<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>klimaneutral Archive &#8226; Wordcraft</title>
	<atom:link href="https://www.wordcraft.at/tag/klimaneutral/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link></link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sun, 28 Jan 2024 22:32:45 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.2</generator>

<image>
	<url>https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/04/wordcraft-icon-bg-1-150x150.png</url>
	<title>klimaneutral Archive &#8226; Wordcraft</title>
	<link></link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Nr. 90 &#8211; Sind Sie schon strommobil?</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-90-sind-sie-schon-strommobil/</link>
					<comments>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-90-sind-sie-schon-strommobil/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jan 2024 22:22:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[E-Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Energiebedarf]]></category>
		<category><![CDATA[Handelsagent]]></category>
		<category><![CDATA[klimaneutral]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.wordcraft.at/?p=2747</guid>

					<description><![CDATA[<p>Juni 2023 Es vergeht keine Nachrichtensendung, in der nicht auf die dominierende Bedeutung des elektrischen Stroms im zukünftigen Energieverbrauch der Menschheit angespielt oder hingewiesen wird.Elektrizität muss demnach am Ende einer relativ kurzen Übergangsphase weltweit aus regenerierbaren Quellen stammen, weil – nach heutiger Sicht – nur auf diese Weise der für die Weltbevölkerung höchst gefährliche Klimawandel...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-90-sind-sie-schon-strommobil/">Nr. 90 &#8211; Sind Sie schon strommobil?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Juni 2023</strong></p>
<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>
<table width="640">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Es vergeht keine Nachrichtensendung, in der nicht auf die dominierende Bedeutung des elektrischen Stroms im zukünftigen Energieverbrauch der Menschheit angespielt oder hingewiesen wird.Elektrizität muss demnach am Ende einer relativ kurzen Übergangsphase weltweit aus regenerierbaren Quellen stammen, weil – nach heutiger Sicht – nur auf diese Weise der für die Weltbevölkerung höchst gefährliche Klimawandel in engen Grenzen gehalten werden kann.</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>
<table width="640">
<tbody>
<tr>
<td>1972 wurde die vom Club of Rome beauftragte, vom Massachusetts Institute of Technology erarbeitete und von der Volkswagenstiftung finanzierte Studie zur Zukunft der Weltwirtschaft unter dem Titel „Die Grenzen des Wachstums“ veröffentlicht.50 Jahre später sind die Auswirkungen des prognostizierten, mutmaßlich vom Menschen            mit-herbeigeführten Klimawandels nicht zu leugnen. Während der engagiert geführten Debatte über den möglichen oder tatsächlichen Anteil unserer Spezies an dieser Entwicklung ist auch eine Menge wertvoller Zeit verstrichen. Heute wird prophezeit, dass die „Erderwärmung“ im Laufe des Jahrhunderts um etwa 1,5 bis 2 Grad nur durch höchste Anstrengungen gebremst werden kann. Wenn überhaupt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Unabdingbare Änderungen<br />
</strong>Es ist also gar nicht verwunderlich, dass sich die mit der menschlichen Mobilität und Warenlogistik befassten Branchen (wie z.B. die Autobauer) behände einer umweltverträglicheren Technik zuwandten. Nicht zuletzt deshalb, weil die Politik in den entwickelten Staaten das Verbrennen fossiler Energieträger zum Antrieb von privaten oder öffentlichen Verkehrsmitteln ab 2035 nicht mehr zulassen will. Allerdings mit dem Versprechen, dass ausreichend saubere Energie aus regenerierbaren Quellen zur Verfügung stehen werde. Zweifler dringen nachdrücklich darauf auch den Weg für Alternativen wie Wasserstoff oder E-Fuel gleichrangig offenzuhalten. Immerhin leben z.B. in Deutschland 2 Mio Personen direkt oder mittelbar vom Auto.</p>
