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	<title>Planen Archive &#8226; Wordcraft</title>
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	<title>Planen Archive &#8226; Wordcraft</title>
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		<title>Nr. 139 Wirtschaft ist wie Straßenbahnfahren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jan 2025 16:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Vergleich lautet: wo immer ein Sitzplatz frei wird, nützt der  Schnellste die Gelegenheit sich hinzusetzen. Erinnert Sie das nicht an das Marktgeschehen in Ihrer Branche? Wenn allerdings ein ganzer Waggon abgehängt wird, müssen alle aussteigen und alle Plätze sind ersatzlos gestrichen. Auch das ist der Markt. Die europäische Industrie und das Großgewerbe sind über...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Vergleich lautet: wo immer ein Sitzplatz frei wird, nützt der  Schnellste die Gelegenheit sich hinzusetzen. Erinnert Sie das nicht an das Marktgeschehen in Ihrer Branche? Wenn allerdings ein ganzer Waggon abgehängt wird, müssen alle aussteigen und alle Plätze sind ersatzlos gestrichen. Auch das ist der Markt.</strong></p>
<p><strong>Die europäische Industrie und das Großgewerbe sind über den Status des Grübelns hinaus. Die Wellen gehen hoch.</strong></p>
<p>Die zum Sparen gezwungenen europäischen Staaten werden sich für einige Zeit nur mehr das Dringendste leisten können. Der Konjunkturmotor Öffentliche Hand gerät überall ins Stottern. Nicht zuletzt, weil für den Staat das Schuldenmachen kostspielig geworden ist und  sowohl Sparpakete wie auch Steuererhöhungen auf wenig Verständnis bei der Bevölkerung stoßen, auch wenn sie lange Zeit von der Freigiebigkeit ihrer Regierung profitierte.</p>
<p><strong>In Zeiten des Fachkräftemangels</strong></p>
<p>ist die Wehrbereitschaft der großen Betriebe ambivalent. Die Schließung von ganzen Firmenzweigen läuft parallel mit durchaus ansehnlichen Lohnerhöhungen, um die guten Fachkräfte zu halten. Die aber vergraben Ihr Geld offensichtlich lieber als es auszugeben. Das Winken der Konsumenten mit den Kreditkarten entwickelt sich rückläufig oder zumindest nicht den Erwartungen der verschiedenen Wirtschaftsinstitute entsprechend.</p>
<p><strong>Was hat das mit den Handelsagenten zu tun?</strong></p>
<p>Die produzierenden (Export)Unternehmen haben nicht nur die Rezession am Hals, sondern auch Schmankerln wie die Lieferkettenverordnung, strengere Kreditauflagen, Fachkräftemangel, Bürokratiesperenzchen, geopolitische Verwerfungen, die Zolldrohung aus den USA und eventuell aus China, den Green Deal der EU und allerlei Behinderungen vor Ort. Ebenso ein immer wieder feststellbares zeitraubendes Entscheidungsschlingelschlangel der Politik (man denke an den Lobautunnel oder sich über Jahre hinziehende steirische Spitalsfragen).</p>
<p>Daher trachten Unternehmer gezwungenermaßen mehr denn je das eigene Kostengerüst im Griff zu behalten. Es muss gespart werden &#8211; und zwar überall. Auch im Vertrieb. Die zunehmende Nutzung des Klickangebots „Freie Vertretungen“ im Spotlight (siehe oben) zeigt, dass hinsichtlich der personellen Ausstattung des Verkaufs und Vertriebs einiges in Bewegung ist, wenn nicht sogar im Rutschen.</p>
<p>Ich weiß, die Leser sind unterschiedlich betroffen. Dennoch sei der Hinweis erlaubt, dass diese Bewegungen und der Änderungszwang gleichermaßen ein Problem darstellen, wie auch Tore öffnen.</p>
<p>Das Tauschen eines Handelsagenten gegen einen anderen ist gesamtheitlich ein Nullsummenspiel. Aber die Notwendigkeit des Wechsels von angestellten Vertriebskräften zu den günstigeren Handelsagenten/Handelsagentinnen kann eine Verbesserung für die rund 600.000 europäischen Handelsagentenbetriebe mit sich bringen.</p>
<p><strong>Mit welchen Argumenten sind Hersteller für den Einsatz von selbständigen Handelsagenten zu gewinnen?</strong></p>
<p>Die Kosten des Handelsagenten sind (im Unterschied zum angestellten Außendienst) immer im Einklang mit dem getätigten Umsatz (Umsatzprovision), daher sicherer zu kalkulieren und mit weniger administrativem Aufwand verbunden. Alles, was normalerweise unter Lohnnebenkosten läuft, gibt es bei Kooperation mit Handelsagenten nicht. Autokosten und Reisespesen entfallen für das vetretene Unternehmer (Geschäftsherrn). Der Handelsagent bringt seinen eigenen Kundenstock in das Vertragsverhältnis ein.</p>
<p>Er/sie ist selbst Unternehmer(in) mit einem entsprechenden wirtschaftlichen Wissen und Verständnis.</p>
