<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Demokratie Archive &#8226; Wordcraft</title>
	<atom:link href="https://www.wordcraft.at/tag/demokratie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link></link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 Mar 2023 16:01:55 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.1</generator>

<image>
	<url>https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/04/wordcraft-icon-bg-1-150x150.png</url>
	<title>Demokratie Archive &#8226; Wordcraft</title>
	<link></link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Nr. 78 &#8211; Leistung steht zur Diskussion</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-78-leistung-steht-zur-diskussion/</link>
					<comments>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-78-leistung-steht-zur-diskussion/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2023 13:33:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Anwesenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Leistung]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[ökosozial]]></category>
		<category><![CDATA[Pension]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Work-Life-Balance]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.wordcraft.at/?p=2652</guid>

					<description><![CDATA[<p>Einerseits wird von der Leistungsgesellschaft gesprochen, andererseits die Verteilungsgerechtigkeit gefordert. Sogar das bedingungslose Grundeinkommen sehen manche als mögliche Basis für das wirtschaftliche Überleben der Bevölkerung. Für andere spiegelt die Work-Life-Balance die Sehnsucht nach einem Freizeitleben nach eigener Vorstellung wider, allerdings mit geringerem Engagement im Wirtschafts- und Arbeitsleben. Die Personalbüros berichten über den Wunsch der Jobbewerber...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-78-leistung-steht-zur-diskussion/">Nr. 78 &#8211; Leistung steht zur Diskussion</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einerseits wird von der Leistungsgesellschaft gesprochen, andererseits die Verteilungsgerechtigkeit gefordert. Sogar das bedingungslose Grundeinkommen sehen manche als mögliche Basis für das wirtschaftliche Überleben der Bevölkerung. Für andere spiegelt die Work-Life-Balance die Sehnsucht nach einem Freizeitleben nach eigener Vorstellung wider, allerdings mit geringerem Engagement im Wirtschafts- und Arbeitsleben. Die Personalbüros berichten über den Wunsch der Jobbewerber nach 20- und 25-Stundenjobs (pro Woche). Dieser kommt keineswegs nur von kinderbetreuenden Frauen.</p>
<p>In einem KURIER-Interview Anfang Februar ließ Attila Dogudan (DO&amp;CO) hingegen bezüglich Österreich aufhorchen: „Leistung hat bei uns sehr oft den negativen Touch, dass zu viel verlangt wird. Ich mag den Begriff Work-Life-Balance gar nicht. Heißt das Life ist gut und Work ist schlecht?“</p>
<p><strong>Leistungsgesellschaft</strong></p>
<p>hat bei Wikipedia folgenden Eintrag: “ … ist die Modellvorstellung einer Gesellschaft, in welcher die Verteilung angestrebter Güter wie Macht, Einkommen, Prestige und Vermögen entsprechend der (besonderen) Leistung erfolgt, die jedem Gesellschaftsmitglied jeweils zugerechnet wird“. Das angestrebte Leistungsbewusstsein wird natürlich nicht nur von Managern gefordert. Wer nach beruflichem Aufstieg strebt, kann es sich am Arbeitsplatz nicht gemütlich machen.</p>
<p><strong>Es verschwimmt der Maßstab für Leistung.</strong></p>
<p>Ein über Jahrzehnte anhaltender Produktivitätszuwachs wurde den in Beschäftigung Stehenden über einen längeren Zeitraum teils mit Gehaltssteigerungen teils durch Arbeitszeitverkürzungen abgegolten. Das sollte aber nicht zu der Ansicht verleiten, dass Anwesenheitszeit die Maßeinheit für Leistung darstellt. Wenn Sie in Ihrem Arbeitszimmer nicht Ihren Berufsaufgaben nachgehen, sondern den neu erworbenen Roman lesen, in der Küche nicht kochen, sondern fernsehen, draußen statt der Gartenarbeit ein Sonnenbad erledigen, dann sind Sie zwar anwesend, aber Sie erbringen keine Leistung.</p>
<p><strong>Leistung bedeutet eine gestellte Aufgabe zu erledigen,                                                                            </strong>ein gestelltes Ziel teilweise oder vollständig zu erreichen. Und das innerhalb eines festgelegten Zeitraums. (Der Babysitter, der durch bloße Anwesenheit die Sicherheit der schlafenden Kinder gewährleisten soll, ist wohl ein Grenzfall). Mit fortschreitender Homeofficebegeisterung erscheint es daher nur logisch, dass sich die Bezahlung in Zukunft vermutlich (wie z.B. jetzt schon bei Handelsagenten üblich) nach Maßgabe erfolgter Leistung und nicht nach einer schwer kontrollierbaren Anwesenheit richten wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mit dem Thema Bezahlung sind wir auch schon bei der Lebensplanung angelangt,</strong></p>
<p>die häufig übersehen wird. Dass nämlich eine individuell verkürzte Arbeitszeit ihre Auswirkung auf die Bezahlung, die jeweilige spätere Pension und (wie von Min. Kocher ins Spiel gebracht) die Transferzahlungen haben kann und wird. Im Alter von der Mindestpension zu leben kann nicht das Ergebnis einer vorsätzlichen Lebensplanung sein.</p>
<p>Wie wir wissen, gibt es verschiedene ideologisch untermauerte Gesellschaftsmodelle, die einerseits dem Staat, andererseits dem Einzelnen entscheidenden Einfluss zubilligen, sowie kleinere oder größere Rechte und Pflichten zuordnen. Das Urteil darüber, ob man sich auf den Staat oder lieber auf sich selbst verlassen will, hängt häufig von der jeweiligen Wirtschaftslage ab und davon, wie unabhängig man sein will. Der Schutz der Umwelt, der universellen Menschenrechte und einer stets wirksamen Verteilungsgerechtigkeit stehen in Sonntagsreden immer ganz oben, die tatsächliche Umsetzung bringt die westlichen Demokratien regelmäßig in Bedrängnis.</p>
<p><strong>Österreich</strong></p>
<p>In unserer ökosozialen Marktwirtschaft besteht zwangsläufig eine Abhängigkeit zwischen der Leistung des Einzelnen und dem, was man vom Staat und seinen Einrichtungen erwarten kann.  Wobei ein ausgeklügeltes Sozialsystem so weit wie möglich Aspekte der Leistungsfähigkeit berücksichtigen sollte.</p>
<p>Damit kein falscher Eindruck entsteht, sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass eine erfolgreiche Erbringung der geforderten Arbeitsleistung selbstverständlich auch eng mit den Arbeitsbedingungen zusammenhängt.</p>
<p><strong>Was ist nun das Resümee aus dem Ganzen?</strong></p>
<p>Alle angeführten Punkte hängen mehr oder minder eng zusammen. Sie sind zugleich Voraussetzung und Folge. Die liberale Demokratie, wie wir sie in Österreich leben, findet mehrheitlich Zustimmung. Zumindest soweit sie die jeweils eigene Position nicht in Frage stellt. Über 70 Jahre haben wir damit Frieden und wirtschaftlichen Aufstieg erlebt.</p>
<p>Die Machtkämpfe der Großmächte, Kriege, die Sorge um das Klima der Erde, ungezähmte Migration beunruhigen uns. Mit Globalisierung und Digitalisierung kommen wir noch immer nicht gut zurande.</p>
<p>Die unerfreuliche Botschaft ist, dass unsere persönlichen Anstrengungen und die unseres Staatsgebildes, sowie der EU in der Zukunft zwangsläufig werden steigen müssen. Unsere Loyalität, vorausschauendes Planen und das gemeinsame Zupacken sind unerlässlich.</p>
<p>Das Sich-zurücklehnen, die Erwartung andere würden unsere Aufgaben übernehmen, das Pochen auf historisch begründete, angestammte Rechte, geistiges Pausieren etc. sind kein Rezept für die Zukunft.</p>
<p><strong>Die unangenehme Wahrheit lautet nämlich: Wohlstand und Leistung sind Zwillinge</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-78-leistung-steht-zur-diskussion/">Nr. 78 &#8211; Leistung steht zur Diskussion</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-78-leistung-steht-zur-diskussion/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nr. 74 &#8211;  Auch 2023 fällt der Wohlstand nicht vom Himmel. Allerdings geht es um mehr!</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-74-auch-2023-faellt-der-wohlstand-nicht-vom-himmel-allerdings-geht-es-um-mehr/</link>
					<comments>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-74-auch-2023-faellt-der-wohlstand-nicht-vom-himmel-allerdings-geht-es-um-mehr/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Dec 2022 21:41:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräftemangel]]></category>
		<category><![CDATA[Handelsagent]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[politisches Personal]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.wordcraft.at/?p=2619</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Wir müssen wegkommen von der Prüfungskultur hin zu einer Ermöglichungs- und Willkommenskultur“ oder „Die zu uns kommen wollen und die wir brauchen, sollten wir mit offenen Armen empfangen und mit Respekt“ sind Zitate des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und der Arbeitgeberverbände (DIE PRESSE 27.12.22). Sie beziehen sich darauf mithilfe ausländischer Arbeitskräfte den extremen Mangel deutscher Fachkräfte...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-74-auch-2023-faellt-der-wohlstand-nicht-vom-himmel-allerdings-geht-es-um-mehr/">Nr. 74 &#8211;  Auch 2023 fällt der Wohlstand nicht vom Himmel. Allerdings geht es um mehr!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table style="height: 3025px;" width="934">
<tbody>
<tr>
<td>
<table width="600">
<tbody>
<tr>
<td width="600">