<p><strong>Nach der digitalen kommt die Energierevolution<br />
</strong>Derzeit ist der Anteil der E-Cars gemessen am jeweiligen Gesamtbestand der PKWs eines Landes in Europa relativ gering. Als VW das erste Elektroauto auf den Markt brachte, hatte Tesla schon rund 1 Mio dieser Autos verkauft.Es ist auch noch nicht entschieden, ob das Auto der Zukunft die Eigenschaften haben soll, wie sie derzeit von den Verbrennerautos verlangt und geboten werden, oder ob es ein „Smartphone auf Rädern“ werden wird, wie die Teslaautos scherzhaft genannt werden. Davon werden auch die Preise abhängig sein.In China, wo z.B.  VW erhebliche Verluste an Marktanteilen hinnehmen muss, werden heute schon E-Autos verkauft, deren Preise massiv unter dem Niveau europäischer „Elektriker“ liegen. Die ersten Reaktionen der EU sind Importe aus China zu behindern. Keine wirklich brauchbare Idee, weil damit auch der Zutritt der europäischen Erzeuger zu einem 1,5 Milliarden Markt gefährdet würde.</p>
<p><strong>Konsumenten sind verunsichert, werden aber für große Stückzahlen gebraucht<br />
</strong>Wie sich der E-Automarkt in Europa bis 2030 abspielen wird, hängt zweifellos davon ab, zu welchen Preisen die jeweils unterschiedlichen Funktionen des Firmen- oder Privatautos auf E-Basis angeboten werden, wie der Gebrauch (Laden, Wartung, Reparaturen) organisiert wird, was der Strom kostet aus unterschiedlichen Bezugsquellen (private Steckdose, Ladestationen etc.) und welche Preise man für das E-Car auf dem E-Gebrauchtwagenmarkt (der sich erst bilden muss) wird erzielen können. Die deutschen Zahlen sind nicht gerade ermutigend, sind doch nur 2% des Bestands E-Autos. Wobei man sich als Autokäufer dem E-Auto kaum versuchsweise nähern kann. Zum Unterschied vom Verbrenner gibt es eben keine billigen „gebrauchten E-Studentenautos“, jeder Versuch, ob Kauf oder Leasing, kostet richtig Geld.<br />
Ein deutscher Fachjournalist meinte, E-Autos, wie sie d e r z e i t dem Markt zur Verfügung stehen, seien Produkte „für die Wohlhabenden in den Außenbezirken“.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2748" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2024/01/Gerald-A.-Hollaus-199x300.jpg" alt="Gerald A. Hollaus" width="141" height="213" srcset="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2024/01/Gerald-A.-Hollaus-199x300.jpg 199w, https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2024/01/Gerald-A.-Hollaus-133x200.jpg 133w, https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2024/01/Gerald-A.-Hollaus-266x400.jpg 266w, https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2024/01/Gerald-A.-Hollaus-166x250.jpg 166w, https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2024/01/Gerald-A.-Hollaus.jpg 307w" sizes="(max-width: 141px) 100vw, 141px" /></p>
<p><strong>Dr. Mag. Gerald Hollaus, Stellvertretender Gremialobmann der Wiener Handelsagenten</strong>, hält diesen Sager für überzogen.</p>
<p>„<strong>Die Zögerlichkeit des Marktes</strong><br />
in Bezug auf Elektroautos ist die natürliche Reaktion in Zeiten großer technischer Umwälzungen. Zum Beispiel das Produkt einer gängigen Automarke durch ein aktuelles Folgemodell zu ersetzen braucht keine großartigen Abwägungen. Das Auto kennt man und die paar Neuigkeiten erfreuen und rechtfertigen den etwas höheren Preis. That’s it. Aber ein E-Car hat einen eigenen Charakter, der vom Nutzer eine neue Einstellung zum Thema der eigenen Mobilität verlangt und dafür ein merkbar anderes Mobilitätsgefühl bietet. Natürlich müssen die wirtschaftlichen Bezugsgrößen stimmen“<br />