<p>In der Regel bietet der Handelsagent neben der Kernleistung der Vermittlung von vertretenen Produkten noch eine Reihe von Dienstleistungen.</p>
<p>Kundenwerbung, Kundenbetreuung, Kundenberatung, Verkäuferschulung, Offertmanagement, Marktbeobachtung und diesbezügliche Informationen, Reklamationsbearbeitung. Musterlager, Präsenz auf Messen, Bürobereitschaft, Auftragsverfolgung,Terminobservanz.</p>
<p>Manche Handelsagenten liefern daneben separat zu bezahlende Dienstleistungen</p>
<p>wie z.B. Wartungsarbeiten, Kundendienst, Entwickungs- und Planunsarbeiten, Verkaufsförderung etc.</p>
<p>Sie sind von der jeweiligen Branche und deren Erfordernissen abhängig.</p>
<p>Zu beachten ist, dass viele Unternehmen noch nie mit externen Vertriebsexperten gearbeitet haben und daher eine ausführliche Darstellung der eigenen Leistungen in einem Erstgespräch notwendig ist und der Handelsagent als Geschäftspartner auf Augenhöhe zu präsentieren ist.</p>
<p>Unterstützende Quellen: CDH Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb, IUCAB.</p>
<p>© walterkrammer (wordcraft)</p>
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		<title>Nr. 101 &#8211; Das Bankgespräch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Feb 2024 16:38:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Bank]]></category>
		<category><![CDATA[Handelsagent]]></category>
		<category><![CDATA[Kredit]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>November 2023 Kredit kriegt nur, wem die Bank vertraut. Das heutige Spotlight ist kein Proseminar in Finanzwirtschaft. Es will nur das Augenmerk darauf richten, wodurch das Kreditgespräch mit einer Bank gekennzeichnet ist. In unserem Fall soll es ein Gespräch sein zwischen einem kleinen oder mittleren Unternehmen und einer der bekannten Banken bzw. Sparkassen. Man kann...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>November 2023</strong></p>
<p><strong>Kredit kriegt nur, wem die Bank vertraut. Das heutige Spotlight ist kein Proseminar in Finanzwirtschaft. Es will nur das Augenmerk darauf richten, wodurch das Kreditgespräch mit einer Bank gekennzeichnet ist. In unserem Fall soll es ein Gespräch sein zwischen einem kleinen oder mittleren Unternehmen und einer der bekannten Banken bzw. Sparkassen. Man kann voraussetzen, dass die Initiative meistens vom zukünftigen Kreditnehmer ausgeht.</strong></p>
<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>
<table width="640">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Die Ausgangslage</strong></p>
<p>Man kann Autos leihen, Wohnungen mieten, es gibt Leihwerkzeug etc.<br />
Geld zu leihen wird merkwürdigerweise zum Unterschied dazu als heikler empfunden.<br />
Das Geldinstitut wirkt nicht ganz zu Unrecht als grundsätzlich wirtschaftlich übermächtig.<br />
Den meisten Menschen flößt das (nicht selten zu viel) Respekt ein.<br />
Zu empfehlen ist es gegenüber der Bank als der oder die aufzutreten, der/die man ist. Authentisch also.</p>
<p><strong>Spielen Sie kein Theater, </strong></p>
<p>verwenden Sie keine Wörter, deren Bedeutung Ihnen unklar ist, sagen Sie klar und deutlich, was Sie wollen, warum Sie den Kredit brauchen und wo Ihre Grenzen liegen.<br />
Gehen Sie davon aus, dass die Bank zu einem guten Teil über Sie ohnedies Bescheid weiß. Kann sein, dass Sie schon lang als Kunde ein- und ausgehen. Wenn nicht, scheinen Sie etwa in einem Kreditbericht einer Kreditauskunftei auf, die freudig über Sie, Ihr Unternehmen, Ihre Rolle als vielleicht säumiger Zahler, über bestehende Schulden, überbordende Zahlungsverpflichtungen, bereits belastete Sicherheiten usw der Bank Mitteilung gemacht hat.<br />
Vermutlich hat auch der Bankmitarbeiter seine Hausaufgaben gemacht und im Internet noch das eine oder andere Detail zusammengesucht. Alles wurde im Computer versammelt und befindet sich in der Mappe, die er sorgfältig vor sich auf den Tisch gezirkelt hat.</p>
<p>S<strong>chönfärbereien, Verdunkelungsstrategien und Traumzahlen</strong></p>
<p>sind großteils kontraproduktiv, weil auch sie kurze Beine haben.<br />
Manche Banken betreiben Risikoeinschätzungssysteme, die das Vorgenannte und alles, was Sie selbst in das Kreditantragsformular geschrieben haben, zur Bewertung Ihrer Kreditwürdigkeit heranziehen.<br />
Wenn uns das bewusst ist, verstehen wir besser, warum wir ausnahmslos gut ausgeschlafen, umfassend vorbereitet und voll konzentriert zu einem solchen Termin erscheinen. Auch dieses bevorstehende Gespräch wird einmal in Ihrem Akt stehen.<br />