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>„Wir müssen wegkommen von der Prüfungskultur hin zu einer Ermöglichungs- und Willkommenskultur“ oder „Die zu uns kommen wollen und die wir brauchen, sollten wir mit offenen Armen empfangen und mit Respekt“ sind Zitate des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und der Arbeitgeberverbände (DIE PRESSE 27.12.22). Sie beziehen sich darauf mithilfe ausländischer Arbeitskräfte den extremen Mangel deutscher Fachkräfte auszugleichen.  </strong></p>
<p>Jedoch, die personellen Kompetenzdefizite in nahezu allen Wirtschaftsbereichen jahrein, jahraus nur mit Konjunktiven zu bekämpfen – was wir sollten, könnten, müssten – hilft in Deutschland genau so wenig wie in anderen entwickelten, derzeit noch führenden, Industriestaaten Europas und der Welt. Engagiertes, zielgerichtetes Handeln wird immer mehr zur unbedingten Notwendigkeit.</p>
<p>Überall dort, wo über das Theoretisieren hinaus Ausbildung und Lernen in den letzten Jahrzehnten in der Praxis nicht ernst genommen wurden, greint man heute um unüberprüfbar „gute Fachleute“ aus fremden Landen. Weil das auf Knopfdruck nicht funktioniert, gelten  die „offenen Arme“ mittlerweile auch für einheimische Interessierte, die als „Quereinsteiger“ maskiert, zwar nicht zur Gänze die fachlichen Voraussetzungen mitbringen, aber wenigstens arbeiten wollen.</p>
<p>Mitte des 20. Jahrhunderts war „Made in Germany“ eine harte Währung in der Welt der Industrie- und gewerblichen Produkte. Das wäre kaum möglich gewesen mit dem Standard an Fachkenntnissen, wie ihn in der Not sogar maßgebende Funktionäre der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerschaft heutzutage für durchaus akzeptabel halten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sicher haben zu dieser Entwicklung verschiedene wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Veränderungen beigetragen.</strong></p>
<p>Der Anteil der erzeugenden, technologiegestützten Wirtschaft verringerte sich im Laufe der Zeit zugunsten des Aufkommens der Dienstleistungsgesellschaft. Die Industrie wanderte zum Teil zu günstigeren Standorten auf anderen Kontinenten ab und jagte damit zugleich den sich dort bildenden Märkten nach.</p>
<p>Dienstleistungsbranchen – damit wir uns nicht falsch verstehen – können auch nicht auf Fachkräfte verzichten. Aber es hat tatsächlich länger gedauert, bis jetzt z.B.  die Gastronomie demonstrativ und für erwartungsfrohe Gäste schmerzhaft, wegen Fachkräftemangels zusätzliche Schließtage einführen muss. Weiterhin andauerndes Improvisieren geht nicht mehr, wenn man den Standard halten will und aus Konkurrenzgründen auch halten muss. <strong> </strong></p>
<p><strong>Oststaaten liefern nicht mehr</strong></p>
<p>Der lange Zeit unerschöpflich scheinende Arbeitskräftepool der ehemaligen Ostblockstaaten versiegt ebenfalls, weil die Wohlstandsdifferenz (nicht zuletzt durch EU-Zuwendungen) geschmolzen ist. Grundsätzlich ist das gut, aber das situationselastische Hin- und Herschieben von willfährigen Nachbarn hat damit halt auch ein Ende. Zusehends sind die Industrieländer auf die eigenen Personalreserven zurückgeworfen.  Diese beinhalten aber leider &#8211; lt. verschiedener Bildungsstudien &#8211; nicht unerhebliche Bevölkerungsanteile, die trotz 9jährigen Schulbesuchs nicht einmal die Mindestqualifikationen aufweisen.</p>
<p>Im Gegensatz zu den deutschen Vereinsmannschaften mit ihren ausländischen Superstars, muss die DFB-Mannschaft auf Kräfte „aus eigener Produktion“ zurückgreifen. Dann allerdings reicht es bei der Fußball-WM eben schon zum 2. Mal nicht für die Finalrunden. Vielleicht macht das nachdenklich?</p>
<p><strong>Was geht das die Handelsagentinnen und Handelsagenten an?</strong></p>
<p>Uns liegt ein standortgesicherter Industriebestand ebenso am Herzen, wie auf der anderen Seite der funktionierende Abnehmerkreis, der je nach Branche unterschiedlich ist. Für den Erfolg des einen wie des anderen Wirtschaftsbereichs sind erstklassige erfahrene Mitarbeiter  von elementarer Bedeutung.</p>
<p>Die Problemstellungen in Wirtschaft und Gesellschaft liegen klar auf der Hand. Sie sind x-fach diskutiert. Man muss sie nicht immer wiederholen. Es ist die p r a k t i s c h e   Lösungskapazität, die offenbar im Argen liegt. Und das nicht nur in  e i n e m  Land der Union.</p>
<p><strong>Politik und Gesellschaft sind gefordert nicht mit spitzfindigen Regelwerken herumzuspielen, Ideologien und Theorien zu drechseln, sondern Handfestes zu liefern. Und zwar permanent. Die Komplexität der Aufgaben kann nicht als Ausrede gelten. </strong></p>
<p>Wenn die westlichen Demokratien in noch verstärkten Verdacht geraten die Grundsatzprobleme ihrer Staaten nicht bewältigen zu können, wird das demokratische System selbst in Zweifel gezogen werden. Die Demokratiegegner der ganzen Welt werden sich bestätigt fühlen und zum Halali blasen. Fest steht: wir haben unsere Hausaufgaben über lange Zeit nicht gemacht.</p>
<p>Jeder muss wissen: es geht nicht nur um Wohlstandssicherung. Um Gendersternchen. Um Fahrradwegmarkierungen.</p>
<p><strong>Es geht um unsere Art zu leben.</strong></p>
<table width="600">
<tbody>
<tr>
<td width="600">
<table>
<tbody>
<tr>
<td>©walterkrammer(wct)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td data-name="Container styles"></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-74-auch-2023-faellt-der-wohlstand-nicht-vom-himmel-allerdings-geht-es-um-mehr/">Nr. 74 &#8211;  Auch 2023 fällt der Wohlstand nicht vom Himmel. Allerdings geht es um mehr!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-74-auch-2023-faellt-der-wohlstand-nicht-vom-himmel-allerdings-geht-es-um-mehr/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erboste Bürger. Und weswegen?</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/erboste-buerger-und-weswegen/</link>
					<comments>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/erboste-buerger-und-weswegen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2022 20:14:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Energiebedarf]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[politisches Personal]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.wordcraft.at/?p=2571</guid>

					<description><![CDATA[<p>Laut Umfragen ist die Hälfte der österreichischen Bevölkerung mit der politischen Landschaft, insbesondere mit der Regierung unzufrieden. Ein harter Kern der Unzufriedenen ist „richtig angefressen“ Die verantwortlichen Politiker wehren sich mit einer Liste, die etwa so aussieht: Geerbte Probleme / Beispiellose Krisenfolge ohne Ende (Finanzkrise, Migrationsbewegungen, Corona, Ukrainekrieg) / Externe Herausforderungen, die Österreich entweder gar...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/erboste-buerger-und-weswegen/">Erboste Bürger. Und weswegen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Laut Umfragen ist die Hälfte der österreichischen Bevölkerung mit der politischen Landschaft, insbesondere mit der Regierung unzufrieden. Ein harter Kern der Unzufriedenen ist „richtig angefressen“</p>
<p><strong>Die verantwortlichen Politiker wehren sich mit einer Liste, die etwa so aussieht:</strong></p>
<p><strong>Geerbte Probleme / Beispiellose Krisenfolge ohne Ende (Finanzkrise, Migrationsbewegungen, Corona, Ukrainekrieg) / Externe Herausforderungen, die Österreich entweder gar nicht oder keinesfalls allein lösen kann / Mangelnde Ressourcen / Zu geringe Zeitspanne, die für einzelne Problemlösungen zur Verfügung steht / Mangelnde Kompromissbereitschaft der maßgeblichen gesellschaftlichen Gruppierungen / Schwindende Loyalität zum Staat und seinen Einrichtungen / In anderen Ländern ist es auch nicht besser.</strong></p>
<p>Bei den Bürgern kommt es aber als Konglomerat aus mangelnder Problemlösungskapazität, persönlicher Betroffenheit und verwirrender, diffuser Information aus allen möglichen Quellen an. Das ergibt ein raues, kritisches Explosivgemisch, mit dem die „Eliten“ zu kämpfen haben. Dazu gesellt sich in letzter Zeit der Zweifel, ob überhaupt für das politische Management  noch das Volk im Mittelpunkt steht, von dem lt. Verfassung die Macht ausgeht.</p>
<p><strong>Die Wähler unserer Zeit wollen nicht machterhaltende Abstimmungsmaschine sein, sie erwarten von den Volksvertretern schlichtweg EMPATHIE und die Schaffung von Rahmenbedingungen für ein gerechtes, würdevolles und erfüllendes Leben. Wer das nicht in den Mittelpunkt seiner politischen Tätigkeit stellen will oder kann, muss die Bühne verlassen. Ist das zu viel verlangt?</strong></p>
<p><strong>Was schafft nun hauptsächliches Unbehagen? Was wirft „man“ der politischen Elite aller Couleurs vor?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 1 </strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Zu wenig Vorausblick erzeugt, wenn es ernst wird, einen kaum zu bewältigenden Termindruck </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Klimawandel</strong></p>
<p>„Grenzen des Wachstums“ veröffentlichte der Club of Rome bereits 1972. 1979 konstituierten sich in Deutschland die „Urgrünen“ und sackten gleich 3% bei den Europawahlen ein. 4 Jahrzehnte reagierten durch Taten weder Politik noch das Volk.</p>
<p>Heute brennt der Hut. Energie, die aus der Erde gebuddelt werden muss, ist geächtet. Sie muss jetzt von einem Tag auf den anderen regenerierbar sein. Die Lieblingsform ist Elektrizität. Und zwar für alles. Das lässige Dahindösen in den letzten Jahren wird abgestraft. Eine Atempause bieten noch „green washed“ Atomenergie und Steinkohle.  Aber jeder erkennt die Schummelei aus einer Notlage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Abhängigkeiten und mangelnder Vorrat</strong></p>