<strong><br />
E-Mobilität verlangt eine ehrliche Überprüfung des eigenen Bedarfs<br />
</strong>Hollaus hat bereits viele Beratungsgespräche mit E-Car-Interessenten hinter sich. Die Eigenschaften der herkömmlichen Verbrennermodelle sind nicht 1:1 mit E-Cars zu vergleichen. Denken Sie an die vielen Pendler, die zwischen Auto und öffentlichem Verkehrsmittel wählen können. Beide erfüllen den Zweck die Arbeitsstelle zu erreichen, haben aber unterschiedliche Vor- und Nachteile hinsichtlich Ökonomie, Komfort, Zeitaufwand oder Sicherheit. Man kommt also um die Abwägung nicht herum.<br />
Dasselbe gilt für die Frage: noch einmal einen Verbrenner oder schon E-Car?<br />
Um generell die Sinnhaftigkeit eines Elektroautos für den eigenen Bedarf zu ermitteln, gilt es emotionslos die eigenen Wünsche im täglichen Gebrauch zu analysieren. Die Situation jedes Interessenten ist anders. Was sich auf die Anforderungen hinsichtlich Reichweite, Treibstoffkosten, Häufigkeit von Tanken/Laden auswirkt. Selbstverständlich gibt die Wirtschaftlichkeitsrechnung einen wesentlichen Hinweis. Der Rest ist die Bedeutung des persönlichen Verlangens mit modernster Technik unterwegs zu sein.</p>
<p><strong>Ein paar Hausaufgaben müssen noch gemacht werden<br />
</strong>Die Elektromobilität bedarf spezieller Rahmenbedingungen, die heute beträchtliche Herausforderungen für den Nutzer, die Wissenschaft, die Wirtschaft, den Staat und die Gesellschaft darstellen. Auf Sicht scheint sie unabdingbar.  Besonders, wenn sich die Verwendung fossiler Brennstoffe aus bekannten Gründen tatsächlich als Sackgasse herausstellt. Die Optionen Wasserstoff und E-Fuel wird man eher Flugzeug, Schiff, Schwerverkehr und Industrie zuordnen müssen.</p>
<p><strong>Wissen  S i e  schon, wann Sie strommobil sein werden?<br />
</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-90-sind-sie-schon-strommobil/">Nr. 90 &#8211; Sind Sie schon strommobil?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-90-sind-sie-schon-strommobil/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Klima. Einwegpolitik führt in neue Abhängigkeiten</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/klima-einwegpolitik-fuehrt-wieder-in-abhaengigkeiten/</link>
					<comments>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/klima-einwegpolitik-fuehrt-wieder-in-abhaengigkeiten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Apr 2023 14:34:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativenergien]]></category>
		<category><![CDATA[Energiebedarf]]></category>
		<category><![CDATA[Greenwashing]]></category>
		<category><![CDATA[klimaneutral]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.wordcraft.at/?p=2703</guid>

					<description><![CDATA[<p>Lernen wir nicht aus der Geschichte? Die vom Ölschock überraschten europäischen Staaten begannen 1974 ½-Jahresvorräte anzulegen, um etwaige weitere Erpressungsversuche der Erdöllieferanten zu unterbinden. Plötzlich musste man sogar das sauteure Luxusöl aus Norwegen in Betracht ziehen. Die Ölkeule traf die Industriestaaten an ihrer empfindlichsten Stelle. 4 Jahrzehnte später ein ähnliches Theater mit dem Erdgas. Die...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/klima-einwegpolitik-fuehrt-wieder-in-abhaengigkeiten/">Klima. Einwegpolitik führt in neue Abhängigkeiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lernen wir nicht aus der Geschichte?</strong></p>
<p>Die vom Ölschock überraschten europäischen Staaten begannen 1974 ½-Jahresvorräte anzulegen, um etwaige weitere Erpressungsversuche der Erdöllieferanten zu unterbinden. Plötzlich musste man sogar das sauteure Luxusöl aus Norwegen in Betracht ziehen. Die Ölkeule traf die Industriestaaten an ihrer empfindlichsten Stelle.</p>