<strong><br />
Kreditgeber und Kreditnehmer wollen das Geschäft machen. Aber ihr Interesse ist nicht dasselbe.</strong></p>
<p><strong><br />
</strong>Es überrascht nicht, dass die Bank an unserem Kredit verdienen will und vor allem das verliehene Geld wieder hereinkommen soll.<br />
U n s e r  Interesse ist es zu möglichst günstigen Bedingungen eine angemessene Finanzierung eines Projekts, eine Stütze in einem vorübergehenden Liquiditätsengpass oder eine Langzeitfinanzierung eines vielversprechenden Investments zu erhalten.</p>
<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>
<table width="640">
<tbody>
<tr>
<td>Gesetzt den Fall Sie würden Ihr eigenes Geld an einen Verwandten oder einen Freund verleihen. Dann werden auch Sie Bescheid wissen wollen, wofür genau das Geld gebraucht wird und wie glaubhaft der Plan für die Zahlung der regelmäßigen Tilgungsraten aussieht. Vielleicht hätten auch Sie Bedenken, wenn diese Person finanziell aus dem letzten Loch pfeift und würden standfeste Sicherheiten fordern. Alles gilt in gleicher Weise für die Bank. Dazu kommt, dass Geldinstitute an gesetzliche Vorgaben gebunden sind und Ihr Gegenüber sich weitestgehend an die Regeln seines Instituts halten muss.</p>
<p>Im Kreditgespräch ist es Ihre Rolle schlüssige Antworten auf die zu erwartenden Fragen parat zu haben, die helfen sollen das Risiko des Geldgebers zu minimieren. Belegende Unterlagen, mit denen Sie ihre Angaben unterstützen, sind unerlässlich und hilfreich.<br />
Nicht optimal ist es rot anzulaufen, herumzustottern, Wichtiges erst auf Anforderung in einer Woche nachzubringen oder verwundert zu sein, dass ausgerechnet und völlig unerwartet ein peinlicher Punkt eine so bedeutende Rolle spielen soll.<br />
Verständlich, aber nicht gut.</p>
<p><strong>Das Kreditgespräch ist Ihre Chance Vertrauen zu gewinnen oder zu vertiefen.</strong></p>
<p><strong><br />
</strong>Vieles von dem, was zur Entscheidung über die Kreditsumme und die Konditionen beiträgt, sind Zahlen, die man verifizieren und hin- und herrechnen kann. Von nicht geringerer Bedeutung ist aber das Vertrauen zwischen Kreditgeber und -nehmer.</p>
<p><strong>Was schafft Vertrauen?</strong></p>
<p>In erster Linie Ihre Offenheit und Sicherheit, die sich durch ein professionelles Auftreten ausdrückt, zu dem Kleidung, gepflegte Erscheinung, eine klare und überlegte Ausdrucksweise und ein unaufdringliches, positives und freundliches Verhalten gehört.<br />
In diesem Zusammenhang ist nichts unwichtig.<br />
Nicht die Krawatte mit dem Rotweinfleck, nicht der fehlende Knopf am Sakko, nicht die ungeputzten Schuhe oder andere Nachlässigkeiten.</p>
<p><strong>Vertrauensbildend ist ebenfalls eine erkennbar sorgsam zusammengestellte Vorbereitung</strong>,</p>
<p>die sich in einer folgerichtigen Argumentation zeigt. Abgesehen vom Inhalt beweist diese, dass schon der Kreditwerber selbst alle Aspekte durchgedacht hat, die auf den Tisch kommen. Denken Sie daran, dass Fakten die Grundlage des Geschäfts sein müssen und nicht blauäugiges Geschwurbel. Wenn der Faktor Hoffnung Bestandteil Ihrer Argumentation ist, sollte dieser fundiert begründet werden. Im Fall, dass es Überraschungen gibt, reagiert man ruhig und sachlich.<br />
Die Einhaltung all dieser ungeschriebenen Regeln ist die selbstverständliche Voraussetzung für ein erfolgreiches Kreditgespräch, jedoch keineswegs die Garantie.</p>
<p><strong>Andererseits halten Sie sich vor Augen, dass der Kreditnehmer ein Geschäftspartner der Bank ist und nicht ein Opferlamm.</strong></p>
<p><strong><br />
</strong>Zu verhandeln ist daher zwingend anzuraten. Laufzeit, Zinsen, Gebühren, Sicherheitsansprüche und Nebenauflagen sind nicht bei allen Instituten gleich.<br />
Gehen Sie vor wie Sie es beim Kauf eines Autos tun. Vergleichen Sie!<br />
Die Bank schenkt Ihnen nichts. Sie bekommt die Differenz von der Summe aller Ratenzahlungen zu dem Betrag, den man Ihnen nach Ihrer Unterschrift aushändigt.<br />
Es ist nicht immer der Stammgast, der am besten bedient wird.<br />
Vielleicht tut sich mit Ihrem Kreditwunsch eine neue, für Sie vorteilhaftere Bankverbindung auf.</p>
<p>© walterkrammer (wct)</p>
<p>&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>
<table width="640">
<tbody>
<tr>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<table width="100%">
<tbody>
