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	<title>Energiebedarf Archive &#8226; Wordcraft</title>
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	<title>Energiebedarf Archive &#8226; Wordcraft</title>
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		<title>Nr. 90 &#8211; Sind Sie schon strommobil?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jan 2024 22:22:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Juni 2023 Es vergeht keine Nachrichtensendung, in der nicht auf die dominierende Bedeutung des elektrischen Stroms im zukünftigen Energieverbrauch der Menschheit angespielt oder hingewiesen wird.Elektrizität muss demnach am Ende einer relativ kurzen Übergangsphase weltweit aus regenerierbaren Quellen stammen, weil – nach heutiger Sicht – nur auf diese Weise der für die Weltbevölkerung höchst gefährliche Klimawandel...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-90-sind-sie-schon-strommobil/">Nr. 90 &#8211; Sind Sie schon strommobil?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Juni 2023</strong></p>
<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>
<table width="640">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Es vergeht keine Nachrichtensendung, in der nicht auf die dominierende Bedeutung des elektrischen Stroms im zukünftigen Energieverbrauch der Menschheit angespielt oder hingewiesen wird.Elektrizität muss demnach am Ende einer relativ kurzen Übergangsphase weltweit aus regenerierbaren Quellen stammen, weil – nach heutiger Sicht – nur auf diese Weise der für die Weltbevölkerung höchst gefährliche Klimawandel in engen Grenzen gehalten werden kann.</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>
<table width="640">
<tbody>
<tr>
<td>1972 wurde die vom Club of Rome beauftragte, vom Massachusetts Institute of Technology erarbeitete und von der Volkswagenstiftung finanzierte Studie zur Zukunft der Weltwirtschaft unter dem Titel „Die Grenzen des Wachstums“ veröffentlicht.50 Jahre später sind die Auswirkungen des prognostizierten, mutmaßlich vom Menschen            mit-herbeigeführten Klimawandels nicht zu leugnen. Während der engagiert geführten Debatte über den möglichen oder tatsächlichen Anteil unserer Spezies an dieser Entwicklung ist auch eine Menge wertvoller Zeit verstrichen. Heute wird prophezeit, dass die „Erderwärmung“ im Laufe des Jahrhunderts um etwa 1,5 bis 2 Grad nur durch höchste Anstrengungen gebremst werden kann. Wenn überhaupt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Unabdingbare Änderungen<br />
</strong>Es ist also gar nicht verwunderlich, dass sich die mit der menschlichen Mobilität und Warenlogistik befassten Branchen (wie z.B. die Autobauer) behände einer umweltverträglicheren Technik zuwandten. Nicht zuletzt deshalb, weil die Politik in den entwickelten Staaten das Verbrennen fossiler Energieträger zum Antrieb von privaten oder öffentlichen Verkehrsmitteln ab 2035 nicht mehr zulassen will. Allerdings mit dem Versprechen, dass ausreichend saubere Energie aus regenerierbaren Quellen zur Verfügung stehen werde. Zweifler dringen nachdrücklich darauf auch den Weg für Alternativen wie Wasserstoff oder E-Fuel gleichrangig offenzuhalten. Immerhin leben z.B. in Deutschland 2 Mio Personen direkt oder mittelbar vom Auto.</p>
<p><strong>Nach der digitalen kommt die Energierevolution<br />
</strong>Derzeit ist der Anteil der E-Cars gemessen am jeweiligen Gesamtbestand der PKWs eines Landes in Europa relativ gering. Als VW das erste Elektroauto auf den Markt brachte, hatte Tesla schon rund 1 Mio dieser Autos verkauft.Es ist auch noch nicht entschieden, ob das Auto der Zukunft die Eigenschaften haben soll, wie sie derzeit von den Verbrennerautos verlangt und geboten werden, oder ob es ein „Smartphone auf Rädern“ werden wird, wie die Teslaautos scherzhaft genannt werden. Davon werden auch die Preise abhängig sein.In China, wo z.B.  VW erhebliche Verluste an Marktanteilen hinnehmen muss, werden heute schon E-Autos verkauft, deren Preise massiv unter dem Niveau europäischer „Elektriker“ liegen. Die ersten Reaktionen der EU sind Importe aus China zu behindern. Keine wirklich brauchbare Idee, weil damit auch der Zutritt der europäischen Erzeuger zu einem 1,5 Milliarden Markt gefährdet würde.</p>
<p><strong>Konsumenten sind verunsichert, werden aber für große Stückzahlen gebraucht<br />
</strong>Wie sich der E-Automarkt in Europa bis 2030 abspielen wird, hängt zweifellos davon ab, zu welchen Preisen die jeweils unterschiedlichen Funktionen des Firmen- oder Privatautos auf E-Basis angeboten werden, wie der Gebrauch (Laden, Wartung, Reparaturen) organisiert wird, was der Strom kostet aus unterschiedlichen Bezugsquellen (private Steckdose, Ladestationen etc.) und welche Preise man für das E-Car auf dem E-Gebrauchtwagenmarkt (der sich erst bilden muss) wird erzielen können. Die deutschen Zahlen sind nicht gerade ermutigend, sind doch nur 2% des Bestands E-Autos. Wobei man sich als Autokäufer dem E-Auto kaum versuchsweise nähern kann. Zum Unterschied vom Verbrenner gibt es eben keine billigen „gebrauchten E-Studentenautos“, jeder Versuch, ob Kauf oder Leasing, kostet richtig Geld.<br />
Ein deutscher Fachjournalist meinte, E-Autos, wie sie d e r z e i t dem Markt zur Verfügung stehen, seien Produkte „für die Wohlhabenden in den Außenbezirken“.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2748" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2024/01/Gerald-A.-Hollaus-199x300.jpg" alt="Gerald A. Hollaus" width="141" height="213" srcset="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2024/01/Gerald-A.-Hollaus-199x300.jpg 199w, https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2024/01/Gerald-A.-Hollaus-133x200.jpg 133w, https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2024/01/Gerald-A.-Hollaus-266x400.jpg 266w, https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2024/01/Gerald-A.-Hollaus-166x250.jpg 166w, https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2024/01/Gerald-A.-Hollaus.jpg 307w" sizes="(max-width: 141px) 100vw, 141px" /></p>
<p><strong>Dr. Mag. Gerald Hollaus, Stellvertretender Gremialobmann der Wiener Handelsagenten</strong>, hält diesen Sager für überzogen.</p>
<p>„<strong>Die Zögerlichkeit des Marktes</strong><br />
in Bezug auf Elektroautos ist die natürliche Reaktion in Zeiten großer technischer Umwälzungen. Zum Beispiel das Produkt einer gängigen Automarke durch ein aktuelles Folgemodell zu ersetzen braucht keine großartigen Abwägungen. Das Auto kennt man und die paar Neuigkeiten erfreuen und rechtfertigen den etwas höheren Preis. That’s it. Aber ein E-Car hat einen eigenen Charakter, der vom Nutzer eine neue Einstellung zum Thema der eigenen Mobilität verlangt und dafür ein merkbar anderes Mobilitätsgefühl bietet. Natürlich müssen die wirtschaftlichen Bezugsgrößen stimmen“<br />
<strong><br />
E-Mobilität verlangt eine ehrliche Überprüfung des eigenen Bedarfs<br />
</strong>Hollaus hat bereits viele Beratungsgespräche mit E-Car-Interessenten hinter sich. Die Eigenschaften der herkömmlichen Verbrennermodelle sind nicht 1:1 mit E-Cars zu vergleichen. Denken Sie an die vielen Pendler, die zwischen Auto und öffentlichem Verkehrsmittel wählen können. Beide erfüllen den Zweck die Arbeitsstelle zu erreichen, haben aber unterschiedliche Vor- und Nachteile hinsichtlich Ökonomie, Komfort, Zeitaufwand oder Sicherheit. Man kommt also um die Abwägung nicht herum.<br />
Dasselbe gilt für die Frage: noch einmal einen Verbrenner oder schon E-Car?<br />
Um generell die Sinnhaftigkeit eines Elektroautos für den eigenen Bedarf zu ermitteln, gilt es emotionslos die eigenen Wünsche im täglichen Gebrauch zu analysieren. Die Situation jedes Interessenten ist anders. Was sich auf die Anforderungen hinsichtlich Reichweite, Treibstoffkosten, Häufigkeit von Tanken/Laden auswirkt. Selbstverständlich gibt die Wirtschaftlichkeitsrechnung einen wesentlichen Hinweis. Der Rest ist die Bedeutung des persönlichen Verlangens mit modernster Technik unterwegs zu sein.</p>
<p><strong>Ein paar Hausaufgaben müssen noch gemacht werden<br />
</strong>Die Elektromobilität bedarf spezieller Rahmenbedingungen, die heute beträchtliche Herausforderungen für den Nutzer, die Wissenschaft, die Wirtschaft, den Staat und die Gesellschaft darstellen. Auf Sicht scheint sie unabdingbar.  Besonders, wenn sich die Verwendung fossiler Brennstoffe aus bekannten Gründen tatsächlich als Sackgasse herausstellt. Die Optionen Wasserstoff und E-Fuel wird man eher Flugzeug, Schiff, Schwerverkehr und Industrie zuordnen müssen.</p>
<p><strong>Wissen  S i e  schon, wann Sie strommobil sein werden?<br />
</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Klima. Einwegpolitik führt in neue Abhängigkeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Apr 2023 14:34:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativenergien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lernen wir nicht aus der Geschichte? Die vom Ölschock überraschten europäischen Staaten begannen 1974 ½-Jahresvorräte anzulegen, um etwaige weitere Erpressungsversuche der Erdöllieferanten zu unterbinden. Plötzlich musste man sogar das sauteure Luxusöl aus Norwegen in Betracht ziehen. Die Ölkeule traf die Industriestaaten an ihrer empfindlichsten Stelle. 4 Jahrzehnte später ein ähnliches Theater mit dem Erdgas. Die...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lernen wir nicht aus der Geschichte?</strong></p>
<p>Die vom Ölschock überraschten europäischen Staaten begannen 1974 ½-Jahresvorräte anzulegen, um etwaige weitere Erpressungsversuche der Erdöllieferanten zu unterbinden. Plötzlich musste man sogar das sauteure Luxusöl aus Norwegen in Betracht ziehen. Die Ölkeule traf die Industriestaaten an ihrer empfindlichsten Stelle.</p>