<p>4 Jahrzehnte später ein ähnliches Theater mit dem Erdgas. Die Pipelines, die sich vom Osten nach Europa schlängeln, blieben zusehends leerer.</p>
<p>An einer anderen Front wird die Bevölkerung berechtigterweise unruhig, wenn Schmerzmittel oder Antibiotika in Apotheken wegen Lieferausfalls nicht vorhanden sind.</p>
<p>Wie man sieht, ist es nicht so schwer uns in die Magengrube zu hauen, obwohl wir angeblich zu den reichsten Ländern der Welt gehören.</p>
<p><strong>In allen Fällen zeigt sich die Abhängigkeit der europäischen Volkswirtschaften, die es sich sogar in lebenswichtigen Bereichen so bequem und ökonomisch günstig wie möglich eingerichtet haben. Lesen Sie dazu im Archiv meinen Blog &#8222;Ach du süße Abhängigkeit&#8220; aus dem Juni 2022. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In den nächsten Jahrzehnten kommt zu den politischen Problemen noch der Faktor Klimawandel.</strong></p>
<p>Die Wissenschaft gibt der Menschheit 20 – 30 Jahre Zeit die ärgsten Folgen doch noch abzubiegen, sofern man die Energiegewinnung auf erneuerbare Quellen beschränkt. Allerdings gibt es dabei Hürden ohne Ende.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zuerst ein paar Ziele und Bedingungen, die von Klimaschützern als unausweichlich betrachtet werden.</strong></p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 2050 muss vonseiten der Spezies Mensch alles Erforderliche getan sein die Klimaänderung im Zaum zu halten. Das bedeutet, von den Menschen benötigte und benützte Energie muss aus klimaneutralen, erneuerbaren Quellen stammen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die ganze Welt muss mitspielen, aber man kann nicht erst dann anfangen zu handeln. wenn endlich alle tat-sächlich am gemeinsamen Strang ziehen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Dabei muss in allen Ländern die Einschränkung des Klimawandels (d.h. auf der ganzen Erdoberfläche neue Klimabedingungen zu schaffen) oberstes Gebot sein und vor allen anderen internen Problem rangieren. Anders ausgedrückt, die kleinste Maßnahme im kleinsten Land ist besser als gar keine Maßnahme. „Wir haben nur 0,2% Anteil an der globalen Lösung“ bekommt daher als Argument die rote Karte.</p>
<p><strong>Das ist aber nur ein Teil des Problems.</strong></p>
<p>Auch wenn man einen strategischen Wildwuchs bei der Bekämpfung des Klimawandels vermeiden möchte, darf man aus heutiger Sicht nicht <strong>alle alternativen Überlegungen kategorisch verdammen,</strong></p>
<p>Ähnlich wie bei der Pandemie hört man heute ein babylonisches Stimmengewirr der angeblich und tatsächlich Wissenden. Wobei auch sie keine unfehlbaren Propheten sind. Niemand kann den technischen und naturwissenschaftlichen Stand 2050 vorhersagen. Und schon gar nicht, dass zu dieser Zeit „sauberer Strom“ mit Sicherheit für die gesamte Menschheit <strong>im ausreichenden Ausmaß</strong> vorhanden sein wird.</p>
<p><strong>Es eröffnen sich also die unterschiedlichsten Zukunftsszenarien, mit denen wir rechnen können bzw. müssen:</strong></p>
<p><strong>1.) Der dann ausschließlich klimaneutrale Energiebedarf muss weltweit empfindlich eingeschränkt werden, denn eine solche Energie steht nicht überall und jederzeit zur Verfügung. </strong>In diesem Fall bedeutet „ausreichend“ nur mehr einen Bruchteil dessen, was man heute unter diesem Begriff versteht. Mit allen daraus zwangsweise folgenden Konsequenzen.  Durchsetzbarkeit? Sanktionen?</p>
<p><strong>2.) Klimaneutralität der Energie und ihrer Erzeugung wird wegen gravierender Widrigkeiten nicht mehr so genau genommen, </strong>besonders weil Wasserkraft, Wind und Fotovoltaik allein bei weitem nicht die komplette Versorgung der Erde oder auch nur eines Landes sicherstellen können. Zurzeit hilft man sich (un)verschämt mit dem Begriff der „Brückenenergie“ (Abstriche von strikten Anforderungen, aber nur für einen beschränkten Zeitraum). Greenwashing (Atomenergie, das Verheizen von Pellets zur Stromgewinnung, Grünes Gas  u.a.) hat schon begonnen, denn die einen haben Atomkraftwerke im Überfluss, anderen ergeht es so mit Autofabriken und Dritte haben von Beidem etwas. Dazu kommt, dass die &#8222;verantwortbaren&#8220; Möglichkeiten der Energiegewinnung in allen Staaten höchst unterschiedlich gesehen werden.</p>