<tr>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>          </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Klima. Einwegpolitik führt in neue Abhängigkeiten</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/klima-einwegpolitik-fuehrt-wieder-in-abhaengigkeiten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Apr 2023 14:34:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativenergien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lernen wir nicht aus der Geschichte? Die vom Ölschock überraschten europäischen Staaten begannen 1974 ½-Jahresvorräte anzulegen, um etwaige weitere Erpressungsversuche der Erdöllieferanten zu unterbinden. Plötzlich musste man sogar das sauteure Luxusöl aus Norwegen in Betracht ziehen. Die Ölkeule traf die Industriestaaten an ihrer empfindlichsten Stelle. 4 Jahrzehnte später ein ähnliches Theater mit dem Erdgas. Die...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lernen wir nicht aus der Geschichte?</strong></p>
<p>Die vom Ölschock überraschten europäischen Staaten begannen 1974 ½-Jahresvorräte anzulegen, um etwaige weitere Erpressungsversuche der Erdöllieferanten zu unterbinden. Plötzlich musste man sogar das sauteure Luxusöl aus Norwegen in Betracht ziehen. Die Ölkeule traf die Industriestaaten an ihrer empfindlichsten Stelle.</p>
<p>4 Jahrzehnte später ein ähnliches Theater mit dem Erdgas. Die Pipelines, die sich vom Osten nach Europa schlängeln, blieben zusehends leerer.</p>
<p>An einer anderen Front wird die Bevölkerung berechtigterweise unruhig, wenn Schmerzmittel oder Antibiotika in Apotheken wegen Lieferausfalls nicht vorhanden sind.</p>
<p>Wie man sieht, ist es nicht so schwer uns in die Magengrube zu hauen, obwohl wir angeblich zu den reichsten Ländern der Welt gehören.</p>
<p><strong>In allen Fällen zeigt sich die Abhängigkeit der europäischen Volkswirtschaften, die es sich sogar in lebenswichtigen Bereichen so bequem und ökonomisch günstig wie möglich eingerichtet haben. Lesen Sie dazu im Archiv meinen Blog &#8222;Ach du süße Abhängigkeit&#8220; aus dem Juni 2022. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In den nächsten Jahrzehnten kommt zu den politischen Problemen noch der Faktor Klimawandel.</strong></p>
<p>Die Wissenschaft gibt der Menschheit 20 – 30 Jahre Zeit die ärgsten Folgen doch noch abzubiegen, sofern man die Energiegewinnung auf erneuerbare Quellen beschränkt. Allerdings gibt es dabei Hürden ohne Ende.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zuerst ein paar Ziele und Bedingungen, die von Klimaschützern als unausweichlich betrachtet werden.</strong></p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 2050 muss vonseiten der Spezies Mensch alles Erforderliche getan sein die Klimaänderung im Zaum zu halten. Das bedeutet, von den Menschen benötigte und benützte Energie muss aus klimaneutralen, erneuerbaren Quellen stammen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die ganze Welt muss mitspielen, aber man kann nicht erst dann anfangen zu handeln. wenn endlich alle tat-sächlich am gemeinsamen Strang ziehen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Dabei muss in allen Ländern die Einschränkung des Klimawandels (d.h. auf der ganzen Erdoberfläche neue Klimabedingungen zu schaffen) oberstes Gebot sein und vor allen anderen internen Problem rangieren. Anders ausgedrückt, die kleinste Maßnahme im kleinsten Land ist besser als gar keine Maßnahme. „Wir haben nur 0,2% Anteil an der globalen Lösung“ bekommt daher als Argument die rote Karte.</p>
<p><strong>Das ist aber nur ein Teil des Problems.</strong></p>
<p>Auch wenn man einen strategischen Wildwuchs bei der Bekämpfung des Klimawandels vermeiden möchte, darf man aus heutiger Sicht nicht <strong>alle alternativen Überlegungen kategorisch verdammen,</strong></p>
<p>Ähnlich wie bei der Pandemie hört man heute ein babylonisches Stimmengewirr der angeblich und tatsächlich Wissenden. Wobei auch sie keine unfehlbaren Propheten sind. Niemand kann den technischen und naturwissenschaftlichen Stand 2050 vorhersagen. Und schon gar nicht, dass zu dieser Zeit „sauberer Strom“ mit Sicherheit für die gesamte Menschheit <strong>im ausreichenden Ausmaß</strong> vorhanden sein wird.</p>
<p><strong>Es eröffnen sich also die unterschiedlichsten Zukunftsszenarien, mit denen wir rechnen können bzw. müssen:</strong></p>