<p>4 Jahrzehnte später ein ähnliches Theater mit dem Erdgas. Die Pipelines, die sich vom Osten nach Europa schlängeln, blieben zusehends leerer.</p>
<p>An einer anderen Front wird die Bevölkerung berechtigterweise unruhig, wenn Schmerzmittel oder Antibiotika in Apotheken wegen Lieferausfalls nicht vorhanden sind.</p>
<p>Wie man sieht, ist es nicht so schwer uns in die Magengrube zu hauen, obwohl wir angeblich zu den reichsten Ländern der Welt gehören.</p>
<p><strong>In allen Fällen zeigt sich die Abhängigkeit der europäischen Volkswirtschaften, die es sich sogar in lebenswichtigen Bereichen so bequem und ökonomisch günstig wie möglich eingerichtet haben. Lesen Sie dazu im Archiv meinen Blog &#8222;Ach du süße Abhängigkeit&#8220; aus dem Juni 2022. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In den nächsten Jahrzehnten kommt zu den politischen Problemen noch der Faktor Klimawandel.</strong></p>
<p>Die Wissenschaft gibt der Menschheit 20 – 30 Jahre Zeit die ärgsten Folgen doch noch abzubiegen, sofern man die Energiegewinnung auf erneuerbare Quellen beschränkt. Allerdings gibt es dabei Hürden ohne Ende.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zuerst ein paar Ziele und Bedingungen, die von Klimaschützern als unausweichlich betrachtet werden.</strong></p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 2050 muss vonseiten der Spezies Mensch alles Erforderliche getan sein die Klimaänderung im Zaum zu halten. Das bedeutet, von den Menschen benötigte und benützte Energie muss aus klimaneutralen, erneuerbaren Quellen stammen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die ganze Welt muss mitspielen, aber man kann nicht erst dann anfangen zu handeln. wenn endlich alle tat-sächlich am gemeinsamen Strang ziehen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Dabei muss in allen Ländern die Einschränkung des Klimawandels (d.h. auf der ganzen Erdoberfläche neue Klimabedingungen zu schaffen) oberstes Gebot sein und vor allen anderen internen Problem rangieren. Anders ausgedrückt, die kleinste Maßnahme im kleinsten Land ist besser als gar keine Maßnahme. „Wir haben nur 0,2% Anteil an der globalen Lösung“ bekommt daher als Argument die rote Karte.</p>
<p><strong>Das ist aber nur ein Teil des Problems.</strong></p>
<p>Auch wenn man einen strategischen Wildwuchs bei der Bekämpfung des Klimawandels vermeiden möchte, darf man aus heutiger Sicht nicht <strong>alle alternativen Überlegungen kategorisch verdammen,</strong></p>
<p>Ähnlich wie bei der Pandemie hört man heute ein babylonisches Stimmengewirr der angeblich und tatsächlich Wissenden. Wobei auch sie keine unfehlbaren Propheten sind. Niemand kann den technischen und naturwissenschaftlichen Stand 2050 vorhersagen. Und schon gar nicht, dass zu dieser Zeit „sauberer Strom“ mit Sicherheit für die gesamte Menschheit <strong>im ausreichenden Ausmaß</strong> vorhanden sein wird.</p>
<p><strong>Es eröffnen sich also die unterschiedlichsten Zukunftsszenarien, mit denen wir rechnen können bzw. müssen:</strong></p>
<p><strong>1.) Der dann ausschließlich klimaneutrale Energiebedarf muss weltweit empfindlich eingeschränkt werden, denn eine solche Energie steht nicht überall und jederzeit zur Verfügung. </strong>In diesem Fall bedeutet „ausreichend“ nur mehr einen Bruchteil dessen, was man heute unter diesem Begriff versteht. Mit allen daraus zwangsweise folgenden Konsequenzen.  Durchsetzbarkeit? Sanktionen?</p>
<p><strong>2.) Klimaneutralität der Energie und ihrer Erzeugung wird wegen gravierender Widrigkeiten nicht mehr so genau genommen, </strong>besonders weil Wasserkraft, Wind und Fotovoltaik allein bei weitem nicht die komplette Versorgung der Erde oder auch nur eines Landes sicherstellen können. Zurzeit hilft man sich (un)verschämt mit dem Begriff der „Brückenenergie“ (Abstriche von strikten Anforderungen, aber nur für einen beschränkten Zeitraum). Greenwashing (Atomenergie, das Verheizen von Pellets zur Stromgewinnung, Grünes Gas  u.a.) hat schon begonnen, denn die einen haben Atomkraftwerke im Überfluss, anderen ergeht es so mit Autofabriken und Dritte haben von Beidem etwas. Dazu kommt, dass die &#8222;verantwortbaren&#8220; Möglichkeiten der Energiegewinnung in allen Staaten höchst unterschiedlich gesehen werden.</p>
<p><strong>3.) Man kombiniert „neue“ klimaneutrale Energieformen, wie z.B. Wasserstoff mit herkömmlichen Einsatztechniken (Wasserstoff + adaptierter Verbrennungsmotor u.a.).</strong></p>
<p><strong>4.) Techniken, die heute nicht einmal noch im Labor getestet werden, lösen das ganze Problem oder wenigstens Teile davon mit einem Schlag. </strong>Nicht höchstwahrscheinlich, aber bei der heute erkennbaren Rasanz wissenschaftlichen Fortschritts nicht ganz unmöglich.</p>
<p>Die Aufzählung ist nicht vollständig und jedwede Mischform ist denkbar. Manche Varianten sind nicht markttauglich, weil man zurzeit entweder den gewonnenen Strom nicht speichern kann oder der Transport mit Stromtrassen durch das ganze Land den Wirkungsgrad erheblich vermindert und der Widerstand der Bevölkerung die erforderlichen Baumaßnahmen verhindert. Aus diesem Grund sind manche Stromformen für gewisse Industriesparten nicht sicher genug. Exportländer wie Österreich kommen jedoch ohne Industrie nicht aus. Eine folgerichtige Abwanderung der Betriebe schlüge sofort auf den Wohlstand in unserem Land durch.</p>
<p><strong>Daher:</strong></p>
<p><strong>angesichts dieser Faktenlage ist es eine Frage der praktischen Vernunft sich  a l l e  Optionen der Energieversorgung möglichst lang offen zu halten und keine ausschließlichen Entscheidungen zu treffen, ohne die langfristige technische Entwicklung und jene der geopolitischen Lage in den nächsten 30 Jahren mit einer gewissen Sicherheit abschätzen zu können. Andernfalls sind neue Abhängigkeiten unvermeidbar. Dies auch in dem Bewusstsein, dass auf Dauer eine autarke klimaneutrale Energieversorgung Österreichs unter den gegebenen Verhältnissen ein kaum erreichbares Wunschziel sein wird.</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/klima-einwegpolitik-fuehrt-wieder-in-abhaengigkeiten/">Klima. Einwegpolitik führt in neue Abhängigkeiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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		<item>
		<title>Nr. 83 &#8211; Klimawandel. Schon wieder in die Abhängigkeitsfalle?</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-83-klimawandel-schon-wieder-in-die-abhaengigkeitsfalle/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Apr 2023 13:30:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängikeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativen offenhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativenergien]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lernen wir nicht aus der Geschichte? 1974 machte sich in Europa der Ölschock breit. Die Opec-Staaten Algerien, Irak, Katar, Kuwait, Libyen, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate rächten sich mit einem Ölembargo gegen den Westen für dessen Unterstützung Israels im Jom-Kippurkrieg 1973. Es gab verpflichtendes Autofasten an 1 Tag pro Woche. In den Zeitungen sah...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-83-klimawandel-schon-wieder-in-die-abhaengigkeitsfalle/">Nr. 83 &#8211; Klimawandel. Schon wieder in die Abhängigkeitsfalle?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lernen wir nicht aus der Geschichte?</strong></p>
<p>1974 machte sich in Europa der Ölschock breit. Die Opec-Staaten Algerien, Irak, Katar, Kuwait, Libyen, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate rächten sich mit einem Ölembargo gegen den Westen für dessen Unterstützung Israels im Jom-Kippurkrieg 1973. Es gab verpflichtendes Autofasten an 1 Tag pro Woche. In den Zeitungen sah man Kinder mit Rollschuhen auf den gesperrten Autobahnen. Die überraschten europäischen Staaten begannen ½-Jahresvorräte anzulegen, um etwaige weitere Erpressungsversuche der Erdöllieferanten zu unterbinden. Plötzlich musste man sogar das sauteure Luxusöl aus Norwegen in Betracht ziehen. Die Ölkeule traf die Industriestaaten an ihrer empfindlichsten Stelle.</p>
<p>4 Jahrzehnte später ein ähnliches Theater mit dem Erdgas. Die Pipelines, die sich vom Osten nach Europa schlängeln, blieben zusehends leerer. Führende Politiker schwärmten in alle Himmelsrichtungen aus, um das billige Gas aus dem Osten durch ein was-auch-immer-welches von wo-auch-immer-her zu ersetzen.</p>
<p>An einer anderen Front wird die Bevölkerung berechtigterweise unruhig, wenn sie verschriebene Medikamente wie Schmerzmittel oder Antibiotika in Apotheken wegen Lieferausfalls nicht erhalten kann. Wie man sieht, ist es nicht so schwer uns in die Magengrube zu hauen, obwohl wir angeblich zu den reichsten Ländern der Welt gehören.</p>
<p>In allen Fällen zeigt sich die Abhängigkeit der europäischen Volkswirtschaften, die es sich sogar in lebenswichtigen Bereichen so bequem und ökonomisch günstig wie möglich eingerichtet haben. Lesen Sie dazu meinen Blog &#8222;Ach du süße Abhängigkeit&#8220; aus dem Juni 2022 HIER</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In den nächsten Jahrzehnten kommt zu den politischen Problemen noch der Faktor Klimawandel.</strong></p>
