch finster aus für dieses Land.</p>
<p>©walter krammer (wct)</p>
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