<p>Energie für Produktion und private Bequemlichkeiten war – aus heutiger Sicht &#8211; immer billig und in Mengen verfügbar. Der Öl-Aufstand der OPEC in den 70er-Jahren wurde durch Dauerbevorratung abgeschmettert.</p>
<p>Billiges Gas aus Russland ließ die europäischen Industriestaaten und deren Margen florieren. Seit der freundliche Kaufherr im Kreml sich zu einem brutalen Kriegsherrn verwandelte, sucht man die Schuldigen für die allgemein offensichtliche Abhängigkeit. Das ist schon verwegen. Wer hätte es denn politisch überlebt, die Bevölkerung mit dem x-fach teureren Gas aus Norwegen zu versorgen? Und zwar mit dem Argument der damit erkauften Unabhängigkeit von Russland?</p>
<p>„ Krisen offenbaren eben Schwächen“ wiegelt der deutsche Vizekanzler Habeck ab.</p>
<p>Beim Staatsvolk kommt das gar nicht gut an. Weil „wozu halten wir uns denn das ganze Berater- und Beamtengewusel und die Politikergarde um teures Geld, wenn sie erst auf diese Weise auf die Schwachstellen unseres Staates stoßen?“ Zu erkennen, dass eine Abhängigkeit, gleichgültig von wem, ein Risikofaktor ist – dazu brauche man keine Matura.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Migration</strong></p>
<p>Auch wenn es verschiedentlich anders dargestellt wird, haben die europäischen Länder ad hoc keinen Einfluss auf den bestehenden Migrationsdruck aus der ganzen Welt. Wenn 100 Millionen Afrikaner sich auf den Weg machen wollen, werden kurzfristig die europäischen Staatskanzleien an diesem Wunsch, der vielfältige Ursachen hat, nichts ändern können. Zäune errichten, das war’s dann!</p>
<p>Am liebsten würde man in der EU die Einwanderer handverlesen aussuchen, die aus demografischen Gründen eine Notwendigkeit sind. Tatsächlich tut sich die Behörde schon schwer diese von den Flüchtlingen zu unterscheiden.</p>
<p>Die europaweite Ratlosigkeit ist offensichtlich. Ebenso das Fehlen des gemeinsamen unbeugsamen Willens, für Europa eine tatsächlich umsetzbare, humane Vorgangsweise zu schaffen.</p>
<p>Das Problem wird also weiterbestehen und so manche europäische Regierung aus dem Amt jagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 2  (dem „Pater“ Habeck in Deutschland durch demütiges Gehabe begegnen will)</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Schlechte Kommunikation</strong></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Die Bürger kennen sich nicht aus</strong></p>
<p>Einfach ausgedrückt, reden diejenigen auch in der Öffentlichkeit kunterbunt durcheinander, von denen man verständliche und vor allem zuverlässige Erklärungen erwartet (Politik, Wissenschaft, Interessenvertreter).</p>
<p>Man weiß nicht, ist die Lage so bedrohlich wie sie dargestellt wird, oder nicht?</p>
<p>Trifft irgendjemand Vorkehrungen oder muss man das selbst tun? Sind die Maßnahmen und die damit verbundenen Einschränkungen überschießend oder vielleicht doch die letzte Rettung?</p>
<p>Unverhofft schützt man Deutschland vor radioaktiver Verstrahlung durch sofortiges Abschalten der meisten Atomkraftwerke, nicht viel später verleiht ihnen Brüssel das grüne Pickerl.</p>
<p>Die in Pension geschickten Kohlearbeiter horchen auf, weil der Pfui-Aspekt der Kohle plötzlich nur mehr für Braunkohle gilt. Steinkohle hingegen? Sauberer geht’s nicht!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Szenenwechsel Pandemie:</p>
<p>sind die „Demagogiesyndikate“ der Impfgegner rehabilitiert, weil nach Erreichung hochprozentiger Geimpftenzahlen schamhaft verbreitet wird, dass die Impfungen nur ein Wahrscheinlichkeitsschutz sind?</p>
<p>Ist der 4. Stich empfehlenswert oder nicht? Nicht unter 5 Jahren, nicht vor 6 Monaten nach der Erkrankung, nur die Vulnerablen, diese aber auch nach 4 Monaten und die 60+ nur, wenn sie keine Vorerkrankungen haben. Der Impfstoff muss von derselben Pharma-Firma stammen. Nein, Kreuzimpfungen sind wirkungsvoller.</p>
<p>Genialer Schluss aus dem Gesundheitsministerium: &#8222;Das muss jeder selbst entscheiden.&#8220;</p>
<p>Kurzum, wer hat da welchen „Stich“?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 3</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Fehlen prioritärer Ziele und der dazu gehörenden Planung und Fristsetzung</strong></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Erweckungserlebnisse</strong></p>
<p>Es vergeht kaum eine Woche ohne Pressekonferenz, auf der nicht ein Minister oder eine Ministerin freudestrahlend und mit einem Schuss Eigenlob brandneue Initiativen ankündigt. Förmlich ein Erweckungsblitz muss hier eingeschlagen haben.  Denn leider ruhen die der Lösung harrenden Probleme seit vielen Jahren in eben diesem Ministerium. Öffentliche Forderungen, die Minister oder Ministerin an sich selbst richten, sind wenig populär. Journalistenfragen nach dem Zeitpunkt der Umsetzung bleiben mit Rücksicht auf die kolossalen Schwierigkeiten unbeantwortet.</p>
<p>Weniger ankündigen, mehr erledigen – das würde die Menschen freuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was wäre es mit einer ständig aktualisierten staatlicher To-Do-Liste?</strong></p>
<p>Die Bürger erwarten, dass die Politik das Land nicht nur verwaltet.</p>
<p>In der heutigen Zeit muss es eine Webseite des Bundeskanzleramts mit den definierten <strong>Staatszielen</strong>, den definierten <strong>Umsetzungsschritten,</strong> den entsprechenden <strong>Fristsetzungen</strong> und den dafür geplanten <strong>Ausgaben</strong> geben. Das alles <strong>geordnet nach den Ministerien</strong>, die die Führungsverantwortung für die jeweiligen Themen haben. Zu dieser Webseite die Verpflichtung des <strong>Rechnungshofs</strong> dem Parlament regelmäßig Bericht zu erstatten.</p>
<p>Dazu gehört auch in geeigneter Weise die Darstellung, wo wir als Staat in der Umsetzung stehen (keine wolkigen Erklärungen, sondern Fakten). Dasselbe gilt selbstverständlich für die Bereiche der jeweiligen Landesregierungen.</p>
<p>Auf diese Weise würde man auch erfahren, was n i c h t zu den Zielen zählt, an denen gearbeitet wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 4</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Das Wohl des Staates rangiert hinter dem Eigeninteresse der Parteien</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Endlose Debatten dominieren TV, soziale Medien und Printorgane, welche Folgen wohl dieses oder jenes Vorkommnis in wirtschaftlicher bzw. politischer Hinsicht habe. Mit Erbitterung stellt dann der Bürger fest, dass im Vordergrund nur das Ranking im Machtspiel der Parteien steht, kaum das Wohl der Staatsbürger/ Steuerzahler.</p>
<p>Die Lösung wichtiger Probleme lässt vermutlich auf sich warten, weil Generalsekretäre und Spindoktoren der gerade federführenden Parteien ständig in Sorge um die alles entscheidenden Umfragewerte sind.</p>
<p>Als Staat brauchen wir aber Führung durch den Problemdschungel und nicht Poseure auf dem Boulevard, die damit auch noch Beliebtheitspunkte kassieren.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 5</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Polarisierung durch Werte</strong></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Man kennt, was die Politikerreden und die entsprechenden Kommentare in den Medien uns ständig um die Ohren hauen: die Werte.</p>
<p>Wer politisch nicht weiter weiß, schlägt mit der Wertekeule um sich.</p>
<p>Alle ach so modernen, fortschrittlichen Genderfans, die im Bus der am Stock erkennbaren Gehbehinderten nicht ihren Sitzplatz überlassen, haben jede Glaubwürdigkeit eingebüßt. Es ist Unsinn ständig neue Werte zu erfinden, weil es zu schwierig ist, die vernünftigen alten einzuhalten. Falsch  gegenderte Diplomarbeiten zurückzuschmeissen hat noch keiner einzigen Supermarktkassierin zu einem besseren Gehalt verholfen. Oder anders ausgedrückt. Die Flucht aus der Sachpolitik in die Symbolpolitik hat noch nie Probleme gelöst, sondern immer welche geschaffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Aufzählung mag man beliebig fortsetzen. Das Volk ist verwirrt und aufgebracht. Angesichts der sichtbar werdenden Unzulänglichkeiten fürchtet es um den eigenen Lebensstandard und das Wohl seiner Nachkommenschaft. Hinterfotziges  Schlammcatchen der Parteien ist erwartungsgemäß nicht vertrauensfördernd.  </strong></p>
<p><strong>Eine versagende politische Mitte überlässt die Wähler den Rändern des politischen Spektrums.</strong></p>
<p><strong> </strong>©walterkrammer(wct)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/erboste-buerger-und-weswegen/">Erboste Bürger. Und weswegen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/erboste-buerger-und-weswegen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vorhersehbar oder nicht? Eine Gewissensfrage.</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/vorhersehbar-oder-nicht-das-ist-oft-die-frage/</link>
					<comments>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/vorhersehbar-oder-nicht-das-ist-oft-die-frage/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2022 08:53:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerpflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Fake und Schein]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[politische Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Unsicherheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.wordcraft.at/?p=2406</guid>