<p>Die Wissenschaft gibt der Menschheit 20 – 30 Jahre Zeit die ärgsten Folgen doch noch abzubiegen, sofern man die Energiegewinnung auf erneuerbare Quellen beschränkt. Allerdings gibt es dabei Hürden ohne Ende.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zuerst ein paar Ziele und Bedingungen, die von Klimaschützern als unausweichlich betrachtet werden.</strong></p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 2050 muss vonseiten der Spezies Mensch alles Erforderliche getan sein die Klimaänderung im Zaum zu halten. Das bedeutet, von den Menschen benötigte und benützte Energie muss aus klimaneutralen, erneuerbaren Quellen stammen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die ganze Welt muss mitspielen, aber man kann nicht erst dann anfangen zu handeln. wenn endlich alle tat-sächlich am gemeinsamen Strang ziehen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Dabei muss in allen Ländern die Einschränkung des Klimawandels (d.h. auf der ganzen Erdoberfläche neue Klimabedingungen zu schaffen) oberstes Gebot sein und vor allen anderen internen Problem rangieren. Anders ausgedrückt, die kleinste Maßnahme im kleinsten Land ist besser als gar keine Maßnahme. „Wir haben nur 0,2% Anteil an der globalen Lösung“ bekommt daher als Argument die rote Karte.</p>
<p><strong>Das ist aber nur ein Teil des Problems.</strong></p>
<p>Die ersten 4 Absätze – Sie erinnern sich – sind dem Thema Abhängigkeit gewidmet. Aus gutem Grund.</p>
<p><strong>Mit dem Verlangen  n u r  Strom dürfe in 30 Jahren die akzeptierte Energieform sein (der strikt aus regenerierbaren Quellen stammen müsse) und damit zugleich alle alternativen Überlegungen kategorisch zu verdammen, tun wir uns nichts Gutes. Lesen Sie Spotlight Nr. 25 &#8222;Alles Strom, oder was?&#8220; aus dem Jahr 2021</strong></p>
<p>Ähnlich wie bei der Pandemie hört man heute ein babylonisches Stimmengewirr der angeblich und tatsächlich Wissenden. Wobei auch sie keine unfehlbaren Propheten sind. Niemand kann den technischen und naturwissenschaftlichen Stand 2050 vorhersagen. Und schon gar nicht, dass zu dieser Zeit „sauberer Strom“ mit Sicherheit für die gesamte Menschheit <strong>im ausreichenden Ausmaß</strong> vorhanden sein wird.</p>
<p><strong>Es eröffnen sich also die unterschiedlichsten Zukunftsszenarien, mit denen wir rechnen können bzw. müssen:</strong></p>
<p><strong>1.) Der dann ausschließlich klimaneutrale Energiebedarf muss weltweit empfindlich eingeschränkt werden, denn eine solche Energie steht nicht überall und jederzeit zur Verfügung. </strong>In diesem Fall bedeutet „ausreichend“ nur mehr einen Bruchteil dessen, was man heute unter diesem Begriff versteht. Mit allen daraus zwangsweise folgenden Konsequenzen.  Durchsetzbarkeit? Sanktionen?</p>
<p><strong>2.) Klimaneutralität der Energie und ihrer Erzeugung wird wegen gravierender Widrigkeiten nicht mehr so genau genommen, </strong>besonders weil Wasserkraft, Wind und Fotovoltaik allein bei weitem nicht die komplette Versorgung der Erde oder auch nur eines Landes sicherstellen können. Zurzeit hilft man sich (un)verschämt mit dem Begriff der „Brückenenergie“ (Abstriche von strikten Anforderungen, aber nur für einen beschränkten Zeitraum). Greenwashing (Atomenergie, das Verheizen von Pellets zur Stromgewinnung, Grünes Gas  u.a.) hat schon begonnen, denn die einen haben Atomkraftwerke im Überfluss, anderen ergeht es so mit Autofabriken und Dritte haben von Beidem etwas. Dazu kommt, dass die &#8222;verantwortbaren&#8220; Möglichkeiten der Energiegewinnung in allen Staaten höchst unterschiedlich gesehen werden.</p>
<p><strong>3.) Man kombiniert „neue“ klimaneutrale Energieformen, wie z.B. Wasserstoff mit herkömmlichen Einsatztechniken (Wasserstoff + adaptierter Verbrennungsmotor u.a.).</strong></p>
<p><strong>4.) Techniken, die heute nicht einmal noch im Labor getestet werden, lösen das ganze Problem oder wenigstens Teile davon mit einem Schlag. </strong>Nicht höchstwahrscheinlich, aber bei der heute erkennbaren Rasanz wissenschaftlichen Fortschritts nicht ganz unmöglich.</p>
<p>Die Aufzählung ist nicht vollständig und jedwede Mischform ist denkbar. Manche Varianten sind nicht markttauglich, weil man zurzeit entweder den gewonnenen Strom nicht speichern kann oder der Transport mit Stromtrassen durch das ganze Land den Wirkungsgrad erheblich vermindert und der Widerstand der Bevölkerung die erforderlichen Baumaßnahmen verhindert. Aus diesem Grund sind manche Stromformen für gewisse Industriesparten nicht sicher genug. Exportländer wie Österreich kommen jedoch ohne Industrie nicht aus. Eine folgerichtige Abwanderung der Betriebe schlüge sofort auf den Wohlstand in unserem Land durch.</p>
<p><strong>Daher:</strong></p>
<p><strong>angesichts dieser Faktenlage ist es eine Frage der praktischen Vernunft sich  a l l e  Optionen der Energieversorgung möglichst lang offen zu halten und keine ausschließlichen Entscheidungen zu treffen, ohne die langfristige technische Entwicklung und jene der geopolitischen Lage in den nächsten 30 Jahren mit einer gewissen Sicherheit abschätzen zu können. Andernfalls sind neue Abhängigkeiten unvermeidbar. Dies auch in dem Bewusstsein, dass auf Dauer eine autarke klimaneutrale Energieversorgung Österreichs unter den gegebenen Verhältnissen ein kaum erreichbares Wunschziel sein wird.</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
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		<title>Erboste Bürger. Und weswegen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2022 20:14:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Energiebedarf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Laut Umfragen ist die Hälfte der österreichischen Bevölkerung mit der politischen Landschaft, insbesondere mit der Regierung unzufrieden. Ein harter Kern der Unzufriedenen ist „richtig angefressen“ Die verantwortlichen Politiker wehren sich mit einer Liste, die etwa so aussieht: Geerbte Probleme / Beispiellose Krisenfolge ohne Ende (Finanzkrise, Migrationsbewegungen, Corona, Ukrainekrieg) / Externe Herausforderungen, die Österreich entweder gar...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Laut Umfragen ist die Hälfte der österreichischen Bevölkerung mit der politischen Landschaft, insbesondere mit der Regierung unzufrieden. Ein harter Kern der Unzufriedenen ist „richtig angefressen“</p>
<p><strong>Die verantwortlichen Politiker wehren sich mit einer Liste, die etwa so aussieht:</strong></p>
<p><strong>Geerbte Probleme / Beispiellose Krisenfolge ohne Ende (Finanzkrise, Migrationsbewegungen, Corona, Ukrainekrieg) / Externe Herausforderungen, die Österreich entweder gar nicht oder keinesfalls allein lösen kann / Mangelnde Ressourcen / Zu geringe Zeitspanne, die für einzelne Problemlösungen zur Verfügung steht / Mangelnde Kompromissbereitschaft der maßgeblichen gesellschaftlichen Gruppierungen / Schwindende Loyalität zum Staat und seinen Einrichtungen / In anderen Ländern ist es auch nicht besser.</strong></p>
<p>Bei den Bürgern kommt es aber als Konglomerat aus mangelnder Problemlösungskapazität, persönlicher Betroffenheit und verwirrender, diffuser Information aus allen möglichen Quellen an. Das ergibt ein raues, kritisches Explosivgemisch, mit dem die „Eliten“ zu kämpfen haben. Dazu gesellt sich in letzter Zeit der Zweifel, ob überhaupt für das politische Management  noch das Volk im Mittelpunkt steht, von dem lt. Verfassung die Macht ausgeht.</p>
<p><strong>Die Wähler unserer Zeit wollen nicht machterhaltende Abstimmungsmaschine sein, sie erwarten von den Volksvertretern schlichtweg EMPATHIE und die Schaffung von Rahmenbedingungen für ein gerechtes, würdevolles und erfüllendes Leben. Wer das nicht in den Mittelpunkt seiner politischen Tätigkeit stellen will oder kann, muss die Bühne verlassen. Ist das zu viel verlangt?</strong></p>
<p><strong>Was schafft nun hauptsächliches Unbehagen? Was wirft „man“ der politischen Elite aller Couleurs vor?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 1 </strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Zu wenig Vorausblick erzeugt, wenn es ernst wird, einen kaum zu bewältigenden Termindruck </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Klimawandel</strong></p>
<p>„Grenzen des Wachstums“ veröffentlichte der Club of Rome bereits 1972. 1979 konstituierten sich in Deutschland die „Urgrünen“ und sackten gleich 3% bei den Europawahlen ein. 4 Jahrzehnte reagierten durch Taten weder Politik noch das Volk.</p>
<p>Heute brennt der Hut. Energie, die aus der Erde gebuddelt werden muss, ist geächtet. Sie muss jetzt von einem Tag auf den anderen regenerierbar sein. Die Lieblingsform ist Elektrizität. Und zwar für alles. Das lässige Dahindösen in den letzten Jahren wird abgestraft. Eine Atempause bieten noch „green washed“ Atomenergie und Steinkohle.  Aber jeder erkennt die Schummelei aus einer Notlage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Abhängigkeiten und mangelnder Vorrat</strong></p>
<p>Energie für Produktion und private Bequemlichkeiten war – aus heutiger Sicht &#8211; immer billig und in Mengen verfügbar. Der Öl-Aufstand der OPEC in den 70er-Jahren wurde durch Dauerbevorratung abgeschmettert.</p>
<p>Billiges Gas aus Russland ließ die europäischen Industriestaaten und deren Margen florieren. Seit der freundliche Kaufherr im Kreml sich zu einem brutalen Kriegsherrn verwandelte, sucht man die Schuldigen für die allgemein offensichtliche Abhängigkeit. Das ist schon verwegen. Wer hätte es denn politisch überlebt, die Bevölkerung mit dem x-fach teureren Gas aus Norwegen zu versorgen? Und zwar mit dem Argument der damit erkauften Unabhängigkeit von Russland?</p>
<p>„ Krisen offenbaren eben Schwächen“ wiegelt der deutsche Vizekanzler Habeck ab.</p>
<p>Beim Staatsvolk kommt das gar nicht gut an. Weil „wozu halten wir uns denn das ganze Berater- und Beamtengewusel und die Politikergarde um teures Geld, wenn sie erst auf diese Weise auf die Schwachstellen unseres Staates stoßen?“ Zu erkennen, dass eine Abhängigkeit, gleichgültig von wem, ein Risikofaktor ist – dazu brauche man keine Matura.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Migration</strong></p>