<p><strong>3.) Man kombiniert „neue“ klimaneutrale Energieformen, wie z.B. Wasserstoff mit herkömmlichen Einsatztechniken (Wasserstoff + adaptierter Verbrennungsmotor u.a.).</strong></p>
<p><strong>4.) Techniken, die heute nicht einmal noch im Labor getestet werden, lösen das ganze Problem oder wenigstens Teile davon mit einem Schlag. </strong>Nicht höchstwahrscheinlich, aber bei der heute erkennbaren Rasanz wissenschaftlichen Fortschritts nicht ganz unmöglich.</p>
<p>Die Aufzählung ist nicht vollständig und jedwede Mischform ist denkbar. Manche Varianten sind nicht markttauglich, weil man zurzeit entweder den gewonnenen Strom nicht speichern kann oder der Transport mit Stromtrassen durch das ganze Land den Wirkungsgrad erheblich vermindert und der Widerstand der Bevölkerung die erforderlichen Baumaßnahmen verhindert. Aus diesem Grund sind manche Stromformen für gewisse Industriesparten nicht sicher genug. Exportländer wie Österreich kommen jedoch ohne Industrie nicht aus. Eine folgerichtige Abwanderung der Betriebe schlüge sofort auf den Wohlstand in unserem Land durch.</p>
<p><strong>Daher:</strong></p>
<p><strong>angesichts dieser Faktenlage ist es eine Frage der praktischen Vernunft sich  a l l e  Optionen der Energieversorgung möglichst lang offen zu halten und keine ausschließlichen Entscheidungen zu treffen, ohne die langfristige technische Entwicklung und jene der geopolitischen Lage in den nächsten 30 Jahren mit einer gewissen Sicherheit abschätzen zu können. Andernfalls sind neue Abhängigkeiten unvermeidbar. Dies auch in dem Bewusstsein, dass auf Dauer eine autarke klimaneutrale Energieversorgung Österreichs unter den gegebenen Verhältnissen ein kaum erreichbares Wunschziel sein wird.</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/klima-einwegpolitik-fuehrt-wieder-in-abhaengigkeiten/">Klima. Einwegpolitik führt in neue Abhängigkeiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/klima-einwegpolitik-fuehrt-wieder-in-abhaengigkeiten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nr. 83 &#8211; Klimawandel. Schon wieder in die Abhängigkeitsfalle?</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-83-klimawandel-schon-wieder-in-die-abhaengigkeitsfalle/</link>
					<comments>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-83-klimawandel-schon-wieder-in-die-abhaengigkeitsfalle/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Apr 2023 13:30:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängikeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativen offenhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativenergien]]></category>
		<category><![CDATA[Energiebedarf]]></category>
		<category><![CDATA[erneuerbare Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[klimaneutral]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaziele]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.wordcraft.at/?p=2696</guid>

					<description><![CDATA[<p>Lernen wir nicht aus der Geschichte? 1974 machte sich in Europa der Ölschock breit. Die Opec-Staaten Algerien, Irak, Katar, Kuwait, Libyen, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate rächten sich mit einem Ölembargo gegen den Westen für dessen Unterstützung Israels im Jom-Kippurkrieg 1973. Es gab verpflichtendes Autofasten an 1 Tag pro Woche. In den Zeitungen sah...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-83-klimawandel-schon-wieder-in-die-abhaengigkeitsfalle/">Nr. 83 &#8211; Klimawandel. Schon wieder in die Abhängigkeitsfalle?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lernen wir nicht aus der Geschichte?</strong></p>