					<description><![CDATA[<p>⇒ Dieser Text basiert auf einem Beitrag aus der Reihe "Handelsagenten Spotlight" Unsicherheit hat es in der Menschheitsgeschichte immer gegeben. Der moderne Mensch lebt jedoch im Bewusstsein den Anforderungen der wachsenden globalen Komplexität begegnen zu können. Ermutigt angesichts wissenschaftlichen Fortschritts, selbstsicher durch besseres Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge und nicht zuletzt durch den Gebrauch weltumspannender Informationssysteme....</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/vorhersehbar-oder-nicht-das-ist-oft-die-frage/">Vorhersehbar oder nicht? Eine Gewissensfrage.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<pre>⇒ Dieser Text basiert auf einem Beitrag aus der  Reihe "Handelsagenten Spotlight"</pre>
<p><strong>Unsicherheit hat es in der Menschheitsgeschichte immer gegeben. Der moderne Mensch lebt jedoch im Bewusstsein den Anforderungen der wachsenden globalen Komplexität begegnen zu können. Ermutigt angesichts wissenschaftlichen Fortschritts, selbstsicher durch besseres Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge und nicht zuletzt durch den Gebrauch weltumspannender Informationssysteme. Und trotzdem können wir nicht alles vorhersehen. </strong></p>
<p>Wenn man die Bewältigung der Finanzkrise zu Anfang dieses Jahrhunderts vergleicht mit der Weltwirtschaftskrise in den 30er-Jahren, sieht es so aus als hätten wir die Dinge besser im Griff. Unser Fokus liegt in erster Linie auf Europa beziehungsweise auf den hochentwickelten Ländern. Weltweit gesehen gibt es viel Luft nach oben.</p>
<p>Die Unwägbarkeit oder das, was der Mensch einfach nicht verhindern kann, existiert unverändert. Sogar, was sicher belegt erscheint, ist nicht immer gewiss. Man denke an die vielen Studien und Statistiken, die herumschwirren und uns als Wahrheit verkauft werden. Selbst sie treffen &#8222;gefühlt &#8220; häufig nicht die Befindlichkeit des Einzelnen.</p>
<p>Finanzkrise, Flüchtlingskrise, Corona, Inflationsdruck, Kriegsauswirkungen &#8211; alles zusammengepackt in 2 Jahrzehnte &#8211; ist schon recht heftig. Das Thema Umweltschutz und Erderwärmung wird noch Generationen beschäftigen und möglicherweise global in schwere Konfusionen und Konflikte stürzen. Verschärft wird die Lage durch einen, für menschliche Begriffe, gewaltigen Zeitdruck.</p>
<p>Die Lebensspanne in Österreich beträgt statistisch etwa 80 Jahre und war bis jetzt immer steigend. Der Wunsch der Eltern geht verständlicher Weise dahin, dass diese Zeit den Kindern mehr bieten soll als ihr eigener Lebensverlauf ihnen selbst gebracht hat. Schwere Einbrüche, wie oben genannt, passen dann schlecht in das  Konzept, vor allem, wenn es davor doch so gut gelaufen ist.</p>
<p>Solang eine gute Ausbildung, ein lebendiger Leistungswille und eine umsichtige Lebensführung uns stetig den Weg nach oben weisen, ist alles gut. Wären da nicht eben die Unwägbarkeiten, die man nicht vorhersehen kann und deren böseste Eigenschaft es ist, dass man ihren Folgen nur mit Glück und nicht nachlassendem Optimismus, häufig aber gar nicht entgehen kann. Im Glücksfall lässt es das Schicksal gerade noch gnädig bei einem Streifschuss bewenden.</p>
<p><strong>Es ist nicht alles Schicksal, was nicht passt. </strong></p>
<p>Der politische, berufliche oder private Streit entzündet sich immer wieder an der Frage, welche Umstände nicht oder sehr wohl vorhersehbar waren. Die Aufklärung hat uns gelehrt, dass alles seine Ursachen hat. Daher scheint es logisch, dass es auch immer einen Schuldigen geben muss.</p>
<p>Schon bezüglich der oben angeführten großen Nöte von der Finanzkrise bis zum Krieg in der Ukraine prallen heute in den Leitartikeln und renommierten Talkshows die Ansichten von „das konnte im Vorhinein keiner wissen“ bis „das musste ja so kommen“ wütend aufeinander. Wechselweise Schuldzuweisungen aus verschiedenen Richtungen lassen unweigerlich Zweifel an der Unausweichlichkeit aufkommen. Andererseits würde „schicksalshaft“ für alle schuldbefreiend wirken, die irgendwie in der Verantwortung gestanden sind.</p>
<p>Natürlich gilt das nicht nur für politische Themen, sondern in gleicher Weise für Wirtschaftstreibende, für die Chefs der großen Banken und Konzerne ebenso wie für den kleinen Unternehmer um die Ecke, wenn etwas im ureigensten Bereich nicht klappt. Es gibt den unabwendbaren Schicksalsschlag. Aber eben selten. Meistens existiert eine handfeste Ursache. In diesem Fall aber müssen doch negative Entwicklungen in der Gesellschaft, im Staat, im eigenen Unternehmen  rechtzeitig erkennbar und schon gar nicht unabwendbar gewesen sein. Wurden sie einfach ignoriert? Die Erklärung „Da konnte man nichts machen“ wollen Negativbetroffene klarerweise so nicht stehen lassen. Schon deshalb ist eine objektive und gründliche Ursachenerforschung im Interesse aller unerlässlich für die erfolgreiche Bewältigung ähnlicher Situationen in der Zukunft. Das ist nicht schwer zu verstehen.</p>
<p>Umso bemerkenswerter und ärgerlicher ist der zusehends um sich greifende aggressive Stil der öffentlichen politische Diskussion, die darüber hinaus unbekümmert gesicherte Fakten ignoriert. Leider ist nicht zu leugnen dass sich gelegentlich auch renommierte Medien an derartigen Schlammschlachten beteiligen. <strong>Bei allen kurzfristigen Vorteilen, die durch diese Vorgangsweise für den einen oder anderen Politiker oder eine ganze Partei erhofft werden, rechtfertigt eine solche Gangart </strong><strong>in der langfristigen Beurteilung </strong><strong>nie die erheblichen Nachteile für das gemeinsame Ganze.</strong> <strong>Es handelt sich um eine rücksichtslose Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas. </strong></p>
<p>Wie soll die Bevölkerung zwischen Leistung und Nichtleistung, zwischen zielstrebigem Bemühen und Spiegelfechterei, zwischen verantwortungsvoller Führung und hemmungslosem Populismus unterscheiden, wenn sie permanent in einem Nebel aus Un- und Halbwahrheiten herumstochern muss.</p>
<p>Angeblich verdoppelt sich das Wissen der Menschheit jeweils innerhalb von 7 Monaten. Kein Mensch kann  alles wissen, aber auch er ist in der Pflicht sich zumindest ein Bild zu machen über die Seriosität der Nachrichtenquellen. Ein hinreichendes Bildungs- und Informationsniveau zu haben, ist nicht nur lebensnotwendig, sondern Bürgerpflicht.</p>
<p><strong>Man erkennt schon: es wäre an der Zeit auch Österreich an eine weitreichende Transparenz zu gewöhnen und u n a b h ä n g i g e Kontrollmechanismen zu forcieren. Der Widerspruch zwischen den Ansprüchen einerseits auf &#8222;das öffentliche Dabeisein bei allem und jedem&#8220;  und der verfassungsmäßig garantierten persönlichen Freiheit wird in Zukunft unausweichlich jeweils entlang ideologischer Linien entschieden werden.</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/vorhersehbar-oder-nicht-das-ist-oft-die-frage/">Vorhersehbar oder nicht? Eine Gewissensfrage.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/vorhersehbar-oder-nicht-das-ist-oft-die-frage/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nr. 63  &#8211;  Nicht alles ist unvorhersehbar</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-63-nicht-alles-ist-unvorhersehbar/</link>
					<comments>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-63-nicht-alles-ist-unvorhersehbar/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2022 06:10:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlich Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schicksal]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Unwägbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.wordcraft.at/?p=2395</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Unsicherheit hat es in der Menschheitsgeschichte immer gegeben. Der moderne Mensch lebt jedoch im Bewusstsein den Anforderungen der wachsenden globalen Komplexität begegnen zu können. Ermutigt angesichts wissenschaftlichen Fortschritts, selbstsicher durch besseres Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge und nicht zuletzt durch den Gebrauch weltumspannender Informationssysteme. Wenn man die Bewältigung der Finanzkrise zu Anfang dieses Jahrhunderts vergleicht...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-63-nicht-alles-ist-unvorhersehbar/">Nr. 63  &#8211;  Nicht alles ist unvorhersehbar</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/05/Handelsagenten-Spotlight.jpg" alt="Handelsagenten Spotlight" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Unsicherheit hat es in der Menschheitsgeschichte immer gegeben. Der moderne Mensch lebt jedoch im Bewusstsein den Anforderungen der wachsenden globalen Komplexität begegnen zu können. Ermutigt angesichts wissenschaftlichen Fortschritts, selbstsicher durch besseres Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge und nicht zuletzt durch den Gebrauch weltumspannender Informationssysteme. </strong></p>
<p>Wenn man die Bewältigung der Finanzkrise zu Anfang dieses Jahrhunderts vergleicht mit der Weltwirtschaftskrise in den 30er-Jahren, kann man zur Ansicht kommen, dass wir die Dinge besser im Griff haben. Wir legen aber den Fokus in erster Linie auf Europa beziehungsweise auf die hochentwickelten Länder. Weltweit gesehen gibt es viel Luft nach oben.</p>
<p>Die Unwägbarkeit oder das, was der Mensch einfach nicht verhindern kann, existiert genauso auch heute. Es kommt jedoch dazu, dass die vielen Studien und Statistiken, die herumschwirren,  durchaus positive Ergebnisse zeigen, welche &#8222;gefühlt&#8220;- wenig übereinstimmen mit der Befindlichkeit des Einzelnen.</p>
<p>Finanzkrise, Flüchtlingskrise, Corona, Inflationsdruck, Kriegsauswirkungen &#8211; alles zusammengepackt in 2 Jahrzehnte &#8211; ist schon recht heftig. Das Thema Umweltschutz und Erderwärmung wird noch Generationen beschäftigen und möglicherweise global in schwere Konfusionen und Konflikte stürzen. Verschärft wird die Lage durch einen, für menschliche Begriffe, gewaltigen Zeitdruck.</p>