<p>Auch wenn es verschiedentlich anders dargestellt wird, haben die europäischen Länder ad hoc keinen Einfluss auf den bestehenden Migrationsdruck aus der ganzen Welt. Wenn 100 Millionen Afrikaner sich auf den Weg machen wollen, werden kurzfristig die europäischen Staatskanzleien an diesem Wunsch, der vielfältige Ursachen hat, nichts ändern können. Zäune errichten, das war’s dann!</p>
<p>Am liebsten würde man in der EU die Einwanderer handverlesen aussuchen, die aus demografischen Gründen eine Notwendigkeit sind. Tatsächlich tut sich die Behörde schon schwer diese von den Flüchtlingen zu unterscheiden.</p>
<p>Die europaweite Ratlosigkeit ist offensichtlich. Ebenso das Fehlen des gemeinsamen unbeugsamen Willens, für Europa eine tatsächlich umsetzbare, humane Vorgangsweise zu schaffen.</p>
<p>Das Problem wird also weiterbestehen und so manche europäische Regierung aus dem Amt jagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 2  (dem „Pater“ Habeck in Deutschland durch demütiges Gehabe begegnen will)</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Schlechte Kommunikation</strong></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Die Bürger kennen sich nicht aus</strong></p>
<p>Einfach ausgedrückt, reden diejenigen auch in der Öffentlichkeit kunterbunt durcheinander, von denen man verständliche und vor allem zuverlässige Erklärungen erwartet (Politik, Wissenschaft, Interessenvertreter).</p>
<p>Man weiß nicht, ist die Lage so bedrohlich wie sie dargestellt wird, oder nicht?</p>
<p>Trifft irgendjemand Vorkehrungen oder muss man das selbst tun? Sind die Maßnahmen und die damit verbundenen Einschränkungen überschießend oder vielleicht doch die letzte Rettung?</p>
<p>Unverhofft schützt man Deutschland vor radioaktiver Verstrahlung durch sofortiges Abschalten der meisten Atomkraftwerke, nicht viel später verleiht ihnen Brüssel das grüne Pickerl.</p>
<p>Die in Pension geschickten Kohlearbeiter horchen auf, weil der Pfui-Aspekt der Kohle plötzlich nur mehr für Braunkohle gilt. Steinkohle hingegen? Sauberer geht’s nicht!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Szenenwechsel Pandemie:</p>
<p>sind die „Demagogiesyndikate“ der Impfgegner rehabilitiert, weil nach Erreichung hochprozentiger Geimpftenzahlen schamhaft verbreitet wird, dass die Impfungen nur ein Wahrscheinlichkeitsschutz sind?</p>
<p>Ist der 4. Stich empfehlenswert oder nicht? Nicht unter 5 Jahren, nicht vor 6 Monaten nach der Erkrankung, nur die Vulnerablen, diese aber auch nach 4 Monaten und die 60+ nur, wenn sie keine Vorerkrankungen haben. Der Impfstoff muss von derselben Pharma-Firma stammen. Nein, Kreuzimpfungen sind wirkungsvoller.</p>
<p>Genialer Schluss aus dem Gesundheitsministerium: &#8222;Das muss jeder selbst entscheiden.&#8220;</p>
<p>Kurzum, wer hat da welchen „Stich“?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 3</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Fehlen prioritärer Ziele und der dazu gehörenden Planung und Fristsetzung</strong></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Erweckungserlebnisse</strong></p>
<p>Es vergeht kaum eine Woche ohne Pressekonferenz, auf der nicht ein Minister oder eine Ministerin freudestrahlend und mit einem Schuss Eigenlob brandneue Initiativen ankündigt. Förmlich ein Erweckungsblitz muss hier eingeschlagen haben.  Denn leider ruhen die der Lösung harrenden Probleme seit vielen Jahren in eben diesem Ministerium. Öffentliche Forderungen, die Minister oder Ministerin an sich selbst richten, sind wenig populär. Journalistenfragen nach dem Zeitpunkt der Umsetzung bleiben mit Rücksicht auf die kolossalen Schwierigkeiten unbeantwortet.</p>
<p>Weniger ankündigen, mehr erledigen – das würde die Menschen freuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was wäre es mit einer ständig aktualisierten staatlicher To-Do-Liste?</strong></p>
<p>Die Bürger erwarten, dass die Politik das Land nicht nur verwaltet.</p>
<p>In der heutigen Zeit muss es eine Webseite des Bundeskanzleramts mit den definierten <strong>Staatszielen</strong>, den definierten <strong>Umsetzungsschritten,</strong> den entsprechenden <strong>Fristsetzungen</strong> und den dafür geplanten <strong>Ausgaben</strong> geben. Das alles <strong>geordnet nach den Ministerien</strong>, die die Führungsverantwortung für die jeweiligen Themen haben. Zu dieser Webseite die Verpflichtung des <strong>Rechnungshofs</strong> dem Parlament regelmäßig Bericht zu erstatten.</p>
<p>Dazu gehört auch in geeigneter Weise die Darstellung, wo wir als Staat in der Umsetzung stehen (keine wolkigen Erklärungen, sondern Fakten). Dasselbe gilt selbstverständlich für die Bereiche der jeweiligen Landesregierungen.</p>
<p>Auf diese Weise würde man auch erfahren, was n i c h t zu den Zielen zählt, an denen gearbeitet wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 4</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Das Wohl des Staates rangiert hinter dem Eigeninteresse der Parteien</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Endlose Debatten dominieren TV, soziale Medien und Printorgane, welche Folgen wohl dieses oder jenes Vorkommnis in wirtschaftlicher bzw. politischer Hinsicht habe. Mit Erbitterung stellt dann der Bürger fest, dass im Vordergrund nur das Ranking im Machtspiel der Parteien steht, kaum das Wohl der Staatsbürger/ Steuerzahler.</p>
<p>Die Lösung wichtiger Probleme lässt vermutlich auf sich warten, weil Generalsekretäre und Spindoktoren der gerade federführenden Parteien ständig in Sorge um die alles entscheidenden Umfragewerte sind.</p>
<p>Als Staat brauchen wir aber Führung durch den Problemdschungel und nicht Poseure auf dem Boulevard, die damit auch noch Beliebtheitspunkte kassieren.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 5</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Polarisierung durch Werte</strong></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Man kennt, was die Politikerreden und die entsprechenden Kommentare in den Medien uns ständig um die Ohren hauen: die Werte.</p>
<p>Wer politisch nicht weiter weiß, schlägt mit der Wertekeule um sich.</p>
<p>Alle ach so modernen, fortschrittlichen Genderfans, die im Bus der am Stock erkennbaren Gehbehinderten nicht ihren Sitzplatz überlassen, haben jede Glaubwürdigkeit eingebüßt. Es ist Unsinn ständig neue Werte zu erfinden, weil es zu schwierig ist, die vernünftigen alten einzuhalten. Falsch  gegenderte Diplomarbeiten zurückzuschmeissen hat noch keiner einzigen Supermarktkassierin zu einem besseren Gehalt verholfen. Oder anders ausgedrückt. Die Flucht aus der Sachpolitik in die Symbolpolitik hat noch nie Probleme gelöst, sondern immer welche geschaffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Aufzählung mag man beliebig fortsetzen. Das Volk ist verwirrt und aufgebracht. Angesichts der sichtbar werdenden Unzulänglichkeiten fürchtet es um den eigenen Lebensstandard und das Wohl seiner Nachkommenschaft. Hinterfotziges  Schlammcatchen der Parteien ist erwartungsgemäß nicht vertrauensfördernd.  </strong></p>
<p><strong>Eine versagende politische Mitte überlässt die Wähler den Rändern des politischen Spektrums.</strong></p>
<p><strong> </strong>©walterkrammer(wct)</p>
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		<title>Das Ziel ist groß &#8211; die Zeit ist knapp</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2022 17:18:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Energiebedarf]]></category>
		<category><![CDATA[Energieträger]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationen]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionen]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachhaltige Energiepolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch 2030 wird es in Österreich einen Energiebedarf geben. Über weite Strecken wird er unter dem Gesichtspunkt der Klimarücksicht anders aussehen als heute. Unter der Annahme, dass Anzahl und Lebensstil der Bevölkerung und Umfang der österreichischen Wirtschaft sich im üblichen 10-Jahresschnitt verändern werden, sind zwar kräftige Verschiebungen bei den Energieträgern wahrscheinlich – aber ich zweifle...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auch 2030 wird es in Österreich einen Energiebedarf geben.</strong></p>
<p><strong>Über weite Strecken wird er unter dem Gesichtspunkt der Klimarücksicht anders aussehen als heute. Unter der Annahme, dass Anzahl und Lebensstil der Bevölkerung und Umfang der österreichischen Wirtschaft sich im üblichen 10-Jahresschnitt verändern werden, sind zwar kräftige Verschiebungen bei den Energieträgern wahrscheinlich – aber ich zweifle daran, dass der Bedarf   w e s e n t l i c h reduziert sein wird.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Darüber, wie viel wir 2020 / 2021 an Energie verbraucht haben, gibt die Statistik Austria Auskunft. Sie bringt jedes Jahr eine Energiebilanz heraus über das Vorjahr. Das tut sie seit vielen Jahren. Der Bilanz kann man entnehmen, wie viel Gas, Öl, Kohle, Holz, Elektrizität usw. benötigt wurde. Auch, was davon Importe waren oder welchen Anteil erneuerbare Energie lieferte (z.B. Wasserkraft, Windkraft etc).</p>
<p>Ebenso zeigt die Statistik <span style="color: #333333;">wer</span> oder was (Produktionsbetriebe, Landwirtschaft, Verkehr, privater Verbrauch etc.) welche Art dieser Energie verbraucht hat.</p>
<p><strong>Im Jahr 2021 waren es insgesamt 1.121 Petajoule. </strong></p>
<p>Mit Absicht will ich Sie nicht mit Detailzahlen überhäufen. Sie werden sehen, dass es für unsere Überlegungen unerheblich ist, ob der Bedarf 10% kleiner oder größer sein wird.</p>
