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	<title>Bildung Archive &#8226; Wordcraft</title>
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	<title>Bildung Archive &#8226; Wordcraft</title>
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		<title>Nr. 76 &#8211;  Ein Ritter ohne Schwert war so hilflos wie heute ein Mensch ohne Ausbildung.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2023 23:38:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal ist in den Medien von einem Weisenrat die Rede. Wie stellen wir uns diese Weisen vor? Auf jeden Fall sind es Frauen und Männer, denen wir eine hohe Kompetenz zubilligen. Ihr Wissen dient uns allen. Alt müssen sie heutzutage nicht mehr sein.  Die geheimnisvollen Weisen waren früher  meist im fortgeschrittenen Alter. In den Geschichten über...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-76-ein-ritter-ohne-schwert-war-so-hilflos-wie-heute-ein-mensch-ohne-ausbildung/">Nr. 76 &#8211;  Ein Ritter ohne Schwert war so hilflos wie heute ein Mensch ohne Ausbildung.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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<td>
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<tbody>
<tr>
<td><strong>Manchmal ist in den Medien von einem Weisenrat die Rede. Wie stellen wir uns diese Weisen vor? Auf jeden Fall sind es Frauen und Männer, denen wir eine hohe Kompetenz zubilligen. Ihr Wissen dient uns allen. Alt müssen sie heutzutage nicht mehr sein. </strong></p>
<p><strong>Die geheimnisvollen</strong><br />
Weisen waren früher  meist im fortgeschrittenen Alter. In den Geschichten über vergangene Zeiten kommt immer wieder die „weise Frau“ oder der „Weise“ vor. Menschen, die häufig zurückgezogen lebten und sich ganz ihren Studien widmeten. Zuweilen wurden sie in schwierigen Fragen als Ratgeber herangezogen. Von ihnen erwartete man Hilfe. Die Kunst des Lesens, die Beschäftigung mit damals „geheimen“ Wissensgebieten verschafften soziales Ansehen. Frauen, die auf diese Weise ihrer Umgebung unheimlich wurden oder sonst irgendwie im Wege waren („Hexe“), landeten allerdings nicht selten auf dem Streckbett oder dem Scheiterhaufen. Nicht anders erging es 1600 Giordano Bruno, der sich &#8211; seiner Zeit weit voraus &#8211; mit dem geozentrischen Weltbild der Kirche anlegte.</p>
<p><strong>Unbestritten</strong><br />
ist jedenfalls der Umstand, dass &#8211; allgemein gesagt &#8211;  die Menschen als einziges Wesen bewusst danach streben ihren Wissensstand zu steigern. Da muss es sich nicht immer um Weltbewegendes handeln. Aber es steigert ohne Frage die Konkurrenzfähigkeit. Nach dem Motto <strong>„Wer weiß mehr?“</strong>. Beim Vorstellungsgespräch um eine Arbeitsstelle oder eine Funktion, beim Bewältigen schwieriger beruflicher Situationen, stets wenn es um schnelle und gleichzeitig gute Entscheidungen geht. Immer ist es ratsam, zu denen zu gehören, die in der Sache am besten Bescheid wissen.<br />
Wissen schafft vielleicht nicht immer Macht, aber jedenfalls Vorteile.</p>
<p><strong>Das Gremium hat den gesetzlichen Auftrag zur beruflichen Weiterbildung.</strong></td>
</tr>
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<tr>
<td>Als Mitglied der Fachgruppe kennen Sie die verschiedenen Einladungen der letzten Zeit zu den zahllosen Fortbildungsveranstaltungen, die <strong>das Gremium der Handelsagenten</strong> seinen Mitgliedern zu dem wahrhaft <strong>erschwinglichen Betrag von jeweils 20 EURO</strong> bietet.<br />
Zurzeit halten wir bei <strong>Workshop Nummer 16</strong>, der am 2.2.23 von 14 – 18 Uhr im Wiener Kammergebäude stattfindet. <strong>Thema ist „Storytelling“</strong>. Die Einladung haben Sie schon erhalten.<br />