<p>Die Lebensspanne in Österreich beträgt statistisch etwa 80 Jahre und war bis jetzt immer steigend. Der Wunsch der Eltern geht verständlicher Weise dahin, dass diese Zeit den Kindern mehr bieten soll als ihr eigener Lebensverlauf ihnen selbst gebracht hat. Schwere Einbrüche, wie oben genannt, passen dann schlecht in das  Konzept, vor allem, wenn es davor doch so gut gelaufen ist.</p>
<p>Solang eine gute Ausbildung, ein lebendiger Leistungswille und eine umsichtige Lebensführung uns stetig den Weg nach oben weisen, ist alles gut. Wären da nicht eben die Unwägbarkeiten, die man nicht vorhersehen kann und deren böseste Eigenschaft es ist, dass man ihren Folgen nur mit Glück und nicht nachlassendem Optimismus, häufig aber gar nicht entgehen kann. Im Glücksfall lässt es das Schicksal gerade noch gnädig bei einem Streifschuss bewenden.</p>
<p><strong>Es ist nicht alles Schicksal, was nicht passt. </strong></p>
<p>Der politische, berufliche oder private Streit entzündet sich immer wieder an der Frage, welche Umstände nicht oder sehr wohl vorhersehbar waren. Die Aufklärung hat uns gelehrt, dass alles seine Ursachen hat. Daher scheint es logisch, dass es auch immer einen Schuldigen geben muss.</p>
<p>Schon bezüglich der oben angeführten großen Nöte von der Finanzkrise bis zum Krieg in der Ukraine prallen heute in den Leitartikeln und renommierten Talkshows die Ansichten von „das konnte im Vorhinein keiner wissen“ bis „das musste ja so kommen“ wütend aufeinander. Wechselweise Schuldzuweisungen aus verschiedenen Richtungen lassen selbstverständlich Zweifel an der Unausweichlichkeit aufkommen. Andererseits würde „schicksalshaft“ für alle schuldbefreiend wirken, die irgendwie in der Verantwortung gestanden sind.</p>
<p>Natürlich gilt das nicht nur für politische Themen, sondern in gleicher Weise für Wirtschaftstreibende, für die Chefs der großen Banken und Konzerne ebenso wie für den kleinen Unternehmer um die Ecke, wenn etwas im ureigensten Bereich nicht klappt. Es gibt in seltenen Fällen den unabwendbaren Schicksalsschlag. Aber eben selten. Meistens existiert eine handfeste Ursache. Dann aber müssen negative Entwicklungen in der Gesellschaft, im Staat, im eigenen Unternehmen  rechtzeitig erkennbar und schon gar nicht unabwendbar gewesen sein. Wurden sie einfach ignoriert? Die Erklärung „Da konnte man nichts machen“ wollen Negativbetroffene klarer Weise so nicht stehen lassen. Schon deshalb ist eine objektive und gründliche Ursachenerforschung  im Interesse aller unerlässlich für die erfolgreiche Bewältigung ähnlicher Situationen in der Zukunft. Das ist nicht schwer zu verstehen..</p>
<p>Umso bemerkenswerter und ärgerlicher ist der zusehends um sich greifende aggressive Stil der öffentlichen politische Diskussion, die darüber hinaus unbekümmert gesicherte Fakten ignoriert. Leider ist nicht zu leugnen dass sich gelegentlich auch renommierte Medien an derartigen Schlammschlachten beteiligen. <strong>Bei allen kurzfristigen Vorteilen, die durch diese Vorgangsweise für den einen oder anderen Politiker oder eine ganze Partei erhofft werden, rechtfertigt eine solche Gangart </strong><strong>in der langfristigen Beurteilung </strong><strong>nie die erheblichen Nachteile für das gemeinsame Ganze.</strong> <strong>Es handelt sich um eine rücksichtslose Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas. </strong></p>
<p>Wie soll die Bevölkerung zwischen Leistung und Nichtleistung, zwischen zielstrebigem Bemühen und Spiegelfechterei, zwischen verantwortungsvoller Führung und hemmungslosem Populismus unterscheiden, wenn sie permanent in einem Nebel aus Un- und Halbwahrheiten herumstochern muss.</p>
<p>Angeblich verdoppelt sich das Wissen der Menschheit jeweils innerhalb von 7 Monaten. Kein Mensch kann  alles wissen, aber auch er ist in der Pflicht sich zumindest ein Bild zu machen über die Seriosität der Nachrichtenquellen. Ein hinreichendes Bildungs- und Informationsniveau zu haben, ist nicht nur lebensnotwendig, sondern Bürgerpflicht.</p>
<p><strong>Man erkennt schon: es wäre an der Zeit auch Österreich an eine weitreichende Transparenz zu gewöhnen und   u n a b h ä n g i g e   Kontrollmechanismen zu forcieren. Der Widerspruch zwischen den Ansprüchen einerseits auf &#8222;das öffentliche Dabeisein bei allem und jedem&#8220;  und der verfassungsmäßig garantierten persönlichen Freiheit wird in Zukunft unausweichlich jeweils entlang ideologischer Linien entschieden werden.</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-63-nicht-alles-ist-unvorhersehbar/">Nr. 63  &#8211;  Nicht alles ist unvorhersehbar</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-63-nicht-alles-ist-unvorhersehbar/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Traumjob Berufspolitiker</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/traumjob-berufspolitiker/</link>
					<comments>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/traumjob-berufspolitiker/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2022 13:12:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Berufspolitiker]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Finnlanf]]></category>
		<category><![CDATA[Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Marin]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[politisches Personal]]></category>
		<category><![CDATA[Poöitstil]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.wordcraft.at/?p=2385</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Sagt Ihnen Sanna Marin etwas? ……Finnland!“  „&#8230;&#8230;Oh, ist das die mit der Party?“ „Genau!“  Vor der Veröffentlichung eines nicht einmal gewagten Videos, war sie eine attraktive Frau von 36 Jahren, die finnische Wähler in ein öffentliches Spitzenamt gehievt hatten. Die Geschwindigkeit, mit der sie politisch auf die russische Bedrohung reagiert hat, war bestechend. Ein herumgezeigtes...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/traumjob-berufspolitiker/">Traumjob Berufspolitiker</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Sagt Ihnen Sanna Marin etwas? ……Finnland!“  „&#8230;&#8230;Oh, ist das die mit der Party?“ „Genau!“  </strong></p>
<p><strong>Vor der Veröffentlichung eines nicht einmal gewagten Videos, war sie eine attraktive Frau von 36 Jahren, die finnische Wähler in ein öffentliches Spitzenamt gehievt hatten. Die Geschwindigkeit, mit der sie politisch auf die russische Bedrohung reagiert hat, war bestechend. Ein herumgezeigtes privates Video war vielleicht sexy, aber nicht anstößig.</strong></p>
<p>Dürfte eine unbekannte junge Frau sich auf einer privaten Party in dieser Weise zeigen, ohne ihren guten Ruf zu gefährden? Die allgemeine Auffassung wird das wahrscheinlich bejahen oder man zuckt die Achseln. Skandal ist es jedenfalls keiner.</p>
<p>Darf ein Premier sich auf einer privaten Party so zeigen, ohne seine Tauglichkeit für das Amt in Frage zu stellen? Offenbar nicht, zumindest nicht nach der Gerichtsbarkeit sozialer Medien.</p>
<p>Frauenrechtlerinnen werden zur Auffassung gelangen, dass das Geschlecht in diesem Fall die Ursache der Anfeindungen ist. So kann man es sehen, aber es ist zu kurz gegriffen.</p>
<p><strong>Eine(r) von uns?</strong></p>
<p>Die Demokratie, zumindest die, die meine Generation und die Gemeinschaft der nach uns Kommenden gelernt hat (wollen wir sie als westliche Demokratie bezeichnen), beruht auf der Beteiligung der Bevölkerung, was die öffentlichen Entscheidungsprozesse betrifft. Das geht nicht ohne Repräsentanten ab, weil eine funktionierende Basisdemokratie spätestens bei der Größe einer kleinen Stadt ihre Grenzen hätte.</p>
<p>Die Repräsentanten auf den verschiedenen Ebenen (Bund, Land, Gemeinde) werden aus der Masse der Bevölkerung in freien und geheimen Wahlen ermittelt. Grosso modo ist zu vermuten, dass sie so sind wie es dem Durchschnitt des Wahlvolks entspricht. Jene, die die Kandidaten aussuchen, die wir dann wählen dürfen – ja klar, auch die sind so wie wir. Auch sie kommen aus den Reihen des Volks. Wie es die demokratischen Regeln vorsehen.</p>
<p><strong> </strong><strong>Jetzt einmal ganz ehrlich</strong></p>
<p>Sind wir Wahlberechtigten fehlerlos? Geben wir manchmal lieber unseren Gefühlen nach als unserem Verstand? Spielt bei unseren Entscheidungen der Egoismus wirklich keine Rolle? Sind wir empathisch und schauen wir immer auf das große Ganze? Nie neidisch, nie missgünstig? Sind wir in jeder Situation ausnahmslos anständig? Sind wir nie auf das Verzeihen anderer angewiesen. Dauert es lang bis bei uns nach dem ICH auch einmal das DU kommt? Haben wir Verständnis für die Schwächen, die in unterschiedlicher Verteilung in unserer Gesellschaft existieren?</p>
<p>Wir wissen es ja: unsere Ansprüche an Politiker sind tendenziell hoch, aber wir wählen keine Übermenschen (weil es die nicht gibt). Wenn wir über einen Politiker sagen, er sei ein Mensch, wie Du und ich. Ist das eine Entschuldigung oder eine Mindestforderung?</p>
<p><strong>Welche geheimnisvolle Wandlung geht vermutlich in dem zukünftigen Amtsträger am Tage seiner Angelobung vor?</strong></p>
<p>Verändert sich Mann oder Frau vom „Menschen, wie Du und ich“ automatisch zur Inkarnation des Unfehlbaren, wie es nach der Amtsübernahme wie selbstverständlich von uns gefordert wird?</p>
<p>Geschätzte Leserin, lieber Leser, ich fürchte ich muss sie enttäuschen.</p>
<p>Er/sie bleibt in Wesen und Charakter unverändert. Es fliegen ihm auch keine zusätzlichen kognitiven Fähigkeiten zu. Muss auch nicht sein. Wir haben ja den gewählt, den wir zu kennen glaubten. Oder wir haben es möglicherweise schon bei der Wahl für belanglos gehalten.</p>