<p><strong>Entscheidend ist, von welchem Energieträger (Gas, Öl, Kohle, Holz, Elektrizität usw.) die verschiedenen Abnehmer (also wieder Produktionsbetriebe, Landwirtschaft, Verkehr, privater Verbrauch etc.) mehr oder weniger brauchen als heute. Welche Energiemengen Österreich dann immer noch importieren muss und wie groß der Anteil aus (möglichst heimischen) regenerierbaren Quellen sein wird.</strong></p>
<p><strong>Beispiele</strong>: wie werden 2030 die derzeit 400.000 gasbeheizten Wohnungen in Wien im Winter gewärmt? Wird sich der tägliche Transport von Personen und Waren in ganz Österreich anders aufteilen als heute und wie verschiebt sich dadurch der Anteil der heute im Einsatz befindlichen Energieträger? Vielleicht brauchen wir ganz neue? Wo kommen die dann her? Inwieweit ist dafür technisch und logistisch vorgesorgt? Von dieser Art von Fragen gibt es ein paar hundert.</p>
<p>Es geht nicht nur um die Energieträger selbst, vielmehr auch um die <strong>rechtzeitigen Investitionen.</strong> Schienenwege und rollendes Material für die Bahn, Wärmedämmungen in den bestehenden Gebäuden, Verlegung von Leitungen für Strom, Fernwärme, Erdwärme durch das ganze Land.</p>
<p><strong>Die Wahrheit ist, dass Österreich energietechnisch insgesamt zu einem ganz erheblichen Teil umgekrempelt werden muss. Und das auf breiter Front.</strong> Jetzt wissen Sie, wieso 10% auf oder ab nicht das prioritäre Problem sind.</p>
<p><strong>Für die Bevölkerung wäre es wichtig annehmen zu dürfen, dass hinter diesen vorhersehbaren und notwendigen Umwälzungen bereits ein fertiger und tatsächlich  umsetzbarer Plan steht.</strong> Welchen Gesamtbedarf an Geld werden die erwähnten Investitionen bis 2030 haben?  Wer zahlt das und wer wird die Arbeit leisten? Wo sind die Fachleute? Ob die angeregten Schnellsiedekurse im Bundesheer Österreich retten werden? Wo sind die Investitionspläne im öffentlichen und privaten Bereich? Wer übernimmt die Gesamtorganisation dieses Jahrhundertprojekts?</p>
<p>Welche aufeinander abgestimmten legistischen Vorbereitungen hat Frau Minister Zadic schon getroffen? Welche in der Zeit bis 2030 wirksamen Koordinationsanstrengungen und über bedrucktes Papier hinausgehenden Vorbereitungen gibt es im Ministerium von Frau Minister Gewessler? „Fürchtet euch nicht, im Winter wird’s nicht kalt“ wird nicht reichen.</p>
<p>Auch die restliche österreichische Verwaltung sollte längst in der Lage sein auf Knopfdruck ihren Beitrag zu leisten. Eine Vorbereitung der Bevölkerung auf die 8 kommenden Jahre ist überhaupt nicht zu erkennen. Und nicht zuletzt werden sich die Mitglieder des Parlaments schleunigst um wichtigere Dinge kümmern müssen als in Chats zu stöbern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mit Nachdruck ist von den Verantwortlichen eine klare detaillierte Zieldefinition 2030 zu fordern. Dazu das Zahlenwerk und den Zeitplan mit den einzelnen Schritten auf allen Ebenen (Bund, Länder und Gemeinden).</strong></p>
<p>Parallel dazu braucht es eine überprüfbare <strong>laufende öffentliche Darstellung</strong>, ob wir im Plan sind oder wie groß die Abweichung ist und welcher Plan B im Notfall verfolgt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/das-ziel-ist-gross-die-zeit-ist-knapp/">Das Ziel ist groß &#8211; die Zeit ist knapp</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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		<item>
		<title>Nr. 58  &#8211; Optimismus und Zusammenhalt sind rare Güter</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-58-optimismus-und-zusammenhalt-sind-rare-gueter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2022 15:04:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Energiebedarf]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Optimismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenhalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Die kursierenden Umfrageergebnisse bezüglich Politik und Wirtschaft kann man nicht als erfreulich bezeichnen. In der Politik hängt die Beurteilung natürlich vom Standpunkt des Betrachters ab. Erfreulich, wenn  „die eigene Seite“ dazugewinnt. Ist das Gegenteil der Fall, bleibt nur die Option Hoffnung. Gesamthaft gesehen, dominiert bei den Befragten aber unübersehbar die Unsicherheit. Wunder ist das...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-58-optimismus-und-zusammenhalt-sind-rare-gueter/">Nr. 58  &#8211; Optimismus und Zusammenhalt sind rare Güter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/05/Handelsagenten-Spotlight.jpg" alt="Handelsagenten Spotlight" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die kursierenden Umfrageergebnisse bezüglich Politik und Wirtschaft kann man nicht als erfreulich bezeichnen. In der Politik hängt die Beurteilung natürlich vom Standpunkt des Betrachters ab. Erfreulich, wenn  „die eigene Seite“ dazugewinnt. Ist das Gegenteil der Fall, bleibt nur die Option Hoffnung. Gesamthaft gesehen, dominiert bei den Befragten aber unübersehbar die Unsicherheit. Wunder ist das keines.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei <strong>Corona</strong> sind die sommerlichen Infektionszahlen beträchtlich,  die Spitäler sind aber nur mäßig von Coronakranken belegt. Die Infizierten erleben hauptsächlich „nur“ eine Grippe. Insofern haben die Impfungen vermutlich geholfen. Was der Herbst bringen wird, weiß niemand wirklich.  Der Gesundheitsminister versichert jedoch vorbereitet zu sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit dem <strong>Ukraine-Krieg</strong> können wir schlecht umgehen. Seit 1945 (also fast 80 Jahre lang) hat es derartiges in Europa nicht gegeben (wenn man von den Aufständen in den Warschauer Paktstaaten vor 1989 absieht und den Auseinandersetzungen auf dem Balkan). <strong>Bedeutender Faktor ist auf jeden Fall, dass es sich bei der aktiven Kriegspartei um eine Atommacht handelt</strong> und der sich als Schutzmacht verstehende Westen wegen des Schützlings keine atomare Eskalation riskieren kann und will. Von einheitlichen Positionen der führenden Parteien in den EU-Ländern ist demzufolge keine Rede  und ob die Bevölkerungen die jeweiligen Entscheidungslinien ihrer Regierungen und Parlamente im Ernstfall in naher Zukunft (weiter) mittragen wollen und werden, bleibt abzuwarten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nicht überraschend hat dieser Krieg auch in ganz Europa die prinzipiellen Standpunkte zum Thema Energie- und Klimawandel durcheinandergeworfen und die Regierenden hektisch Umschau halten lassen, wo man in der Geschwindigkeit brauchbaren und vor allem „grünen“ Ersatz herbekommen kann. Findet man keinen, werden halt kurzerhand Atomenergie und Erdgas als &#8222;grün&#8220; angesehen..</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dass der energiepolitische Schulterschluss mit Russland, gegen den angesichts des ökonomischen Vorteils niemand im Westen erinnerlich angetreten ist, sich im Konfliktfall als arges Hindernis erweist, ist peinlich, aber wahr. Allerdings beschleunigen nun die Abscheu vor der &#8222;<strong>russischen Abhängigkeit</strong>&#8220; u n d  die sichtbare <strong>Auswirkung des Klimawandels</strong> die einschlägigen Bemühungen der EU mit einer Art Doppelschub. <strong>Beides muss rasch gehen. Die Folgen werden zweifellos für die europäische Bevölkerung spürbar sein.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dennoch ist den Umfragen zufolge ungefähr <strong>die Hälfte der befragten Österreicher in wirtschaftlicher Hinsicht nicht pessimistisch.</strong> Genauere Untersuchungen werden zwei nicht allzu überraschende Ergebnisse bringen. Einerseits, dass die jeweiligen Erfolgsaussichten branchenabhängig sind und andererseits von der individuellen Situation der Familie oder des jeweiligen Betriebs bestimmt werden. .</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Experten weisen in dieser Situation dem <strong>Optimismus von allen Menschen die eine wirtschaftsrelevante Rolle spielen</strong> (z.B. als Konsumenten, als Angestellte oder Selbständige, als Investoren, auch als Bezieher von Tranferleistungen etc) eine wesentliche Bedeutung zu. Sie sind es, die das Geld im Umlauf halten&#8230;</p>
<p><strong>Wir stehen vor mehreren komplexen Problemen und brauchen Zusammenhalt und eine positive Einstellung in schwierigen Zeiten. Zusammenhalt im Betrieb, in unserer Stadt, in unserem Land, in unserem Europa.</strong></p>
<p><strong>„Wenn die Wölfe kommen, hält man die Herde zusammen.“</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>©walterkrammer(wct)</strong></p>
<p>krammer@wordcraft.at</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-58-optimismus-und-zusammenhalt-sind-rare-gueter/">Nr. 58  &#8211; Optimismus und Zusammenhalt sind rare Güter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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		<title>Ach, du süße Abhängigkeit</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/ach-du-suesse-abhaengigkeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2022 19:17:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alarm. Europa in ungeahnten Abhängigkeiten. Versklavt durch Gas und Öl. Hörig gemacht durch billige Ruderleiberln. Schutzlos US-Forderungen nach höheren Verteidigungsbudgets unterworfen. Wie konnte das geschehen – und vor allem, wer ist daran schuld? SATIRE „Kaum eine Talkshow kommt aus ohne dieses Thema. Erst der Krieg in der Ukraine hat anfangs die TV-Eliten, dann die Eliten,...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/ach-du-suesse-abhaengigkeit/">Ach, du süße Abhängigkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alarm. Europa in ungeahnten Abhängigkeiten. </strong><strong>Versklavt durch Gas und Öl. Hörig gemacht durch billige Ruderleiberln. Schutzlos US-Forderungen nach höheren Verteidigungsbudgets unterworfen. Wie konnte das geschehen – und vor allem, wer ist daran schuld?</strong></p>