<p><strong>1.) Der dann ausschließlich klimaneutrale Energiebedarf muss weltweit empfindlich eingeschränkt werden, denn eine solche Energie steht nicht überall und jederzeit zur Verfügung. </strong>In diesem Fall bedeutet „ausreichend“ nur mehr einen Bruchteil dessen, was man heute unter diesem Begriff versteht. Mit allen daraus zwangsweise folgenden Konsequenzen.  Durchsetzbarkeit? Sanktionen?</p>
<p><strong>2.) Klimaneutralität der Energie und ihrer Erzeugung wird wegen gravierender Widrigkeiten nicht mehr so genau genommen, </strong>besonders weil Wasserkraft, Wind und Fotovoltaik allein bei weitem nicht die komplette Versorgung der Erde oder auch nur eines Landes sicherstellen können. Zurzeit hilft man sich (un)verschämt mit dem Begriff der „Brückenenergie“ (Abstriche von strikten Anforderungen, aber nur für einen beschränkten Zeitraum). Greenwashing (Atomenergie, das Verheizen von Pellets zur Stromgewinnung, Grünes Gas  u.a.) hat schon begonnen, denn die einen haben Atomkraftwerke im Überfluss, anderen ergeht es so mit Autofabriken und Dritte haben von Beidem etwas. Dazu kommt, dass die &#8222;verantwortbaren&#8220; Möglichkeiten der Energiegewinnung in allen Staaten höchst unterschiedlich gesehen werden.</p>
<p><strong>3.) Man kombiniert „neue“ klimaneutrale Energieformen, wie z.B. Wasserstoff mit herkömmlichen Einsatztechniken (Wasserstoff + adaptierter Verbrennungsmotor u.a.).</strong></p>
<p><strong>4.) Techniken, die heute nicht einmal noch im Labor getestet werden, lösen das ganze Problem oder wenigstens Teile davon mit einem Schlag. </strong>Nicht höchstwahrscheinlich, aber bei der heute erkennbaren Rasanz wissenschaftlichen Fortschritts nicht ganz unmöglich.</p>
<p>Die Aufzählung ist nicht vollständig und jedwede Mischform ist denkbar. Manche Varianten sind nicht markttauglich, weil man zurzeit entweder den gewonnenen Strom nicht speichern kann oder der Transport mit Stromtrassen durch das ganze Land den Wirkungsgrad erheblich vermindert und der Widerstand der Bevölkerung die erforderlichen Baumaßnahmen verhindert. Aus diesem Grund sind manche Stromformen für gewisse Industriesparten nicht sicher genug. Exportländer wie Österreich kommen jedoch ohne Industrie nicht aus. Eine folgerichtige Abwanderung der Betriebe schlüge sofort auf den Wohlstand in unserem Land durch.</p>
<p><strong>Daher:</strong></p>
<p><strong>angesichts dieser Faktenlage ist es eine Frage der praktischen Vernunft sich  a l l e  Optionen der Energieversorgung möglichst lang offen zu halten und keine ausschließlichen Entscheidungen zu treffen, ohne die langfristige technische Entwicklung und jene der geopolitischen Lage in den nächsten 30 Jahren mit einer gewissen Sicherheit abschätzen zu können. Andernfalls sind neue Abhängigkeiten unvermeidbar. Dies auch in dem Bewusstsein, dass auf Dauer eine autarke klimaneutrale Energieversorgung Österreichs unter den gegebenen Verhältnissen ein kaum erreichbares Wunschziel sein wird.</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
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			</item>
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		<title>Nr. 83 &#8211; Klimawandel. Schon wieder in die Abhängigkeitsfalle?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Apr 2023 13:30:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängikeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativen offenhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativenergien]]></category>
		<category><![CDATA[Energiebedarf]]></category>
		<category><![CDATA[erneuerbare Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lernen wir nicht aus der Geschichte? 1974 machte sich in Europa der Ölschock breit. Die Opec-Staaten Algerien, Irak, Katar, Kuwait, Libyen, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate rächten sich mit einem Ölembargo gegen den Westen für dessen Unterstützung Israels im Jom-Kippurkrieg 1973. Es gab verpflichtendes Autofasten an 1 Tag pro Woche. In den Zeitungen sah...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-83-klimawandel-schon-wieder-in-die-abhaengigkeitsfalle/">Nr. 83 &#8211; Klimawandel. Schon wieder in die Abhängigkeitsfalle?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lernen wir nicht aus der Geschichte?</strong></p>