<p>Die allermeisten Gewählten werden nicht zum weißen Ritter, der uns alle ins Happyend führt, aber auch nicht zum gewissenlosen Schurken. Ihr Vorsatz ist es die Sache gut zu machen. Wenn manche besonders erfolgreich sind, dann haben wir Glück und eben einen positiven Ausreißer in der Statistik erwischt.</p>
<p><strong>Was uns aber dennoch niemand abnehmen kann, ist die culpa in eligendo. Unsere Verantwortung dafür, wen wir gewählt haben. Unsere Wahl bestimmt mit Mehrheit die politischen Akteure.</strong></p>
<p><strong>Berufspolitiker ist kein Alltagsjob</strong></p>
<p>Die Spitzenleute der Politik klagen über Morddrohungen, Terror gegen die Familie, schrankenloses Schnüffeln im Privatleben, öffentliche Vorverurteilungen, Hauen und Stechen unter der Gürtellinie. Es herrscht aber die weitverbreitete Ansicht, dies wäre durch den Politikergehalt abgedeckt. Er/sie sei ja nicht in diesen Beruf hineingezwungen worden.</p>
<p>Das ist viel Zynismus gegenüber jemandem, den wir mit einem Amt  b e t r a u t  haben. Darin steckt das Wort „Vertrauen“. Es gab Zeiten, da dieses Wort noch keine Einbahnstraße war. Vielleicht würden wir bei mehr Nachdenklichkeit hinter dem Job den Menschen erkennen.</p>
<p>.<strong>Was sollte mit dem Video aus dem Privatleben der Frau Marin bewiesen werden? Ihre Untauglichkeit für das Amt oder eine unzulässige Verantwortungslosigkeit?</strong></p>
<p><strong>In Wirklichkeit ist es der Beweis für die Schäbigkeit und Gedankenlosigkeit derer, die es in die Öffentlichkeit gebracht haben.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Auf jeden Fall ist es kein Weg zu einer besseren Politik.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/traumjob-berufspolitiker/">Traumjob Berufspolitiker</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/traumjob-berufspolitiker/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Übergewinnler“ zur Kasse?</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/uebergewinnler-zur-kasse/</link>
					<comments>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/uebergewinnler-zur-kasse/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Aug 2022 18:10:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[EU Unabhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gewinnabschöpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Legistik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerflucht]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewinn]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.wordcraft.at/?p=2374</guid>

					<description><![CDATA[<p>So lautet die Forderung aus verschiedenen Ecken der Politik und Medienlandschaft in Europa. In Spanien und Italien wurde sie bereits umgesetzt. In Deutschland und Österreich ist man noch am Diskutieren. Wie immer, wenn eine plötzlich auftauchende Idee, die andere zum Zahlen verurteilt, kann man in fast allen gesellschaftlichen Schattierungen zumindest ein übereinstimmendes wohlwollendes Kopfnicken vorfinden....</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/uebergewinnler-zur-kasse/">„Übergewinnler“ zur Kasse?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>So lautet die Forderung aus verschiedenen Ecken der Politik und Medienlandschaft in Europa. In Spanien und Italien wurde sie bereits umgesetzt. In Deutschland und Österreich ist man noch am Diskutieren. Wie immer, wenn eine plötzlich auftauchende Idee, die andere zum Zahlen verurteilt, kann man in fast allen gesellschaftlichen Schattierungen zumindest ein übereinstimmendes wohlwollendes Kopfnicken vorfinden. Weil: Es ist doch nur gerecht.</strong></p>
<p>Pressekonferenzen der Spitzenpolitiker und talk shows zeigen die vorsichtige Sympathie mit der Abschöpfung von Gewinnen, die vorwiegend auf sich rasch entwickelnde Mangelsituationen zurückgeführt werden. Doch ist man sich nicht einig „wie man das am besten angehen soll“. Der Kartoffel ist heiß.</p>
<p>Eine gewisse Verwandtschaft mit dem Begriff der Kriegsgewinnler ist nicht zu leugnen. „Menschen oder Organisationen, die die Not anderer in Kriegszeiten tatsächlich oder vermeintlich ausnützen“ (Internetdefinition). Sie sind im Besitz von Wissen oder Dingen, die unerhört dringend gebraucht werden und deren Preise aus diesem Grund durch die Decke gehen. Und zwar, ohne dass den jeweiligen Verfügern sichtbar höhere Kosten entstanden sind.</p>
<p><strong>Politik zögert vermutlich nicht grundlos</strong></p>
<p>In Deutschland macht sich die Diskussion in erster Linie an den Energielieferanten fossiler Brennstoffe fest. Auch die Erzeuger von Impfstoffen kriegen ihr Fett ab, weil in beiden Fällen die Gewinne mancher Firmen turmhoch über jenen der „normalen“ Zeiten stehen. Entgegen steht allerdings, dass im Wettrennen um den wirksamen Corona-Impfstoff nicht alle Firmen gleich erfolgreich waren. So liegt die Vermutung nahe, dass zumindest das individuelle Risiko der Unternehmen hoch gewesen ist und in unterschiedlicher Art und Weise &#8211; erfolgreich oder nicht &#8211; bewältigt wurde.</p>
<p>Wenn man will, kann man die in Rede stehenden Gewinne als gerechtfertigte Risikoprämie ansehen. Und die weit zurückliegenden kostspieligen Forschungsergebnisse, die für den Erfolg mitentscheidend waren, hätten die Firma damals zwar belastet, aber in der aktuellen Gewinnermittlung keine Rolle mehr gespielt.</p>
<p><strong>Wann also ist der Begriff Übergewinn gerechtfertigt?</strong></p>
<p>Manche Wirtschaftsexperten treten mit der Behauptung auf, dass es überhaupt keine „Übergewinne“ gebe. Die Gewinne errechneten sich jeweils aus der Differenz der erzielbaren Preise und der Kosten eines Unternehmens und beides seien schwankende Größen. Wer könne konkret sagen ob und wieviel Aufwand in der Vergangenheit quasi als Vorleistung des Unternehmens erbracht worden sei, der jetzt seine Früchte zeige. Wobei der Umstand einer gesteigerten Nachfrage den Intentionen des Unternehmens ebenso entgegenkomme, wie eine Nachfrageflaute sie behindere.</p>
<p>Es sei daher kühn von staatlicher Seite im positiven Fall einen Teil des Gewinns einstecken zu wollen. Außerdem passiere das durch die bestehenden Gewinnsteuern. Verluste oder Gewinne zu machen liege selbstverständlich innerhalb der Risikospanne jedes Unternehmens.</p>
<p>Es bleibt der Eindruck, dass die jeweiligen Finanzminister sich nun bei einzelnen Unternehmen schadlos halten wollen für gewaltige Hilfszahlungen, die sie infolge krisenhafter Entwicklungen an die Bevölkerung ausschütten mussten. Krisen von denen die sogenannten Übergewinnler zwar profitiert, die sie allerdings nicht herbeigeführt haben.</p>
<p>Nachdem es beim Ausgeben, wie beim Einnehmen immer um Steuerzahlergeld geht, wundert es nicht, dass breite Bevölkerungskreise die Abschöpfung befürworten. Sie haben schon zu oft miterlebt, dass unter allen möglichen Vorwänden Verluste sozialisiert wurden, während die Gewinne an die Aktionäre gingen.</p>
<p><strong>Hohe Anforderungen an die Legisten</strong></p>
<p>Der Verwirklichung der Sommernachtsträume der Befürworter stehen vermutlich auch legistische Schwierigkeiten gegenüber. Die Idee, das Parlament könne mittels Abstimmung festlegen, welche Firmen bluten müssen und welche nicht, jagt Verfassungsjuristen die kalten Schauer über den Rücken.</p>
<p>Also müssten die erforderlichen Gesetze und Verordnungen wasserdicht formuliert sein. Schließlich dürften nicht völlig unbeteiligte Unternehmen, nur weil sie ein gutes Jahr hatten, ein Opfer der neuen Steuerquetsche werden.</p>
<p><strong>Auch die Symbolik spielt eine beträchtliche Rolle</strong></p>
<p>Die Wirtschaft als Ganzes ist ein lebendes Konstrukt. Den Wirtschaftsseiten entnehmen wir, wer gestern oben war und heute unten ist – und umgekehrt. Dem Unternehmen, das nach langem kostspieligem Kampf eine marktbeherrschende Stellung erreicht hat, winkt als kapitalistischer Lohn u.a. eine weitgehende Bestimmungsmacht über das Preisgefüge. Es sind also nicht immer marktexterne Umstände, die den Gold- oder Pechregen auslösen. Wie will der Staat all diese Fälle differenziert behandeln?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ist dadurch das Streben der EU nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit gefährdet?</strong></p>
<p>Die Politik wird in dieser auf den ersten Blick gerecht und ökonomisch wünschenswert erscheinenden Idee der Gewinnabschöpfung weit über den Tellerrand schauen müssen, um unerwünschte Folgewirkungen auf anderen Ebenen auszuschließen. Der Wunsch der EU möglichst viele bedeutende und volkswirtschaftlich wichtige Unternehmen zur Sicherung der Unabhängigkeit in den eigenen Grenzen zu haben, könnte durch die Zugriffsfreude der Mitgliedsstaaten gefährdet werden. Nicht jedes Unternehmen will sich dieser Gefahr aussetzen und wird sich daher nach einer Gegenstrategie umsehen.</p>
<p><strong>Von anlassbezogenen Schnellschüssen muss jedenfalls abgeraten werden.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/uebergewinnler-zur-kasse/">„Übergewinnler“ zur Kasse?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/uebergewinnler-zur-kasse/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Desinteresse an Politik. Sogar bei den Parteien.</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/desinteresse-an-politik-sogar-bei-den-parteien/</link>
					<comments>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/desinteresse-an-politik-sogar-bei-den-parteien/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2022 14:31:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsidentenwahl 2022]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Parteienpräsenz]]></category>