<p><strong>SATIRE</strong></p>
<p><em>„Kaum eine Talkshow kommt aus ohne dieses Thema. Erst der Krieg in der Ukraine hat anfangs die TV-Eliten, dann die Eliten, danach die 500Millionen-Bevölkerung Europas und später auch besorgte Volksvertreter in Österreich darauf aufmerksam gemacht, wie abhängig wir eigentlich sind. </em></p>
<p><em>Davor ist es uns gar nicht richtig aufgefallen, auf welch verschlagene Weise man uns kirre gemacht hat. Wer denkt sich denn etwas bei einem tadellosen shirt um 3,95 made in China? Schon inklusive poppigem Aufdruck!</em></p>
<p><em>Zwar billig, aber doch nicht geschenkt. Schließlich schneit es uns das Geld ja auch nicht. Raffiniert haben die Chinesen das schon gemacht. Eine Schiffsladung nach der anderen haben sie geschickt. Bis wir heute ohne solche Textilstandards fast nicht mehr leben können. Oder ohne Turnpatschen aus dem Land des Lächelns.</em></p>
<p><em>Noch ärger aber war ihr Schachzug den europäischen Autoerzeugern die halbe Jahresproduktion abzukaufen. </em><em>Welches wohlmeinende Land macht denn so etwas?</em></p>
<p><em> </em><em>Gut, die Russen sind natürlich vom gleichen Schlag. Billiges Erdgas, billiges Öl. Die haben gewusst, dass wir darauf hereinfallen werden. </em><em>Jeder hat geglaubt Benzin um 1,20/l wäre teuer. Dass man dafür auch 1,997/l verlangen kann – jetzt wo sie uns in der Hand haben – das will einem ja gar nicht in den Kopf. </em><em>Mit Nordstream 2 wollten sie uns zusätzlich unterjochen. Aber dann sind wir aufgewacht. </em><em>Klar hätte es uns schon früher auffallen müssen. </em><em>Warum hätte sich sonst Putin dauernd von europäischen Industrie-, Energie- und Politchefs abknutschen lassen sollen?</em></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2224" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/06/674483_web_R_by_Neumi_pixelio.de_-218x300.jpg" alt="674483 Web R By Neumi Pixelio.de" width="218" height="300" srcset="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/06/674483_web_R_by_Neumi_pixelio.de_-218x300.jpg 218w, https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/06/674483_web_R_by_Neumi_pixelio.de_-146x200.jpg 146w, https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/06/674483_web_R_by_Neumi_pixelio.de_-182x250.jpg 182w, https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/06/674483_web_R_by_Neumi_pixelio.de_.jpg 291w" sizes="(max-width: 218px) 100vw, 218px" />Foto NEUMI/pixelio.de</p>
<p><em>Aber nicht einmal vor den vermeintlich echten Freunden ist man sicher. Nicht nur, dass sie uns und sogar Angela abgehört haben. Vermutlich lauschen sie auch heute noch. </em><em>Nein. Die ganze Zeit haben Sie uns, ohne Widerrede, kostenlos ihren Atomschirm geborgt. Juristisch könnte man sagen, den haben wir uns über die vielen Jahre ersessen. </em><em>Und wie aus heiterem Himmel, völlig unerwartet, wollen sie, dass die Europäer ihre Verteidigung – also die richtige, die auch etwas bewirkt – selbst bezahlen. Das heißt mehr Geld für die Heere. </em></p>
<p><em>Wo sollen denn die armen Europäer ausgerechnet jetzt das Geld hernehmen? Der österreichische Milizchef hat kürzlich betont, dass es viele seiner Mannen gibt, die im Ernstfall nicht einmal Militärkleidung haben. </em><em>Wie schaut denn das aus? Das geht ja bis zur Unterwäsche! Der eine in Boxershorts, der andere in schwarzen Slips, wenn überhaupt. Ich gebe zu, man sollte da nicht übertrieben kleinlich sein. Wenn man heute durch die Kärntnerstraße geht, meint man, die bummelnden Männer kommen schon aus der Gefangenschaft&#8220;.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>IM ERNST</strong></p>
<p><strong>Sensible Menschen werden sagen, dass Spott in so ernsten Situationen nicht angebracht ist. Aber die Satire macht manches rascher verständlich.</strong></p>
<p>Wo sind denn die Superökonomen, die der Bundesregierung schon vor Jahren dringend geraten haben die Lieferanten von Energie zu diversifizieren (was auch höhere Preise für Energie bedeutet hätte). Hatten wir doch schon auf Atomstrom verzichtet, dann sollten wir womöglich auch noch Öl und Gas mutwillig teurer einkaufen? Auch unsere Industrie? Darunter hätte die Wettbewerbsfähigkeit ordentlich gelitten, zusätzliche Industriebetriebe hätten sich ins Ausland verzogen. Heißt weniger Arbeitsplätze, heißt mehr Arbeitslose, heißt mehr Geld für die Unterstützung dieser Menschen.</p>
<p><strong>Beziehungen – private, berufliche und politische – schaffen Abhängigkeiten. Die Frage ist nicht ob, sondern wie weitreichend sich diese entwickeln. Was man zulässt. Oder ob man sich zufrieden hineinkuschelt</strong>.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2225" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/06/EU-u.-Paragraph.jpg" alt="Eu U. Paragraph" width="250" height="156" srcset="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/06/EU-u.-Paragraph.jpg 250w, https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/06/EU-u.-Paragraph-200x125.jpg 200w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></p>
<p><strong>Wie wichtig lässt man einen Lieferanten werden, wie bedeutend einen Kunden?</strong></p>
<p>Den kürzlich geschassten Herrn Seele hat man nicht zuletzt um viel Geld wegen seiner erstklassigen Beziehungen zu den Russen geholt. Warum? Damit er teures Nordseeöl von den Norwegern kauft? Wohl kaum.</p>
<p>In vollgepfropften Maschinen sind Verkaufsmanager nach Peking gepilgert, um nur möglichst schnell Marktanteile eines 1,5 Milliardenmarktes zu erobern. Im Gegenzug wollten die Chinesen den Westen mit billiger Konsumware überschwemmen. Kam ja gar nicht so ungelegen. Billige Importe senken die Preise im Warenkorb und das hält die Inflation im Zaum. Damit auch die notwendige staatliche Unterstützung der Armen.</p>
<p><strong>Auf der ganzen Welt ist das so: man gibt und man nimmt. Und jeder hofft, weniger zu geben, als zu bekommen.</strong> Leider bedeutet das auch, dass auf beiden Seiten die, die dabei gewinnen nicht identisch sind mit denen, die verlieren. Die unschöne Bezeichnung dafür ist GIER. Die euphemistische ist GESCHÄFTSTÜCHTIGKEIT.</p>
<p>Die Auswirkungen der zögerlich begonnenen Energiewende werden verschärft durch den Ukrainekrieg. Jetzt brauchen EU-Länder zur gleichen Zeit Geld für die Unterstützung der Ukraine, für gewaltige Investitionen und das kostspielige Abpuffern von wirtschaftlichen Verwerfungen durch die Energiewende, alle möglichen Unterstützungsgelder im Rahmen der Pandemie und die Erhöhungen der Verteidigungshaushalte.</p>
<p>Nicht alle zukünftigen Entwicklungen sind vorhersehbar. Die Vorstellung, dass wirtschaftliche Zusammenarbeit geopolitische Konfrontationen verhindern oder einschränken kann, ist m.E. nicht falsch. Wir erleben leider gerade einen veritablen „Betriebsunfall“ dieser These. Mit entsetzlichen und nicht vorstellbaren Folgen für die betroffenen Menschen. Diese könnten auch wir sein !!</p>
<p><strong>Sicher ist, dass solche politischen und wirtschaftlichen Abmachungen wie auch andere Globalisierungsmuster nicht ohne gegenseitige Abhängigkeiten ablaufen können. Lassen Sie sich nichts anderes einreden.</strong></p>
<p>©walterkrammer( <a href="http://www.wordcraft.at">www.wordcraft.at</a> )</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>NR.  41 &#8211; Österreich braucht ein &#8222;Energiebarometer&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jan 2022 21:16:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Energiebedarf]]></category>
		<category><![CDATA[Energievorrat]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Die Klimafrage In den nächsten 20 &#8211; 30 Jahren wird es niemand geben, der sich damit nicht auseinandersetzen muss. Einfach weil jeder unverhandelbar betroffen sein wird. Im Mittelpunkt der jetzigen Diskussion steht eine Idealforderung der Klimaschützer: die jeweils verwendete Energieform muss eine immer wieder erneuerbare Quelle haben und sowohl die Gewinnung, wie auch alle...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/05/Handelsagenten-Spotlight.jpg" alt="Handelsagenten Spotlight" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Klimafrage</strong></p>
<p><strong>In den nächsten 20 &#8211; 30 Jahren wird es niemand geben, der sich damit nicht auseinandersetzen muss. Einfach weil jeder unverhandelbar betroffen sein wird. Im Mittelpunkt der jetzigen Diskussion steht eine Idealforderung der Klimaschützer: die jeweils verwendete Energieform muss eine immer wieder erneuerbare Quelle haben und sowohl die Gewinnung, wie auch alle Umstände des Gebrauchs und der Entsorgung dürfen Klima und Umwelt nicht negativ beeinflussen. Dieser Anspruch gilt natürlich in allen 200 Staaten der Erde und &#8211; ganz wichtig &#8211; für alle Lebensbereiche. Wie Bauen, Wohnen, Ernährung, Industrie, Handel, Gewerbe, Verkehr … usw.</strong></p>
<p>Im Out sind also alle &#8222;giftigen&#8220; Restbestände nach Gewinnung, Herstellung, Ge- bzw. Verbrauch von Energie, alle Schadstoffe , die dabei frei gesetzt werden und die Erwärmung der Atmosphäre vorantreiben(z.B. CO2) und &#8211; fast logischerweise &#8211; alles, was gegen einen radikalen Naturschutz verstößt. Na, da fällt einem nur ein: Sonne, Wasserkraft, Windkraft und Erdwärme. Die Sache mit dem Wasserstoff bewegt sich vorläufig noch  im Forschungs- und Versuchsstadium und mit einigen anderen Ideen, wie das Speichern von großen Elektrizitätsmengen, ihre nahezu verlustlose Beförderung  über weite Strecken, radikale Verbesserung von Batterien etc., kämpft die Wissenschaft vermutlich noch Jahrzehnte.</p>