<p>1974 machte sich in Europa der Ölschock breit. Die Opec-Staaten Algerien, Irak, Katar, Kuwait, Libyen, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate rächten sich mit einem Ölembargo gegen den Westen für dessen Unterstützung Israels im Jom-Kippurkrieg 1973. Es gab verpflichtendes Autofasten an 1 Tag pro Woche. In den Zeitungen sah man Kinder mit Rollschuhen auf den gesperrten Autobahnen. Die überraschten europäischen Staaten begannen ½-Jahresvorräte anzulegen, um etwaige weitere Erpressungsversuche der Erdöllieferanten zu unterbinden. Plötzlich musste man sogar das sauteure Luxusöl aus Norwegen in Betracht ziehen. Die Ölkeule traf die Industriestaaten an ihrer empfindlichsten Stelle.</p>
<p>4 Jahrzehnte später ein ähnliches Theater mit dem Erdgas. Die Pipelines, die sich vom Osten nach Europa schlängeln, blieben zusehends leerer. Führende Politiker schwärmten in alle Himmelsrichtungen aus, um das billige Gas aus dem Osten durch ein was-auch-immer-welches von wo-auch-immer-her zu ersetzen.</p>
<p>An einer anderen Front wird die Bevölkerung berechtigterweise unruhig, wenn sie verschriebene Medikamente wie Schmerzmittel oder Antibiotika in Apotheken wegen Lieferausfalls nicht erhalten kann. Wie man sieht, ist es nicht so schwer uns in die Magengrube zu hauen, obwohl wir angeblich zu den reichsten Ländern der Welt gehören.</p>
<p>In allen Fällen zeigt sich die Abhängigkeit der europäischen Volkswirtschaften, die es sich sogar in lebenswichtigen Bereichen so bequem und ökonomisch günstig wie möglich eingerichtet haben. Lesen Sie dazu meinen Blog &#8222;Ach du süße Abhängigkeit&#8220; aus dem Juni 2022 HIER</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In den nächsten Jahrzehnten kommt zu den politischen Problemen noch der Faktor Klimawandel.</strong></p>
<p>Die Wissenschaft gibt der Menschheit 20 – 30 Jahre Zeit die ärgsten Folgen doch noch abzubiegen, sofern man die Energiegewinnung auf erneuerbare Quellen beschränkt. Allerdings gibt es dabei Hürden ohne Ende.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zuerst ein paar Ziele und Bedingungen, die von Klimaschützern als unausweichlich betrachtet werden.</strong></p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 2050 muss vonseiten der Spezies Mensch alles Erforderliche getan sein die Klimaänderung im Zaum zu halten. Das bedeutet, von den Menschen benötigte und benützte Energie muss aus klimaneutralen, erneuerbaren Quellen stammen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die ganze Welt muss mitspielen, aber man kann nicht erst dann anfangen zu handeln. wenn endlich alle tat-sächlich am gemeinsamen Strang ziehen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Dabei muss in allen Ländern die Einschränkung des Klimawandels (d.h. auf der ganzen Erdoberfläche neue Klimabedingungen zu schaffen) oberstes Gebot sein und vor allen anderen internen Problem rangieren. Anders ausgedrückt, die kleinste Maßnahme im kleinsten Land ist besser als gar keine Maßnahme. „Wir haben nur 0,2% Anteil an der globalen Lösung“ bekommt daher als Argument die rote Karte.</p>
<p><strong>Das ist aber nur ein Teil des Problems.</strong></p>
<p>Die ersten 4 Absätze – Sie erinnern sich – sind dem Thema Abhängigkeit gewidmet. Aus gutem Grund.</p>
<p><strong>Mit dem Verlangen  n u r  Strom dürfe in 30 Jahren die akzeptierte Energieform sein (der strikt aus regenerierbaren Quellen stammen müsse) und damit zugleich alle alternativen Überlegungen kategorisch zu verdammen, tun wir uns nichts Gutes. Lesen Sie Spotlight Nr. 25 &#8222;Alles Strom, oder was?&#8220; aus dem Jahr 2021</strong></p>
<p>Ähnlich wie bei der Pandemie hört man heute ein babylonisches Stimmengewirr der angeblich und tatsächlich Wissenden. Wobei auch sie keine unfehlbaren Propheten sind. Niemand kann den technischen und naturwissenschaftlichen Stand 2050 vorhersagen. Und schon gar nicht, dass zu dieser Zeit „sauberer Strom“ mit Sicherheit für die gesamte Menschheit <strong>im ausreichenden Ausmaß</strong> vorhanden sein wird.</p>
<p><strong>Es eröffnen sich also die unterschiedlichsten Zukunftsszenarien, mit denen wir rechnen können bzw. müssen:</strong></p>
<p><strong>1.) Der dann ausschließlich klimaneutrale Energiebedarf muss weltweit empfindlich eingeschränkt werden, denn eine solche Energie steht nicht überall und jederzeit zur Verfügung. </strong>In diesem Fall bedeutet „ausreichend“ nur mehr einen Bruchteil dessen, was man heute unter diesem Begriff versteht. Mit allen daraus zwangsweise folgenden Konsequenzen.  Durchsetzbarkeit? Sanktionen?</p>