<p>1974 machte sich in Europa der Ölschock breit. Die Opec-Staaten Algerien, Irak, Katar, Kuwait, Libyen, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate rächten sich mit einem Ölembargo gegen den Westen für dessen Unterstützung Israels im Jom-Kippurkrieg 1973. Es gab verpflichtendes Autofasten an 1 Tag pro Woche. In den Zeitungen sah man Kinder mit Rollschuhen auf den gesperrten Autobahnen. Die überraschten europäischen Staaten begannen ½-Jahresvorräte anzulegen, um etwaige weitere Erpressungsversuche der Erdöllieferanten zu unterbinden. Plötzlich musste man sogar das sauteure Luxusöl aus Norwegen in Betracht ziehen. Die Ölkeule traf die Industriestaaten an ihrer empfindlichsten Stelle.</p>
<p>4 Jahrzehnte später ein ähnliches Theater mit dem Erdgas. Die Pipelines, die sich vom Osten nach Europa schlängeln, blieben zusehends leerer. Führende Politiker schwärmten in alle Himmelsrichtungen aus, um das billige Gas aus dem Osten durch ein was-auch-immer-welches von wo-auch-immer-her zu ersetzen.</p>
<p>An einer anderen Front wird die Bevölkerung berechtigterweise unruhig, wenn sie verschriebene Medikamente wie Schmerzmittel oder Antibiotika in Apotheken wegen Lieferausfalls nicht erhalten kann. Wie man sieht, ist es nicht so schwer uns in die Magengrube zu hauen, obwohl wir angeblich zu den reichsten Ländern der Welt gehören.</p>
<p>In allen Fällen zeigt sich die Abhängigkeit der europäischen Volkswirtschaften, die es sich sogar in lebenswichtigen Bereichen so bequem und ökonomisch günstig wie möglich eingerichtet haben. Lesen Sie dazu meinen Blog &#8222;Ach du süße Abhängigkeit&#8220; aus dem Juni 2022 HIER</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In den nächsten Jahrzehnten kommt zu den politischen Problemen noch der Faktor Klimawandel.</strong></p>
<p>Die Wissenschaft gibt der Menschheit 20 – 30 Jahre Zeit die ärgsten Folgen doch noch abzubiegen, sofern man die Energiegewinnung auf erneuerbare Quellen beschränkt. Allerdings gibt es dabei Hürden ohne Ende.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zuerst ein paar Ziele und Bedingungen, die von Klimaschützern als unausweichlich betrachtet werden.</strong></p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 2050 muss vonseiten der Spezies Mensch alles Erforderliche getan sein die Klimaänderung im Zaum zu halten. Das bedeutet, von den Menschen benötigte und benützte Energie muss aus klimaneutralen, erneuerbaren Quellen stammen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die ganze Welt muss mitspielen, aber man kann nicht erst dann anfangen zu handeln. wenn endlich alle tat-sächlich am gemeinsamen Strang ziehen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Dabei muss in allen Ländern die Einschränkung des Klimawandels (d.h. auf der ganzen Erdoberfläche neue Klimabedingungen zu schaffen) oberstes Gebot sein und vor allen anderen internen Problem rangieren. Anders ausgedrückt, die kleinste Maßnahme im kleinsten Land ist besser als gar keine Maßnahme. „Wir haben nur 0,2% Anteil an der globalen Lösung“ bekommt daher als Argument die rote Karte.</p>
<p><strong>Das ist aber nur ein Teil des Problems.</strong></p>
<p>Die ersten 4 Absätze – Sie erinnern sich – sind dem Thema Abhängigkeit gewidmet. Aus gutem Grund.</p>
<p><strong>Mit dem Verlangen  n u r  Strom dürfe in 30 Jahren die akzeptierte Energieform sein (der strikt aus regenerierbaren Quellen stammen müsse) und damit zugleich alle alternativen Überlegungen kategorisch zu verdammen, tun wir uns nichts Gutes. Lesen Sie Spotlight Nr. 25 &#8222;Alles Strom, oder was?&#8220; aus dem Jahr 2021</strong></p>