Details zu den zukünftig geplanten Workshops erfahren Sie <strong><a href="http://265556.264491.eu2.cleverreach.com/c/79412845/ca50bf0e60dc-ropwn6">HIER</a></strong><strong>Es gibt natürlich immer Gründe die Gelegenheit nicht beim Schopf zu packen.</strong><br />
<strong>&#8222;Ich weiß schon alles“</strong> hätte vermutlich nicht einmal Albert Einstein über die Lippen gebracht.<br />
<strong>„Zu teuer“</strong> ist unwahrscheinlich.<br />
<strong>„Ich habe keine Zeit“</strong> kann man vielleicht noch zum eigenen Vorteil regeln.<br />
<strong>„Ich muss es mir noch einmal überlegen“</strong> klingt echt gut. Rasch überlegen und dann anmelden!  <strong>Frau Nicole Hackstock: Tel.: +43 1 51450-3268</strong><br />
Vorsicht: die Anzahl der Plätze ist (wie bei jedem Workshop) begrenzt. Vielleicht sehen wir uns. Ich werde mich freuen.©walterkrammer(wct)</td>
</tr>
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		<title>Nr. 74 &#8211;  Auch 2023 fällt der Wohlstand nicht vom Himmel. Allerdings geht es um mehr!</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-74-auch-2023-faellt-der-wohlstand-nicht-vom-himmel-allerdings-geht-es-um-mehr/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Dec 2022 21:41:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Wir müssen wegkommen von der Prüfungskultur hin zu einer Ermöglichungs- und Willkommenskultur“ oder „Die zu uns kommen wollen und die wir brauchen, sollten wir mit offenen Armen empfangen und mit Respekt“ sind Zitate des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und der Arbeitgeberverbände (DIE PRESSE 27.12.22). Sie beziehen sich darauf mithilfe ausländischer Arbeitskräfte den extremen Mangel deutscher Fachkräfte...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-74-auch-2023-faellt-der-wohlstand-nicht-vom-himmel-allerdings-geht-es-um-mehr/">Nr. 74 &#8211;  Auch 2023 fällt der Wohlstand nicht vom Himmel. Allerdings geht es um mehr!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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<td>
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<td><strong>„Wir müssen wegkommen von der Prüfungskultur hin zu einer Ermöglichungs- und Willkommenskultur“ oder „Die zu uns kommen wollen und die wir brauchen, sollten wir mit offenen Armen empfangen und mit Respekt“ sind Zitate des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und der Arbeitgeberverbände (DIE PRESSE 27.12.22). Sie beziehen sich darauf mithilfe ausländischer Arbeitskräfte den extremen Mangel deutscher Fachkräfte auszugleichen.  </strong></p>
<p>Jedoch, die personellen Kompetenzdefizite in nahezu allen Wirtschaftsbereichen jahrein, jahraus nur mit Konjunktiven zu bekämpfen – was wir sollten, könnten, müssten – hilft in Deutschland genau so wenig wie in anderen entwickelten, derzeit noch führenden, Industriestaaten Europas und der Welt. Engagiertes, zielgerichtetes Handeln wird immer mehr zur unbedingten Notwendigkeit.</p>
<p>Überall dort, wo über das Theoretisieren hinaus Ausbildung und Lernen in den letzten Jahrzehnten in der Praxis nicht ernst genommen wurden, greint man heute um unüberprüfbar „gute Fachleute“ aus fremden Landen. Weil das auf Knopfdruck nicht funktioniert, gelten  die „offenen Arme“ mittlerweile auch für einheimische Interessierte, die als „Quereinsteiger“ maskiert, zwar nicht zur Gänze die fachlichen Voraussetzungen mitbringen, aber wenigstens arbeiten wollen.</p>
<p>Mitte des 20. Jahrhunderts war „Made in Germany“ eine harte Währung in der Welt der Industrie- und gewerblichen Produkte. Das wäre kaum möglich gewesen mit dem Standard an Fachkenntnissen, wie ihn in der Not sogar maßgebende Funktionäre der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerschaft heutzutage für durchaus akzeptabel halten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sicher haben zu dieser Entwicklung verschiedene wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Veränderungen beigetragen.</strong></p>