<p><strong>Eile tut not</strong></p>
<p>Das Erreichen der Klimaneutralität für Österreich ist für spätestens 2040 (also in 18 Jahren) geplant. Nicht weil die technische und gesellschaftliche Erzielbarkeit für dieses Datum faktenbasiert errechnet wurde, sondern weil die Erwärmung der Atmosphäre ungebremst voranzuschreiten droht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/05/648676_original_R_by_Rudolpho-Duba_pixelio.de_-150x150.jpg" width="234" height="234" /></p>
<p>Zusätzliche  1,5 bis 2 Grad  werden schon beträchtliche Veränderungen auf unserer lieben Erde auslösen. Der Fachautor Frank Schätzing schreibt in seinem Buch <strong>WAS, WENN WIR EINFACH DIE WELT RETTEN</strong>  (2021 Kiepenheuer&amp; Witsch), dass der Anstieg des Meeresspiegels um nur 1m, weltweit eine Fläche von ca. 2 x Österreich überfluten und damit 180 Mio. Menschen obdachlos machen würde. Das Zillertal muss sich deswegen keine Sorgen machen, aber die EU hat eine Meeresküstenlänge von 125.000 Km, rechnet man UK und Norwegen dazu sind es 200.000 Km. Einige vom Wasser Vertriebene werden auch ins Zillertal strömen.</p>
<p>Es brennt also der Hut, die Erderwärmung oder eben ihre Bremsung ist ein ziemlich heftiges Problem. Ich bin kein Klimaforscher, kein Physiker, kein Geologe. Mein Wissen beziehe ich wie die meisten der Leser aus Zeitungen, Büchern, TV, Internet und Aufrufen der Politik.</p>
<p>Im Juli 2020 hat Spotlight unter dem Titel <strong>ALLES STROM- ODER WAS?</strong> berichtet, dass derzeit Österreich  jährlich (lt. Statistik Austria) etwa 1100 Petajoule an Energie verbraucht. Der Verbund (Österreichs Energie)  meldet zugleich die Erzeugung von etwa 270 PJ  Strom, von dem wieder 75% aus erneuerbaren Energiequellen stammen (z.B. Wasserkraft).</p>
<p><strong>Wir legen demnach einerseits etwa  210 PJ   n a c h h a l t i g  erzeugten Stroms auf die Waage, andererseits leisten wir uns  jährlich für all unsere Bedürfnisse den 5fachen Verbrauch von Energie</strong>. Heute wird die Differenz aus Stromimporten (nur 1/4 davon  ist Atomstrom), Erdgas, Erdöl usw. gedeckt. Die politische Vorgabe bedeutet aber, dass am Ende des Weges alle (dzt.) 1100 PJ  nachhaltige Energiequellen haben müssen. Diesen Umstieg haben alle Länder vor sich und die Befürchtung ist verbreitet, dass das nicht funktionieren wird.</p>
<p><strong>&#8222;Grüner Atomstrom&#8220; und &#8222;Grünes Erdgas&#8220;</strong></p>
<p>Wen wundert es also, dass quasi als Retterin  in der Not, die Kommission den Einfall gebar, Atomstrom und Erdgas ebenfalls als nachhaltige Energie anzuerkennen. Offenbar ist auch Fachleuten klar, dass Europa nicht nur von Sonne, Wind und Wasser betrieben werden kann. Da wird es wohl auch Pfui-Energie und  persönliche Einschränkungen geben müssen? Schon heute wird das große E-Auto (SUV, Geländefahrzeug, Sportwagen) vom VCÖ unter Beschuss genommen und seine Förderung kritisiert (8.1.22 ORF Online). Die aus der Hüfte geschossene Ankündigung von Autoerzeugern nur mehr E-cars zu produzieren, kann (besonders während der Übergangszeit) ganz ordentlich ins Auge gehen.Jedenfalls wurde die Entscheidung in den 13 EU-Ländern, in denen Kernkraftwerke stehen, mit Beifall honoriert. Kommt es so unerwartet, dass Frankreich im Wahljahr seine Atomreaktoren weder einstampfen kann, noch will? Auf jeden Fall scheint dadurch zumindest die Gefahr europaweiter Blackouts etwas reduziert.</p>
<p>Zweifellos  setzt  die offizielle Anerkennung von Atomstrom und Erdgas als nachhaltige Energiequellen eine gewaltige Steigerung von staatlichen Fördermöglichkeiten und von Investorengeldern in Gang. In der EU  laufen derzeit 106 Reaktoren, <strong>Frankreich deckt 70% seines Strombedarfs durch Kernkraft.</strong> Deutschland schaltet gerade 3 Kernkraftwerke ab und die restlichen 3 zu Jahresende. <strong>Dafür haben die Deutschen die Beruhigungspille &#8222;grünes Erdgas&#8220; bekommen , wenn sie schon Kompetenz und Einfluss auf dem Atomstrommarkt ins Klo gespült haben</strong>.  So versteht man auch die politische Wichtigkeit von Nordstream. Noch lange kiefeln müssen sie an dem Problem den Strom aus den nördlichen Windparks nach Bayern zu bringen, wo er am meisten gebraucht wird.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Schlussfolgerung</strong></span></p>
<p>Es steht  außer Zweifel, dass dem Verhalten der Bevölkerung zur Erreichung des Klimaziels entscheidende Bedeutung zukommt. Da braucht&#8217;s erheblich mehr verantwortungsvolle Öffentlichkeitsarbeit und Transparenz als beim Impfen.</p>
<p>Weil es eben nicht angeht, dass jeder X-Beliebige, wie im Fall COVID 19, irgendwelche Behauptungen und Zahlen öffentlichkeitswirksam verbreitet, damit man sie nach Bedarf für die Vermeidung von Einschränkungen nutzen kann, die einen selbst betreffen. Oder um damit  die öffentliche Meinung in eine genehme Richtung zu drängen.</p>
<p>Wie das Virus wird auch die Erderwärmung überhaupt keine Rücksicht auf getürkte Definitionen oder menschliche Befindlichkeiten und Ausreden  nehmen. Da kann nur mit echter Münze bezahlt werden.</p>
<p><strong>Die Anregung des vorliegenden Beitrags ist die Veröffentlichung eines für jeden Staatsbürger verständlichen Österreichischen Energiebarometers</strong>  (1x pro Quartal) durch z.B. die Akademie der Wissenschaften.</p>
<p><strong>Es soll Auskunft geben über die jeweils letzten Entwicklungen von </strong></p>
<p><strong>1) den verbrauchten verschiedenen Energiemengen aller Verbrauchssparten      (z. B. wie viel Strom im Verkehr, wie viel Diesel in der Landwirtschaft…..) </strong></p>
<p><strong>2) der Erzeugung der verschiedenen Energiemengen in Österreich                  </strong><strong>  </strong></p>
<p><strong>3) den Importen  der verschiedenen Energiemengen                                              </strong></p>
<p><strong>4) den Exporten  der verschiedenen Energiemengen                                              </strong></p>
<p><strong>5) relevanten allgemeinen Kennzahlen </strong></p>
<p>Ziel ist jedem Einwohner unseres Landes die bis dahin erfolgten Fortschritte bzw. Defizite <strong>gegenüber einem genau definierten Zeitplan des Klimaschutzprozesses</strong> ungefiltert vor Augen zu führen. Die Kontrolle über die Effizienz von Verantwortlichen und ihren Maßnahmen wird dadurch schlagartig erhöht. Es geht dann nicht um Beliebtheit, sondern um Fakten.</p>
<p><strong>So  wird es Wirtschaftstreibenden aller Branchen erheblich leichter gemacht werden die richtigen ökonomischen Entscheidungen für die Zukunft ihrer Betriebe  u n d ihrer Mitarbeiter zu treffen.</strong></p>
<p>©WalterKrammer(wct)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nr. 25 &#8211; Alles Strom, oder was?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jul 2021 18:35:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[E-Fuel]]></category>
		<category><![CDATA[Energiebedarf]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Fit for 55]]></category>
		<category><![CDATA[Gas]]></category>
		<category><![CDATA[Öl]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
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		<category><![CDATA[Strom]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter dem Titel &#8222;Fit for 55&#8220; präsentierte die EU-Kommission eine Reihe von einschneidenden Maßnahmen zum Klimaschutz. Es geht nicht nur ums Auto, aber auch. Bis 2030 soll der CO2 &#8211; Ausstoß um 55% geringer sein als 1990. Bei neuen Autos gibt es lt. dieser Vorgabe ab 2035 keinen Benzin- bzw. Dieselantrieb mehr. VW will in...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unter dem Titel &#8222;Fit for 55&#8220; präsentierte die EU-Kommission eine Reihe von einschneidenden Maßnahmen zum Klimaschutz. Es geht nicht nur ums Auto, aber auch. Bis 2030 soll der CO2 &#8211; Ausstoß um 55% geringer sein als 1990. Bei neuen Autos gibt es lt. dieser Vorgabe ab 2035 keinen Benzin- bzw. Dieselantrieb mehr. VW will in 20 Jahren weltweit nur noch E-Autos anbieten. Audi kündigt dasselbe bereits für 7 Jahre früher an. </strong></p>
<p>Voraussetzung für die Durchführung des Kommissionsvorschlags ist die Zustimmung der 27 EU-Mitgliedsregierungen und des EU-Parlaments. Hinzu kommt das Ziel bis 2030 den Anteil von erneuerbarer Energie am Europäischen Energieverbrauch auf rund 1/3 hinaufzutreiben. Soweit die Theorie.</p>
<p><strong>Die Folgen reichen über Europa hinaus</strong></p>
<p>Durch ihre Bedeutung und die globalen wirtschaftlichen Verflechtungen der EU-Staaten geht es folgerichtig um die Neuordnung der Energieversorgung und den forcierten Klimaschutz  auf allen Kontinenten. Dies wieder wird &#8211; vorläufig unabsehbare &#8211; Auswirkungen haben auf die kulturellen, religiösen, wirtschaftlichen, technischen, medizinischen, militärischen, also insgesamt politischen Verhältnisse überall auf der Erde. Selbst unausweichliche Änderungen werden sich nirgends &#8211; wie mit dem Umlegen eines Schalters &#8211; herbeiführen oder durchsetzen lassen. Zu viele unterschiedliche Interessen stehen auf dem Spiel.</p>
<p>Symptomatisch mag sein, dass EU und USA zur selben Zeit beim Start in eine neue industrielle Revolution von einem &#8222;Klimazoll&#8220; (vorerst z.B. für Zement und Stahl) sprechen. Er soll die eigenen klimaschutzbelasteten Industrien gegen Produkte aus Ländern schützen, die bei der geplanten Weltrettungsaktion nicht mitziehen wollen oder können.</p>
<p><strong>Europäischer Energiebedarf gedeckt ausschließlich durch Strom?</strong></p>
<p>Dass es sicher und schlau ist den ganzen europäischen Kontinent allein von einem zweifellos komplexen gemeinsamen Stromnetz abhängig zu machen, muss erst bewiesen werden.</p>