<p><strong>2.) Klimaneutralität der Energie und ihrer Erzeugung wird wegen gravierender Widrigkeiten nicht mehr so genau genommen, </strong>besonders weil Wasserkraft, Wind und Fotovoltaik allein bei weitem nicht die komplette Versorgung der Erde oder auch nur eines Landes sicherstellen können. Zurzeit hilft man sich (un)verschämt mit dem Begriff der „Brückenenergie“ (Abstriche von strikten Anforderungen, aber nur für einen beschränkten Zeitraum). Greenwashing (Atomenergie, das Verheizen von Pellets zur Stromgewinnung, Grünes Gas  u.a.) hat schon begonnen, denn die einen haben Atomkraftwerke im Überfluss, anderen ergeht es so mit Autofabriken und Dritte haben von Beidem etwas. Dazu kommt, dass die &#8222;verantwortbaren&#8220; Möglichkeiten der Energiegewinnung in allen Staaten höchst unterschiedlich gesehen werden.</p>
<p><strong>3.) Man kombiniert „neue“ klimaneutrale Energieformen, wie z.B. Wasserstoff mit herkömmlichen Einsatztechniken (Wasserstoff + adaptierter Verbrennungsmotor u.a.).</strong></p>
<p><strong>4.) Techniken, die heute nicht einmal noch im Labor getestet werden, lösen das ganze Problem oder wenigstens Teile davon mit einem Schlag. </strong>Nicht höchstwahrscheinlich, aber bei der heute erkennbaren Rasanz wissenschaftlichen Fortschritts nicht ganz unmöglich.</p>
<p>Die Aufzählung ist nicht vollständig und jedwede Mischform ist denkbar. Manche Varianten sind nicht markttauglich, weil man zurzeit entweder den gewonnenen Strom nicht speichern kann oder der Transport mit Stromtrassen durch das ganze Land den Wirkungsgrad erheblich vermindert und der Widerstand der Bevölkerung die erforderlichen Baumaßnahmen verhindert. Aus diesem Grund sind manche Stromformen für gewisse Industriesparten nicht sicher genug. Exportländer wie Österreich kommen jedoch ohne Industrie nicht aus. Eine folgerichtige Abwanderung der Betriebe schlüge sofort auf den Wohlstand in unserem Land durch.</p>
<p><strong>Daher:</strong></p>
<p><strong>angesichts dieser Faktenlage ist es eine Frage der praktischen Vernunft sich  a l l e  Optionen der Energieversorgung möglichst lang offen zu halten und keine ausschließlichen Entscheidungen zu treffen, ohne die langfristige technische Entwicklung und jene der geopolitischen Lage in den nächsten 30 Jahren mit einer gewissen Sicherheit abschätzen zu können. Andernfalls sind neue Abhängigkeiten unvermeidbar. Dies auch in dem Bewusstsein, dass auf Dauer eine autarke klimaneutrale Energieversorgung Österreichs unter den gegebenen Verhältnissen ein kaum erreichbares Wunschziel sein wird.</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-83-klimawandel-schon-wieder-in-die-abhaengigkeitsfalle/">Nr. 83 &#8211; Klimawandel. Schon wieder in die Abhängigkeitsfalle?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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		<title>Nr. 74 &#8211;  Auch 2023 fällt der Wohlstand nicht vom Himmel. Allerdings geht es um mehr!</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-74-auch-2023-faellt-der-wohlstand-nicht-vom-himmel-allerdings-geht-es-um-mehr/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Dec 2022 21:41:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräftemangel]]></category>
		<category><![CDATA[Handelsagent]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Wir müssen wegkommen von der Prüfungskultur hin zu einer Ermöglichungs- und Willkommenskultur“ oder „Die zu uns kommen wollen und die wir brauchen, sollten wir mit offenen Armen empfangen und mit Respekt“ sind Zitate des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und der Arbeitgeberverbände (DIE PRESSE 27.12.22). Sie beziehen sich darauf mithilfe ausländischer Arbeitskräfte den extremen Mangel deutscher Fachkräfte...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-74-auch-2023-faellt-der-wohlstand-nicht-vom-himmel-allerdings-geht-es-um-mehr/">Nr. 74 &#8211;  Auch 2023 fällt der Wohlstand nicht vom Himmel. Allerdings geht es um mehr!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<table style="height: 3025px;" width="934">
<tbody>
<tr>
<td>
<table width="600">
<tbody>
<tr>
<td width="600">
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>„Wir müssen wegkommen von der Prüfungskultur hin zu einer Ermöglichungs- und Willkommenskultur“ oder „Die zu uns kommen wollen und die wir brauchen, sollten wir mit offenen Armen empfangen und mit Respekt“ sind Zitate des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und der Arbeitgeberverbände (DIE PRESSE 27.12.22). Sie beziehen sich darauf mithilfe ausländischer Arbeitskräfte den extremen Mangel deutscher Fachkräfte auszugleichen.  </strong></p>