<p>Der Anteil der erzeugenden, technologiegestützten Wirtschaft verringerte sich im Laufe der Zeit zugunsten des Aufkommens der Dienstleistungsgesellschaft. Die Industrie wanderte zum Teil zu günstigeren Standorten auf anderen Kontinenten ab und jagte damit zugleich den sich dort bildenden Märkten nach.</p>
<p>Dienstleistungsbranchen – damit wir uns nicht falsch verstehen – können auch nicht auf Fachkräfte verzichten. Aber es hat tatsächlich länger gedauert, bis jetzt z.B.  die Gastronomie demonstrativ und für erwartungsfrohe Gäste schmerzhaft, wegen Fachkräftemangels zusätzliche Schließtage einführen muss. Weiterhin andauerndes Improvisieren geht nicht mehr, wenn man den Standard halten will und aus Konkurrenzgründen auch halten muss. <strong> </strong></p>
<p><strong>Oststaaten liefern nicht mehr</strong></p>
<p>Der lange Zeit unerschöpflich scheinende Arbeitskräftepool der ehemaligen Ostblockstaaten versiegt ebenfalls, weil die Wohlstandsdifferenz (nicht zuletzt durch EU-Zuwendungen) geschmolzen ist. Grundsätzlich ist das gut, aber das situationselastische Hin- und Herschieben von willfährigen Nachbarn hat damit halt auch ein Ende. Zusehends sind die Industrieländer auf die eigenen Personalreserven zurückgeworfen.  Diese beinhalten aber leider &#8211; lt. verschiedener Bildungsstudien &#8211; nicht unerhebliche Bevölkerungsanteile, die trotz 9jährigen Schulbesuchs nicht einmal die Mindestqualifikationen aufweisen.</p>
<p>Im Gegensatz zu den deutschen Vereinsmannschaften mit ihren ausländischen Superstars, muss die DFB-Mannschaft auf Kräfte „aus eigener Produktion“ zurückgreifen. Dann allerdings reicht es bei der Fußball-WM eben schon zum 2. Mal nicht für die Finalrunden. Vielleicht macht das nachdenklich?</p>
<p><strong>Was geht das die Handelsagentinnen und Handelsagenten an?</strong></p>
<p>Uns liegt ein standortgesicherter Industriebestand ebenso am Herzen, wie auf der anderen Seite der funktionierende Abnehmerkreis, der je nach Branche unterschiedlich ist. Für den Erfolg des einen wie des anderen Wirtschaftsbereichs sind erstklassige erfahrene Mitarbeiter  von elementarer Bedeutung.</p>
<p>Die Problemstellungen in Wirtschaft und Gesellschaft liegen klar auf der Hand. Sie sind x-fach diskutiert. Man muss sie nicht immer wiederholen. Es ist die p r a k t i s c h e   Lösungskapazität, die offenbar im Argen liegt. Und das nicht nur in  e i n e m  Land der Union.</p>
<p><strong>Politik und Gesellschaft sind gefordert nicht mit spitzfindigen Regelwerken herumzuspielen, Ideologien und Theorien zu drechseln, sondern Handfestes zu liefern. Und zwar permanent. Die Komplexität der Aufgaben kann nicht als Ausrede gelten. </strong></p>
<p>Wenn die westlichen Demokratien in noch verstärkten Verdacht geraten die Grundsatzprobleme ihrer Staaten nicht bewältigen zu können, wird das demokratische System selbst in Zweifel gezogen werden. Die Demokratiegegner der ganzen Welt werden sich bestätigt fühlen und zum Halali blasen. Fest steht: wir haben unsere Hausaufgaben über lange Zeit nicht gemacht.</p>
<p>Jeder muss wissen: es geht nicht nur um Wohlstandssicherung. Um Gendersternchen. Um Fahrradwegmarkierungen.</p>
<p><strong>Es geht um unsere Art zu leben.</strong></p>
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<td>©walterkrammer(wct)</td>