<p>Ähnlich wie bei der Pandemie hört man heute ein babylonisches Stimmengewirr der angeblich und tatsächlich Wissenden. Wobei auch sie keine unfehlbaren Propheten sind. Niemand kann den technischen und naturwissenschaftlichen Stand 2050 vorhersagen. Und schon gar nicht, dass zu dieser Zeit „sauberer Strom“ mit Sicherheit für die gesamte Menschheit <strong>im ausreichenden Ausmaß</strong> vorhanden sein wird.</p>
<p><strong>Es eröffnen sich also die unterschiedlichsten Zukunftsszenarien, mit denen wir rechnen können bzw. müssen:</strong></p>
<p><strong>1.) Der dann ausschließlich klimaneutrale Energiebedarf muss weltweit empfindlich eingeschränkt werden, denn eine solche Energie steht nicht überall und jederzeit zur Verfügung. </strong>In diesem Fall bedeutet „ausreichend“ nur mehr einen Bruchteil dessen, was man heute unter diesem Begriff versteht. Mit allen daraus zwangsweise folgenden Konsequenzen.  Durchsetzbarkeit? Sanktionen?</p>
<p><strong>2.) Klimaneutralität der Energie und ihrer Erzeugung wird wegen gravierender Widrigkeiten nicht mehr so genau genommen, </strong>besonders weil Wasserkraft, Wind und Fotovoltaik allein bei weitem nicht die komplette Versorgung der Erde oder auch nur eines Landes sicherstellen können. Zurzeit hilft man sich (un)verschämt mit dem Begriff der „Brückenenergie“ (Abstriche von strikten Anforderungen, aber nur für einen beschränkten Zeitraum). Greenwashing (Atomenergie, das Verheizen von Pellets zur Stromgewinnung, Grünes Gas  u.a.) hat schon begonnen, denn die einen haben Atomkraftwerke im Überfluss, anderen ergeht es so mit Autofabriken und Dritte haben von Beidem etwas. Dazu kommt, dass die &#8222;verantwortbaren&#8220; Möglichkeiten der Energiegewinnung in allen Staaten höchst unterschiedlich gesehen werden.</p>
<p><strong>3.) Man kombiniert „neue“ klimaneutrale Energieformen, wie z.B. Wasserstoff mit herkömmlichen Einsatztechniken (Wasserstoff + adaptierter Verbrennungsmotor u.a.).</strong></p>
<p><strong>4.) Techniken, die heute nicht einmal noch im Labor getestet werden, lösen das ganze Problem oder wenigstens Teile davon mit einem Schlag. </strong>Nicht höchstwahrscheinlich, aber bei der heute erkennbaren Rasanz wissenschaftlichen Fortschritts nicht ganz unmöglich.</p>
<p>Die Aufzählung ist nicht vollständig und jedwede Mischform ist denkbar. Manche Varianten sind nicht markttauglich, weil man zurzeit entweder den gewonnenen Strom nicht speichern kann oder der Transport mit Stromtrassen durch das ganze Land den Wirkungsgrad erheblich vermindert und der Widerstand der Bevölkerung die erforderlichen Baumaßnahmen verhindert. Aus diesem Grund sind manche Stromformen für gewisse Industriesparten nicht sicher genug. Exportländer wie Österreich kommen jedoch ohne Industrie nicht aus. Eine folgerichtige Abwanderung der Betriebe schlüge sofort auf den Wohlstand in unserem Land durch.</p>
<p><strong>Daher:</strong></p>
<p><strong>angesichts dieser Faktenlage ist es eine Frage der praktischen Vernunft sich  a l l e  Optionen der Energieversorgung möglichst lang offen zu halten und keine ausschließlichen Entscheidungen zu treffen, ohne die langfristige technische Entwicklung und jene der geopolitischen Lage in den nächsten 30 Jahren mit einer gewissen Sicherheit abschätzen zu können. Andernfalls sind neue Abhängigkeiten unvermeidbar. Dies auch in dem Bewusstsein, dass auf Dauer eine autarke klimaneutrale Energieversorgung Österreichs unter den gegebenen Verhältnissen ein kaum erreichbares Wunschziel sein wird.</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-83-klimawandel-schon-wieder-in-die-abhaengigkeitsfalle/">Nr. 83 &#8211; Klimawandel. Schon wieder in die Abhängigkeitsfalle?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-83-klimawandel-schon-wieder-in-die-abhaengigkeitsfalle/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