		<category><![CDATA[Parteienverantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Politikinteresse]]></category>
		<category><![CDATA[Rechte der Wähler]]></category>
		<category><![CDATA[UHBP]]></category>
		<category><![CDATA[ungültige Stimmen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlbeteiligung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.wordcraft.at/?p=2346</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 9.10.22 wird durch freie geheime Wahl ermittelt, wer in den nächsten 6 Jahren UHBP sein wird. Etwa 6 Mio sind wahlberechtigt. NEOS, ÖVP und SPÖ glänzen durch Abwesenheit. Als Kandidat für das höchste Amt im Staat muss man am Tag der Wahl 35 Jahre alt sein, die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen und darf nie zu...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/desinteresse-an-politik-sogar-bei-den-parteien/">Desinteresse an Politik. Sogar bei den Parteien.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 9.10.22 wird durch freie geheime Wahl ermittelt, wer in den nächsten 6 Jahren UHBP sein wird. Etwa 6 Mio sind wahlberechtigt. NEOS, ÖVP und SPÖ glänzen durch Abwesenheit.</strong></p>
<p>Als Kandidat für das höchste Amt im Staat muss man am Tag der Wahl 35 Jahre alt sein, die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen und darf nie zu mehr als 6 Monaten Haft verurteilt worden sein.</p>
<p>Außerdem muss er/sie oder der Zustellungsbevollmächtigte 3.500 EURO erlegen und 6.000 Unterstützungserklärungen beibringen. Jeder Unterstützer muss die Unterstützung im Amt seiner Heimatgemeinde persönlich leisten, natürlich seine Identität nachweisen und im Wählerverzeichnis eingetragen sein.</p>
<p>Sie sehen, wie penibel darauf geachtet wird, dass das demokratische Hochamt Bundespräsidentenwahl frei von jeder Rechtswidrigkeit oder Ungenauigkeit abläuft. Wie wir aus Erfahrung wissen, kommen sogar Briefumschläge als unliebsame Störfaktoren bei Wahlangelegenheiten in Frage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Durch Medienberichte sind derzeit folgende Kandidaten bekannt</strong></p>
<p>A. Van der Bellen parteifrei / Bundespräsident</p>
<p>W. Rosenkranz LPO der FPÖ Niederösterreich</p>
<p>Gerald Grosz unabhängig</p>
<p>Michael Brunner Mitbegründer der MFG</p>
<p>Marco Pogo Gründer der Bierpartei</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unserer Aufmerksamkeit entgeht nicht, dass  nur 2 Parteien, die in einem österreichischen Parlament vertreten sind, einen Kandidaten nominiert haben. Nämlich FPÖ und MFG, die bekanntlich kürzlich in den OÖ Landtag eingezogen ist.</p>
<p>Den Grünen wird man nachsehen können, dass sie ihrem ehemaligen Parteiobmann keinen Konkurrenten entgegenstellen und ihm damit womöglich die Wiederwahl verhageln wollen. Sie werden ihren Wählern (lt. aktuellen Umfragen sind das 10% der Wählerschaft) dadurch kaum enorme Gewissensbisse verursachen.</p>
<p><strong>Damit sind wir, in alphabetischer Reihenfolge, bei NEOS, ÖVP und SPÖ. </strong></p>
<p>Bei der letzten Sonntagsfrage wurden ihnen gemeinsam etwa 62% der Wählerschaft zugebilligt. Also nicht ganz 2 von 3 Wählern. Die Umfrageergebnisse spiegeln einerseits die offenen Bekenntnisse der Befragten zur jeweiligen Partei wider, bzw. werden sie nach Erfahrungswerten und mithilfe komplizierter Rechenvorgänge zugeordnet. Meistens stimmt auch annähernd, was dabei herauskommt.</p>
<p><strong>Rolle und Verantwortung politischer Parteien</strong></p>
<p>Realität ist, dass sie das öffentliche Leben weitgehend (mit)bestimmen. Einerseits versuchen sie mit ihrer weltanschaulichen Prägung möglichst große Teile der Bevölkerung zu beeinflussen. Andererseits ist es ihr Bemühen Stimmung, Absicht und Verlangen eben derselben Bevölkerung zu beachten und &#8211; wenn geht &#8211; zu befriedigen. Eine klassische Wechselwirkung.</p>
<p>Keine Demokratie kommt ohne Parteien aus.</p>
<p>Aus dieser Position liegt es u.a.  in ihrer staatstragenden Verantwortung durch ihre Mitwirkung die demokratischen Mechanismen ihres Landes zu unterstützen und am Laufen zu halten. Auch wenn das Mühe verursacht und Geld kostet (nicht umsonst werden sie aus selbst beschlossenen Steuermitteln gefördert).</p>
<p>Der Staatsbürger hat ein verbrieftes Recht auf die Einrichtung und Organisation von Wahlen. die ihm eine eher mittelbare Möglichkeit der Einflussnahme auf das politische Geschehen geben. Das bedeutet eindeutig <strong>das Recht auf das Wählen zwischen verschiedenen Optionen</strong>. Die Vielfalt, der Wechsel, die Konkurrenz sind nun einmal maßgebliche Merkmale einer liberalen und demokratischen Gesellschaft.</p>
<p><strong>Die 3 genannten Parlamentsparteien ignorieren aber diesen Anspruch.</strong> Sie lehnen es rundweg ab Kandidaten ins Rennen zu schicken und damit zusätzliche Wahlmöglichkeiten anzubieten. Vermutlich führt die Angst vor dem Ergebnis Regie.</p>
<p>Lieber beschneiden sie unser Recht. Nicht aktiv. Nein, sondern durch provokante Absenz.</p>
<p>Indem sie denjenigen ein „mach einfach was du willst, das interessiert doch uns nicht“ entgegenhalten, denen sie sonst in Wahlzeiten auf jede erdenkliche Weise ihre geeigneten oder manchmal auch weniger talentierten Kandidaten ans Herz legen. Die Frage ist spannend, ob das die Art ist, mit der sie in Zukunft auch Nationalratswahlen abhandeln werden.</p>
<p><strong>Auf jeden Fall ist der Ärger der Parteianhänger vorprogrammiert.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn nach dem 9. Oktober die Zahlen der <strong>Wahlbeteiligung und der ungültigen Stimmen</strong> vorliegen, wird es lange Gesichter geben. Das übliche Gejammer wird die Medien füllen, über mangelndes Demokratieverständnis der Bevölkerung, über die daraus entstehenden Gefahren und die Undankbarkeit der Wähler, die sich nicht einmal die Zeit für die Bundespräsidentenwahlen nehmen..</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ein Übriges: Man tut mit dieser Vorgangsweise aus verschiedenen Gründen Herrn Van der Bellen keinen Gefallen, selbst wenn er wieder gewählt wird. </strong></p>
<p><strong>Das kann sich der kleine Kreis von Parteifunktionären ins Stammbuch schreiben, der VdB in der NEOSÖVPSPÖ den Weg durch seine einsame Entscheidung freigeräumt hat.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/desinteresse-an-politik-sogar-bei-den-parteien/">Desinteresse an Politik. Sogar bei den Parteien.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/desinteresse-an-politik-sogar-bei-den-parteien/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein britischer Zerstörer sinkt</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/ein-britischer-zerstoerer-sinkt/</link>
					<comments>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/ein-britischer-zerstoerer-sinkt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jul 2022 12:50:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[politisches Personal]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.wordcraft.at/?p=2290</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das ganze Ungemach der Trennung zwischen EU und dem Vereinigten Königreich kommt wieder hoch. Endlich haben es sogar die eigenen Leute gemerkt. Der lustige Boris hat ausgehampelt. Freund und Feind waren ihm egal, wenn es um den kürzesten Weg zur Erreichung seiner Ziele ging. Der hakenschlagende, als unkonventionell geltende Johnson und seine Zaubertricks beeindruckten ein...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/ein-britischer-zerstoerer-sinkt/">Ein britischer Zerstörer sinkt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das ganze Ungemach der Trennung zwischen EU und dem Vereinigten Königreich kommt wieder hoch. Endlich haben es sogar die eigenen Leute gemerkt. Der lustige Boris hat ausgehampelt. </strong></p>
<p>Freund und Feind waren ihm egal, wenn es um den kürzesten Weg zur Erreichung seiner Ziele ging. Der hakenschlagende, als unkonventionell geltende Johnson und seine Zaubertricks beeindruckten ein paar Jahre hindurch Journalisten und Wähler. Erwachsene, durchaus lebenserfahrene Menschen.</p>
<p>Ciceros Forderung „esse quam videri“ (die Tugend etwas wirklich zu sein und nicht nur so zu scheinen) muss schon in der Politik des alten Roms spürbare Ursachen gehabt haben, woher käme sonst sein überlieferter Ärger? Aber heute?</p>
<p><strong>Anhand vieler Beispiele in diversen europäischen bzw. westlichen Ländern bleibt der zwingende Schluss: der Zugang zu Spitzenämtern im öffentlichen Leben mag zwar demokratisch organisiert sein, was aber keine Garantie für die Befriedigung durchaus berechtigter Qualitätsansprüche darstellt.  </strong></p>
<p>Mehrheitliche Unterstützung in den entscheidenden Gremien ist noch kein sicherer Indikator für die erforderliche  Amtstauglichkeit. Wobei Tauglichkeit im Sinne einer Partei noch lang nicht Nutzen für das Ganze bedeutet. Daher darf die Auswahl verantwortlichen Spitzenpersonals nicht nur ausschließlich der Mehrheitsbildung überlassen bleiben. Wie stellt man die entsprechende Qualifikation sicher ?</p>
<p><strong>Garantiert Meinungsfreiheit Objektivität?</strong></p>
<p>Die täglich tausendfach „Veröffentlichte Meinung“, angeblich 4. Gewalt im Staat, die allseits kontrollierend dafür sorgen soll, dass der Objektivität und der Wahrheit Bahn gebrochen wird, mutiert aus verschiedenen Gründen mehr und mehr zum Transporteur ungefilterter aber auch unüberprüfter Nachrichten, Meinungen und vorschneller Urteile. Dies sogar in dem Jahrhundert menschlicher Entwicklung, das als das aufgeklärteste gelten müsste.</p>