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		<title>Europa und das digitale Analphabetentum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jun 2022 20:32:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser Artikel basiert auf einer Ausgabe des Handelsagenten Spotlight aus dem Februar 2022 &#160; Mit 8 konnten Sie gut lesen, mit 15 Gelesenes sinnvoll erfassen, mit 20 Ihre Gedanken vernünftig zu Papier bringen. Das ermöglichten Ihnen die Kulturtechniken LESEN und SCHREIBEN. Ein Analphabet kann das nicht. Nicht weil er dumm ist. Er hat es einfach...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/europa-und-das-digitale-analphabetentum/">Europa und das digitale Analphabetentum</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h6>Dieser Artikel basiert auf einer Ausgabe des Handelsagenten Spotlight aus dem Februar 2022</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mit 8 konnten Sie gut lesen, mit 15 Gelesenes sinnvoll erfassen, mit 20 Ihre Gedanken vernünftig zu Papier bringen. </strong><strong>Das ermöglichten Ihnen die Kulturtechniken LESEN und SCHREIBEN. </strong><strong>Ein Analphabet kann das nicht.</strong></p>
<p>Nicht weil er dumm ist. Er hat es einfach nicht gelernt. Und jetzt stellen Sie sich alles vor, was Sie nicht hätten bewältigen, nicht hätten erreichen, an dem Sie nicht hätten teilnehmen können, von dem Sie ausgeschlossen worden wären &#8211; wegen Ihrer mehr oder minder großen Mängel in zentralsten Funktionen menschlicher Kommunikation. Die man nicht nur täglich ganz selbstverständlich nützt, sondern z.B. ebenso für den Umgang mit Behörden zwingend braucht.<br />
Zugegeben, man hört nie, dass Menschen, die des Lesens und Schreibens unkundig sind, deswegen ihr Leben nicht führen können. Sie haben einen Job, der sie diesbezüglich möglichst nicht in Schwierigkeiten bringt, manche leiten sogar ihr kleines Unternehmen. Sie bringen sich durch. Zur Zeit Gutenbergs und seiner neuen Druckmaschine gab es viele, die mit diesem Manko lebten. Karrierefördernd war es schon damals nicht.</p>
<p><strong>Mit meinen digitalen Fähigkeiten geht es mir so ähnlich.</strong><br />
Die nebenher gestellte Frage &#8222;Geben Sie mir Ihre Emailadresse?&#8220; ist kein Problem für mich. Klarerweise besitze ich einen Laptop und bin im Internet. Den Digi-Rest erledigt mein Handy. Der Rechner hat sich bisher als Schreibmaschine bewährt und Excel stellt meine Tabellen zusammen. Ich weiß in Wirklichkeit nicht, wie das alles funktioniert.<br />
Dass mich Banken, Versicherungen, Stromlieferanten etc., aber auch Behörden in ein unpersönliches Digitalsystem zwingen, nervt mich. Ich will Kontakt zu Menschen haben, nicht zu einer übermächtigen Maschinerie.</p>
<p><strong>So tümple ich also dahin am Rande des digitalen Analphabetentums. </strong><strong>Für die Bewältigung einer totalen digitalen Herausforderung reicht das nicht.</strong></p>
<p>Am 19.2.22  schrieb <strong>Stefan Thurner, Prof. für die Wissenschaft komplexer Systeme</strong> an der MedUni Wien, in einem bemerkenswerten Artikel in der Tageszeitung DIEPRESSE: <strong>&#8222;Digitaler Analphabetismus grenzt aus, genauso wie analoger. </strong><strong>Schon jetzt fühlen sich viele nicht mehr &#8222;abgeholt&#8220;. </strong>Und weiter, dass <strong>in Bälde die digitale Welt die reale Welt sein wird.</strong></p>
<p>Die herrschenden Gesetzmäßigkeiten werden im globalen Umfang nur mehr diesem Prinzip folgen, weil es niemandem, keiner Wirtschaft, keiner Gesellschaft, keinem Staat und keinem Individuum gelingen wird, sich der Entwicklung zu entziehen. Was sind die Konsequenzen? Schon der Kampf gegen den Klimawandel ist ein globaler und digitaler.<br />
Wissenschaft und Forschung, Technik, Künstliche Intelligenz, Medizin, Kommunikation, Militär, Weltwirtschaft, Nahrungsmittelerzeugung ……..?</p>
<p><strong>Die Digitalisierung wird sich von einer Technik mit Selbstverständlichkeit zur Grundlage eines Lebensstils entwickeln. </strong><strong>Wie gut wird Europa Schritt halten können? Wie sehr wird die heute 3. und 4. Welt zurückgeworfen werden?</strong></p>