<p>Ebenso wird es schwierig sein angesichts dieses verflochtenen Systems der vorhersehbaren In- und Exporte verbissen darauf zu bestehen, dass kein Fuzerl Atomstrom dabei ist. Das funktioniert ja schon heute nicht.</p>
<p>Das zukünftige Verhältnis zu jenen Staaten, die derzeit vom Verkauf fossiler Energie (gut) leben, wird nicht friktionsfrei sein können. Garantiert werden die Erdölförderländer um ihre Position als globale Energielieferanten kämpfen.</p>
<p><strong>Und Österreich . . .?</strong></p>
<p>In Österreich wird bisher von den verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Kräften erstaunlich locker über das Thema Klimaschutz debattiert. Einige rüsten allerdings jetzt  schon zur sozialen und wirtschaftlichen Verteidigung der eigenen Klientel in den herandräuenden Zeiten. Einfach, weil sie nicht damit rechnen, dass irgendjemand in unserem Land von diesen Entwicklungen unberührt bleibt.</p>
<p><strong>Strom für neue Einsatzgebiete</strong></p>
<p>Nach eigenen Angaben (Österreichs Energie) erzeugt die österreichische Elektrizitätswirtschaft jährlich rund 74 Terawattstunden (TWh), das entspricht 266 Petajoule (PJ). Etwa 75% davon stammen aus erneuerbarer Energie, hauptsächlich aus Wasserkraft.</p>
<p>Das Bundesamt Statistik Österreich veröffentlichte in seiner vorläufigen Energiebilanz 2020 (HIER) den energetischen Endbedarf an Energie (das ist das, was gleichsam auf den Markt kommt) mit 1055 PJ.</p>
<p>337 PJ davon werden dem Verkehr zugerechnet, davon 282 PJ. in Form von Benzin und Diesel.</p>
<p>Wenn es nur mehr elektrobetriebene öffentliche und private Fortbewegungsmittel geben wird, werden zumindest in Entsprechung diese 282 PJ durch Strom ersetzt werden müssen. Eine Zahl, die in etwa der gesamten heutigen Stromerzeugung in Österreich gleichzusetzen ist..</p>
<p><strong>Städtisches Leben ohne Gas?</strong></p>
<p>In Wien werden dzt. mehrere 100.000 Haushalte mit Gas betrieben. Den Ersatz müssen in Zukunft Fernwärme und Strom stemmen. Beides braucht umfangreiche neue Netze und entsprechende Endgeräte. Wer wird die bezahlen?</p>
<p>Alle Änderungen bedingen neue Infrastruktur und damit beträchtliche Kosten.</p>
<p>Engpässe, die aufgrund der gestiegenen Nachfrage an anderen Schwerpunkten als heute entstehen, führen zwangsläufig zu Preiserhöhungen. Auf politischer Ebene rechnet man daher mit der Notwendigkeit ausgleichender Steuer- und Sozialprogramme.</p>
<p>Es wäre spannend eine Zusammenstellung wie die oben erwähnte Energiebilanz 2020 als Vorschau für die Jahre 2030 und 2040 zu sehen, in denen alle fossilen Energieanteile und auch solche, die CO2relevant sind,  entfernt und durch die  &#8222;guten&#8220; Stoffe ersetzt werden.</p>
<p>Die Menschen wollen wissen, wohin die Reise geht.</p>
<p><strong>Kommission rechnet mit Einsparungen. </strong></p>
<p>Natürlich muss man gelten lassen, dass es in der Zukunft energiesparende Maßnahmen geben wird, sowie den technologischen Fortschritt, der die Effizienz  bei  der Stromgewinnung  deutlich erhöht.</p>
<p>Als Hauptansatzpunkte sehen Fachleute Wärmegewinnung, das Bauwesen, die Mobilität (Verkehr) und den Gütertransport. Allerdings ist ein koordiniertes Europäisches Schienennetz mit Hochgeschwindigkeitsverkehr auf die Schnelle kaum herstellbar. In der langen Zeit des EU-Bestands hat man offenbar dafür keinen Bedarf gesehen. Nationale Egoismen, technische Unterschiedlichkeiten, sogar der Sprachenwirrwar stellen erhebliche Hürden dar  (ÖBB Vorstandsvors. Matthä. Mittagsjournal 17.7.21)</p>
<p><strong>Gibt es Alternativen zur Elektrizität?</strong></p>
<p>Andere  Ersatztechnologien als die E-Schiene sind in Entwicklung. Die Antriebsstoffe Wasserstoff und  e-fuel.</p>
<p>Wasserstoff &gt;&gt;&gt;  Vorteil ist die höhere Reichweite und die kurze Tankzeit.  Nachteil sind die hohen Kosten und hohe Emissionen bei der Herstellung des Wasserstoffautos.</p>
<p>E-fuel  &gt;&gt;&gt;   Ist mit großem technischen Aufwand herstellbar, in dem regenerativer Strom Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspaltet und dann der Wasserstoff mit Kohlendioxid verbunden wird. Viele Fachleute bemängeln in beiden Fällen den schlechten Wirkungsgrad.</p>
<p><strong>Aussichten</strong></p>
<p>Die Regierenden in aller Welt sind in den nächsten 2 &#8211; 3 Jahrzehnten nicht zu beneiden. Die Energiefrage unter dem Diktat des Klimawandels stellt sich unausweichlich und wird auch gesellschaftliche Gräben aufreißen.</p>
<p>Es geht um Macht und Einfluss, um Geld und Monopole, sowie um Gerechtigkeit innerhalb der einzelnen Länder und unter den Völkern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Walter Krammer (wct)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/alles-strom-oder-was/">Nr. 25 &#8211; Alles Strom, oder was?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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		<item>
		<title>Nr. 17  &#8211;  Schon wieder &#8211; autofreie Innenstadt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Apr 2021 18:15:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Energiebedarf]]></category>
		<category><![CDATA[Innenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsverkehr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Die &#8222;Autofreie Innenstadt&#8220; feiert fröhliche Urständ. Der einzige Unterschied zur Vision der nach einem halben Jahr zurückgetretenen Stadträtin Birgit Hebein besteht augenscheinlich darin, die Autos, die es dennoch wagen in den 1. Bezirk einzudringen, automatisch zu fotografieren und deren Besitzer zu strafen, wenn sie sich nicht blitzartig in einer Garage verkrochen haben. Zeitungsberichten zufolge...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-17-schon-wieder-autofreie-innenstadt/">Nr. 17  &#8211;  Schon wieder &#8211; autofreie Innenstadt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/05/Handelsagenten-Spotlight.jpg" alt="Handelsagenten Spotlight" /></p>
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<p><strong>Die &#8222;Autofreie Innenstadt&#8220; feiert fröhliche Urständ. Der einzige Unterschied zur Vision der nach einem halben Jahr zurückgetretenen Stadträtin Birgit Hebein besteht augenscheinlich darin, die Autos, die es dennoch wagen in den 1. Bezirk einzudringen, automatisch zu fotografieren und deren Besitzer zu strafen, wenn sie sich nicht blitzartig in einer Garage verkrochen haben.</strong></p>
<p>Zeitungsberichten zufolge (Die Presse, Kurier) wollen Bezirk und Stadt Wien noch 2021 überprüfen, ob dieser Plan zu verwirklichen ist. Steht doch dem Wunsch nach Überwachung der Fahrzeugbewegungen im 1. Bezirk noch die derzeitige Fassung der Straßenverkehrsordnung (STVO) im Wege. Wie sicher die Zustimmung der Verkehrsministerin zu den gewünschten Änderungen sein wird, weiß niemand.<br />
Jedenfalls gelten sie dann in ganz Österreich. So mancher Bürgermeister oder Stadt-Säckelwart könnte der neuen Einnahmequelle mit funktionsbedingter Freude entgegenfiebern. Was die Datenschützer dazu sagen, wird man ja sehen.</p>
<p>Die Überwachung der zu beschließenden Einschränkungen ist zwar spannend, aber nicht das Wichtigste. Die Besucherautos zusammen mit den PKWs der Wohnbevölkerung haben nicht genug Raum innerhalb des Rings. Das ist das Problem!<br />
Offensichtlich ist aber die Autobenutzung für viele Leute sommers und winters berufstauglicher, zeitsparender, praktischer, bequemer und/oder den körperlichen Mobilitätsmöglichkeiten des Einzelnen zumutbarer als zu Fuß, mit dem Rad oder mit Öffis in der Stadt herumzukurven. Manche Aufgaben sind heute überhaupt nur mit dem Auto zu lösen!</p>
<p><strong>Aus Erfahrung kennt Obmann Rupprecht den manchmal verzweifelten Lieferverkehr.</strong></p>
<p>Selbstverständlich muss es auch in diesem sensibelsten Teil des Wiener Straßennetzes geeignete und möglichst individualisierte Fortbewegungsmittel für den Geschäfts- und Servicebetrieb (auch die Handelsagenten), für Familienerfordernisse, für behinderte und kranke Menschen, für den Kulturbetrieb, für Gastronomie und Unterkünfte u.v.a.m. geben. Das klingt kompliziert und ist es auch. Wenn man so will, ist eine Lösung mit der Apothekerwaage gesucht.<br />
Bevor man die Autos hinausstraft braucht es ein bedarfsorientiertes, auf Fakten beruhendes Verkehrs- und Bewegungskonzept, das nicht einfach nur in die alten Schuhe vergangener Verkehrsmodelle steigt. Sondern die Nutzung dieses Raums unter Berücksichtigung verschiedenster ausgewogener Anforderungen erlaubt . Auch wenn man weiß, dass es die berühmte eierlegende Wollmilchsau nicht gibt: die Autovertreibung wird nur funktionieren, wenn wirkungsvolle innovative Ideen und Techniken einen entsprechenden Ersatz bieten und die verschiedenen Nutzergruppen einbezogen werden. Parkgaragen, wie die in Bau befindliche Garage Neuer Markt (Bild unten) müssen eine zentrale Rolle spielen. (z.B. als Ausgangspunkte für wendige Innenstadt-Caddies).</p>
<p><strong>Obmann Rupprecht: &#8222;Die Garagen werden neue strategische Aufgaben übernehmen&#8220;</strong></p>
<p>Die Rolle der Innenstadt für den Arbeitsmarkt, für das Steueraufkommen, für die Branchenvielfalt, als Kulturzentrum, als Anziehungspunkt für den wichtigen Tourismus u.A. muss mitgedacht werden, wenn man ein klagloses Mobilitätssystem neuer Art installieren will. (Will man?)<br />
So erfreulich es ist, dass die Innenstadt jährlich Millionen Fremde begeistert, ist sie dennoch nicht vorrangig Urlaubsort.<br />
<strong>Gesamtheitliches Ziel ist die Innenstadt zum lebendigen, pulsierenden Zentrum einer mitteleuropäischen Millionenstadt zu machen, das weder den Bewohnern noch Wirtschaft und Kultur die Luft abschnürt.</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
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