<p><strong>Die in Echtzeit permanent vorhandene digitale Öffentlichkeit orientiert sich nicht an nachgewiesenen Fakten, an seriösen sicheren Quellen, sondern schwelgt in Oberflächlichkeit. </strong></p>
<p>Komplexe Zusammenhänge werden geradezu verabscheut. Im TV hat der Politikwissenschafter seinen festen Platz gefunden, der selbst nach 5-Minuten-Nachrichten dem ausharrenden Restfernsehvolk die Welt erklären muss. Für zu Kompliziertes reicht angeblich die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne des Konsumenten nicht mehr aus. Bei der 3 Stunden&#8211;TV-Strandparty hingegen hat das Publikum kein Problem alle Liedtexte auswendig mit Verve nachzuschmettern.</p>
<p><strong>Der Perspektivenwechsel wird zur Selbstverständlichkeit.</strong></p>
<p>Erregte die Akzeptanz, die in Amerika den unbekümmerten öffentlichen Mätzchen Donald Trumps entgegengebracht wurde, in Europa eine Zeit lang noch ungläubiges Kopfschütteln, wundern sich nur noch wenige darüber, dass Johnson zum Schluss ausgerechnet über einen Herrn Pinsher stürzte.</p>
<p>Nicht darüber, dass die von vielen erwartete lichtvolle Zukunft, herbeigeführt durch den Brexit, in unerreichbare Ferne rückt.</p>
<p>Nicht darüber, dass die in EU-Europa mittlerweile abgeschaffte Grenzbürokratie im nunmehrigen Drittlands-UK chaotische Zustände auslöst.</p>
<p>Nicht darüber, dass eine offene Massenflucht wichtiger, schwer entbehrlicher ausländischer Arbeitskräfte stattfand.</p>
<p>Nicht über verheerende medizinische Verhältnisse, die z.B. ein mir bekanntes österreichisch-holländisches Paar zur schleunigen Rückkehr nach Österreich veranlasst hat.</p>
<p>Nicht über alarmierende Wirtschaftszahlen, die Andrew Bailey, Chef der Bank of England, gar nicht bestreitet.</p>
<p>Nicht über den jetzt offenbar werdenden Umstand, dass UK die Vereinbarungen mit der EU bezüglich Irlands/Nordirlands nie einhalten wollte und dies zu faktisch unüberbrückbaren Schwierigkeiten führen wird. „Pacta sunt servanda“ – in London nie gehört?</p>
<p>Nicht über die weiterhin schwelende Schottlandfrage, die ebenfalls mit dem Brexit zusammenhängt.</p>
<p><strong>In welchem Zustand befindet sich dieses für den Kontinent unerhört wichtige Land, wenn solche Umstände in der Fraktion der Regierungspartei für die Ablöse des Regierungschefs keine Rolle spielten? </strong></p>
<p><strong>Erst „richtige“ Argumente, die bei der Bevölkerung Anklang fanden, brachten seine Parteifreunde auf die Palme. Ein Foto des Premierministers mit einem im Lockdown geschwungenen Champagnerglas. Mehr noch aber seine offene Unterstützung eines mutmaßlichen Tory-Grapschers.  </strong></p>
<p><strong>Dann erst ging’s.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/ein-britischer-zerstoerer-sinkt/">Ein britischer Zerstörer sinkt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/ein-britischer-zerstoerer-sinkt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Muss Politik so oft zu spät kommen?</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/muss-politik-so-oft-zu-spaet-kommen/</link>
					<comments>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/muss-politik-so-oft-zu-spaet-kommen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jun 2022 16:24:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Aufschieben]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.wordcraft.at/?p=2205</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wird ein politisches Versprechen eingelöst, heißt es „warum erst jetzt?“, wenn nicht, „warum noch immer nicht?“ Schuld sind selbstverständlich die Politiker. Nach ihrem Abgang wird es jedoch auch nicht besser. Woran liegt es also? Ein paar Beispiele (ohne Rangordnung) sind schnell gefunden… &#160; Warum ist es in 40 Jahren nicht gelungen den Autobahnring um Wien...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/muss-politik-so-oft-zu-spaet-kommen/">Muss Politik so oft zu spät kommen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Wird ein politisches Versprechen eingelöst, heißt es „warum erst jetzt?“, wenn nicht, „warum noch immer nicht?“ Schuld sind selbstverständlich die Politiker. Nach ihrem Abgang wird es jedoch auch nicht besser. Woran liegt es also? Ein paar Beispiele (ohne Rangordnung) sind schnell gefunden…</strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Warum ist es in 40 Jahren nicht gelungen den Autobahnring um Wien zu schließen?</p>
<p>Warum ist der Brenner-Basistunnel nicht wie geplant 2015 fertig gewesen? Die Prognose liegt jetzt bei 2032!</p>
<p>Warum liegt nach Jahrzehnten der Versprechungen unterschiedlicher Regierungen das österreichische Bildungssystem im Argen? Großspurig wurde immer von bester Qualität geträumt und mehr Geld ausgegeben als sonstwo in Europa. In internationalen Vergleichen hinken wir aber hinterher. Um über die Runden zu kommen, überlässt jetzt das Ministerium den Unterricht Menschen, die mit ihrer eigenen Ausbildung nicht fertig sind und Quereinsteigern, die in Schnellfeuerkursen schulfit gemacht werden müssen.</p>
<p>Wie kann es sein, dass wir von den steigenden Zahlen an Schülern und sinkenden Zahlen an Lehrern „überrascht“ werden konnten? Demographisches Material lässt ja eine entsprechende Prognose zu.</p>
<p>Warum gibt es in Europa nicht wenigstens 2 oder 3 transkontinentale Bahnverbindungen mit Hochgeschwindigkeitscharakter? (z.B. Stockholm – Palermo oder Istanbul – Amsterdam). Spätestens seit 1993 hätten diese Projekte Priorität haben müssen.</p>
<p>Nach jahrelangem Getöns über das Fahren mit Öffis oder großzügige Anreize, die den Verzicht auf das Auto fördern,  werden Passagiere aus dem ÖBB-Zug gewiesen, weil sie im Gang stehen müssen. Der ÖBB-Sprecher informiert die staunende Öffentlichkeit darüber, dass es Strecken gebe, „da fahren zu viele Menschen mit der Bahn“</p>
<p>Warum braucht es den Ukrainekrieg, um den Deutschen und Österreichern klarzumachen, dass ihre Heere praktisch verteidigungsunfähig sind.</p>
<p>Wenn wir wissen, dass die jetzige Organisation der Altenbetreuung die Überalterung unserer Gesellschaft nicht bewältigen kann – wann beginnt endlich der Neuaufbau? Sich mit der Sterbehilfe anzufreunden wird ja wohl nicht die Lösung sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Es geht nicht allein um österreichische Baustellen. </strong></h4>
<h4><strong>Die sichtbar werdenden Defizite erstrecken sich quer durch Europa.                                                                                                                        </strong></h4>
<p>Alarmierend ist der Umstand, dass es sich um strukturelle Unzulänglichkeiten handelt und nicht jeweils vorrangig um das Unvermögen einzelner Personen, deren Austausch die Sache in Ordnung bringen müsste.</p>
<p>Pandemie oder die Ukraine sind außergewöhnliche Einflussgrößen. Sie kann man für grundsätzliche Mankos innerhalb westlicher Demokratien nicht verantwortlich machen.</p>
<p>Wir werden schlichtweg mit der Bewältigung von Zielkonflikten nicht fertig und sind uns der offensichtlichen Notwendigkeit nicht bewusst, das demokratische System vorsichtig, aber doch, geänderten gesellschaftlichen Verhältnissen anzupassen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/06/539798_web_R_K_B_by_Brigitte-Buschkoetter_pixelio.de_-1-300x210.jpg" width="480" height="336" />  Brigitte Buschkötter / pixelio.de</p>
<h4><strong>Ziel muss es sein, auch unter sich ständig wandelnden Konditionen ein politisches und gesellschaftliches Kontinuum zu schaffen, das den Erwartungen an demokratische Rahmenbedingungen gerecht wird.</strong></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die zügellose Hü-und-hott – Politik ist den herrschenden Anforderungen nicht mehr gewachsen. Verheerend ist es, wenn dezidierte und vom jeweiligen Parlament abgesegnete Langzeitprojekte nach dem Entstehen anderer parlamentarischer Mehrheiten gekübelt oder erfolgreich verzögert werden, ungeachtet aller Nebenfolgen und des Kapitalverlustes.</p>
<p>Auch wenn sich Mehrheiten schneller ändern als vor 70 Jahren, muss das System einer modernen Demokratie zum Nutzen der Bevölkerung tatsächlich funktionieren. Das Argument fortwährende, aber verzögernde Nachbesserungen böten die Chance z.B. technischen Fortschritt zu berücksichtigen, zählt nicht. Auf-die-lange-Bank-schieben kann man nicht als Fortschrittsförderung verkaufen. So betrachtet, würde Stillstand zur vorausschauendsten Politik mutieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Den Souverän kann man nicht aus der Verantwortung entlassen.</strong></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Akteure bestimmt und entlässt, jeweils durch Wahl, das Volk. Es selbst muss der stabile Faktor seines Landes sein. Das ist, soweit es uns betrifft, nicht möglich ohne die allgemeine Akzeptanz einer Basisvorstellung vom Leben in Österreich und ohne konsensuale Grundwerte.</p>
<p>Wir können nicht immer nur bewundernd nach Westen schauen, wenn’s um den eidgenössischen Wohlstand geht. Ein Nacheifern der grundsätzlichen Verfasstheit des Nachbarlands wäre eher am Platz.</p>
<p>So nebenbei: ich wünsche mir, dass die oft zitierte “Sau, die täglich durchs Dorf getrieben wird“ mangels interessierter Zuschauer endgültig der Vergangenheit angehört und einer souveränen, verantwortungsvollen Zukunftsgestaltung Platz macht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>©walterkrammer(wordcraft.at)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/muss-politik-so-oft-zu-spaet-kommen/">Muss Politik so oft zu spät kommen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/muss-politik-so-oft-zu-spaet-kommen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