<p>Wenn man den Gedanken zu Ende führt, erkennt man, was diese Revolution brauchen wird: wissende Menschen, Anstrengungen mit an der Spitze zu bleiben, ein neues gesellschaftliches Bewusstsein und ein völlig reformiertes Bildungssystem, sowie gewaltige Investitionen nicht nur des Staates, sondern auch aus dem privaten Sektor. Kleine Länder, kleine Unternehmen stehen vor gewaltigen Herausforderungen. Wer sich nicht aktiv anpasst, wird abgeworfen werden. Ein Experte hat meine Vermutung verneint, dass im Gegensatz zu den Alten die heute 15 &#8211; 25jährigen als sogenannte <strong>digital natives</strong> die Digitalisierung gleichsam in ihrer DNA hätten. Ihnen drohe mehr Gefahr, weil die bevorstehende Berufstätigkeit den perfekten Umgang mit dieser Technik mit Unerbittlichkeit fordern werde. Die Bildungs- und Ausbildungsschere werde sich deutlich öffnen. Neue Eliten werden sich bilden und an die Führungspositionen drängen.<br />
Die Schwerpunkte und Früchte der industriellen Revolution, die Europa 200 Jahre lang an der Spitze hielten, drohen ihre Bedeutung zu verlieren. Der Fokus der Big Player liegt auf Amerika und Asien, während die Kommissionspräsidentin von einem autarken Europa träumt. Im Moment sieht es nicht so aus, als könnte bzw. wollte jemand diese Strömung stoppen.</p>
<p><strong>Corona deckte bei home learning  und home office bestehende Defizite auf.</strong></p>
<p>Nach meiner Überzeugung wird jeder, ausgenommen jene, die schon tief im Seniorat stecken, die Digitalisierung total verinnerlichen müssen, weil es keinen Winkel ihres Lebens geben wird, in dem man ohne digitale Fähigkeiten und das dazu gehörenden Bewusstsein zurecht kommen kann. Aber nicht als passiver Konsument einer Lebensumgebung, die ohne eigenes  Zutun zurechtgezimmert wurde. Sondern als ständig aufmerksam Lernender, der seinen Platz in dieser neuen Welt, (ob einer schönen, weiß man nicht) suchen und finden muss. Wie viele werden das können?</p>
<p>© walter krammer (wct)</p>
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		<title>Nr. 45 &#8211;  Analphabet in einer digitalen Welt</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-45-analphabet-in-einer-digitalen-welt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2022 22:01:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
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		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Mit 8 konnten Sie gut lesen, mit 15 Gelesenes sinnvoll erfassen, mit 20 Ihre Gedanken vernünftig zu Papier bringen. Das ermöglichten Ihnen die Kulturtechniken LESEN und SCHREIBEN. Ein Analphabet kann das nicht. Nicht weil er dumm ist. Er hat es einfach nicht gelernt. Und jetzt stellen Sie sich alles vor, was Sie nicht hätten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-45-analphabet-in-einer-digitalen-welt/">Nr. 45 &#8211;  Analphabet in einer digitalen Welt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/05/Handelsagenten-Spotlight.jpg" alt="Handelsagenten Spotlight" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mit 8 konnten Sie gut lesen, mit 15 Gelesenes sinnvoll erfassen, mit 20 Ihre Gedanken vernünftig zu Papier bringen. </strong><strong>Das ermöglichten Ihnen die Kulturtechniken LESEN und SCHREIBEN.</strong></p>
<p>Ein Analphabet kann das nicht. Nicht weil er dumm ist. Er hat es einfach nicht gelernt. Und jetzt stellen Sie sich alles vor, was Sie nicht hätten bewältigen, nicht hätten erreichen, an dem Sie nicht hätten teilnehmen können, von dem Sie ausgeschlossen worden wären &#8211; wegen Ihrer mehr oder minder großen Mängel in zentralsten Funktionen menschlicher Kommunikation, die man nicht nur täglich ganz selbstverständlich nützt, sondern z.B. ebenso für den Umgang mit Behörden zwingend braucht.<br />
Zugegeben, man hört nie, dass Menschen, die des Lesens und Schreibens unkundig sind, deswegen ihr Leben nicht führen können. Sie haben einen Job, der sie diesbezüglich möglichst nicht in Schwierigkeiten bringt, manche leiten sogar ihr kleines Unternehmen. Sie bringen sich durch. Zur Zeit Gutenbergs und seiner neuen Druckmaschine gab es viele, die mit diesem Manko lebten. Karrierefördernd war es schon damals nicht.</p>
<p><strong>Mit meinen digitalen Fähigkeiten geht es mir so ähnlich.</strong></p>
<p>Die nebenher gestellte Frage &#8222;Geben Sie mir Ihre Mailadresse?&#8220; ist kein Problem für mich. Klarerweise besitze ich einen Laptop und bin im Internet. Den Digi-Rest erledigt mein Handy. Der Rechner hat sich bisher als Schreibmaschine bewährt und Excel stellt meine Tabellen zusammen. Ich weiß in Wirklichkeit nicht, wie das Ding funktioniert.<br />
Dass mich Banken, Versicherungen, Stromlieferanten etc., aber auch Behörden in ein unpersönliches Digitalsystem zwingen, nervt mich. Ich will Kontakt zu Menschen haben, nicht zu einer übermächtigen Maschinerie.</p>
<p><strong>So tümple ich also dahin am Rande des digitalen Analphabetentums. </strong><strong>Für die totale digitale Herausforderung reicht das nicht.</strong></p>
<p>Am 19.2. schrieb Stefan Thurner, Prof. für die Wissenschaft komplexer Systeme an der MedUni Wien, in einem bemerkenswerten Artikel in der Tageszeitung DIEPRESSE:</p>
<p><strong>&#8222;Digitaler Analphabetismus grenzt aus, genauso wie analoger. </strong><strong>Schon jetzt fühlen sich viele nicht mehr &#8222;abgeholt&#8220;.</strong></p>
<p>Und weiter, dass <strong>in Bälde die digitale Welt die reale Welt sein wird.</strong> Die herrschenden Gesetzmäßigkeiten werden im globalen Umfang nur mehr diesem Prinzip folgen, weil es niemandem, keiner Wirtschaft, keiner Gesellschaft, keinem Staat und keinem Individuum gelingen wird, sich dieser Entwicklung zu entziehen.</p>
<p>Was sind die Konsequenzen? Schon der Kampf gegen den Klimawandel ist ein globaler und digitaler.<br />
Wissenschaft und Forschung, Technik, Künstliche Intelligenz, Medizin, Kommunikation, Militär, Weltwirtschaft, Nahrungsmittelerzeugung ……..?<br />
<strong>Die Digitalisierung wird sich von einer Technik zu einer Haltung, zu einem Lebensstil entwickeln.</strong> Das mag einem gefallen oder nicht.</p>
<p><strong>Wie gut wird Europa Schritt halten können?</strong></p>
<p>Wenn man den Gedanken zu Ende führt, erkennt man, was diese Revolution brauchen wird: wissende Menschen, Anstrengungen mit an der Spitze zu bleiben, ein neues gesellschaftliches Bewusstsein und ein völlig reformiertes Bildungssystem, sowie gewaltige Investitionen nicht nur des Staates, sondern auch aus dem privaten Sektor. Kleine Länder, kleine Unternehmen stehen vor gewaltigen Herausforderungen.<br />
Die Schwerpunkte und Früchte der industriellen Revolution, die Europa 200 Jahre lang an der Spitze hielten, drohen ihre Bedeutung zu verlieren. Der Fokus der Big Player liegt auf Amerika und Asien, während die Kommissionspräsidentin von einem autarken Europa träumt. Im Moment sieht es nicht so aus, als könnte jemand diese Strömung stoppen.</p>
<p>Nach meiner Überzeugung wird jeder (ausgenommen jene, die schon tief im Seniorat stecken), die Digitalisierung verinnerlichen müssen. Aber nicht als passiver Konsument einer Lebensumgebung, die ohne sein Zutun zurechtgezimmert wurde. <strong>Sondern als ständig aufmerksam Lernender, der seinen Platz in dieser neuen Welt, (ob einer schönen, weiß man nicht) suchen und finden muss.</strong></p>
<p>© walter krammer (wct)</p>
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