<p>Jedoch, die personellen Kompetenzdefizite in nahezu allen Wirtschaftsbereichen jahrein, jahraus nur mit Konjunktiven zu bekämpfen – was wir sollten, könnten, müssten – hilft in Deutschland genau so wenig wie in anderen entwickelten, derzeit noch führenden, Industriestaaten Europas und der Welt. Engagiertes, zielgerichtetes Handeln wird immer mehr zur unbedingten Notwendigkeit.</p>
<p>Überall dort, wo über das Theoretisieren hinaus Ausbildung und Lernen in den letzten Jahrzehnten in der Praxis nicht ernst genommen wurden, greint man heute um unüberprüfbar „gute Fachleute“ aus fremden Landen. Weil das auf Knopfdruck nicht funktioniert, gelten  die „offenen Arme“ mittlerweile auch für einheimische Interessierte, die als „Quereinsteiger“ maskiert, zwar nicht zur Gänze die fachlichen Voraussetzungen mitbringen, aber wenigstens arbeiten wollen.</p>
<p>Mitte des 20. Jahrhunderts war „Made in Germany“ eine harte Währung in der Welt der Industrie- und gewerblichen Produkte. Das wäre kaum möglich gewesen mit dem Standard an Fachkenntnissen, wie ihn in der Not sogar maßgebende Funktionäre der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerschaft heutzutage für durchaus akzeptabel halten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sicher haben zu dieser Entwicklung verschiedene wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Veränderungen beigetragen.</strong></p>
<p>Der Anteil der erzeugenden, technologiegestützten Wirtschaft verringerte sich im Laufe der Zeit zugunsten des Aufkommens der Dienstleistungsgesellschaft. Die Industrie wanderte zum Teil zu günstigeren Standorten auf anderen Kontinenten ab und jagte damit zugleich den sich dort bildenden Märkten nach.</p>
<p>Dienstleistungsbranchen – damit wir uns nicht falsch verstehen – können auch nicht auf Fachkräfte verzichten. Aber es hat tatsächlich länger gedauert, bis jetzt z.B.  die Gastronomie demonstrativ und für erwartungsfrohe Gäste schmerzhaft, wegen Fachkräftemangels zusätzliche Schließtage einführen muss. Weiterhin andauerndes Improvisieren geht nicht mehr, wenn man den Standard halten will und aus Konkurrenzgründen auch halten muss. <strong> </strong></p>
<p><strong>Oststaaten liefern nicht mehr</strong></p>
<p>Der lange Zeit unerschöpflich scheinende Arbeitskräftepool der ehemaligen Ostblockstaaten versiegt ebenfalls, weil die Wohlstandsdifferenz (nicht zuletzt durch EU-Zuwendungen) geschmolzen ist. Grundsätzlich ist das gut, aber das situationselastische Hin- und Herschieben von willfährigen Nachbarn hat damit halt auch ein Ende. Zusehends sind die Industrieländer auf die eigenen Personalreserven zurückgeworfen.  Diese beinhalten aber leider &#8211; lt. verschiedener Bildungsstudien &#8211; nicht unerhebliche Bevölkerungsanteile, die trotz 9jährigen Schulbesuchs nicht einmal die Mindestqualifikationen aufweisen.</p>
<p>Im Gegensatz zu den deutschen Vereinsmannschaften mit ihren ausländischen Superstars, muss die DFB-Mannschaft auf Kräfte „aus eigener Produktion“ zurückgreifen. Dann allerdings reicht es bei der Fußball-WM eben schon zum 2. Mal nicht für die Finalrunden. Vielleicht macht das nachdenklich?</p>
<p><strong>Was geht das die Handelsagentinnen und Handelsagenten an?</strong></p>
<p>Uns liegt ein standortgesicherter Industriebestand ebenso am Herzen, wie auf der anderen Seite der funktionierende Abnehmerkreis, der je nach Branche unterschiedlich ist. Für den Erfolg des einen wie des anderen Wirtschaftsbereichs sind erstklassige erfahrene Mitarbeiter  von elementarer Bedeutung.</p>
<p>Die Problemstellungen in Wirtschaft und Gesellschaft liegen klar auf der Hand. Sie sind x-fach diskutiert. Man muss sie nicht immer wiederholen. Es ist die p r a k t i s c h e   Lösungskapazität, die offenbar im Argen liegt. Und das nicht nur in  e i n e m  Land der Union.</p>
<p><strong>Politik und Gesellschaft sind gefordert nicht mit spitzfindigen Regelwerken herumzuspielen, Ideologien und Theorien zu drechseln, sondern Handfestes zu liefern. Und zwar permanent. Die Komplexität der Aufgaben kann nicht als Ausrede gelten. </strong></p>
<p>Wenn die westlichen Demokratien in noch verstärkten Verdacht geraten die Grundsatzprobleme ihrer Staaten nicht bewältigen zu können, wird das demokratische System selbst in Zweifel gezogen werden. Die Demokratiegegner der ganzen Welt werden sich bestätigt fühlen und zum Halali blasen. Fest steht: wir haben unsere Hausaufgaben über lange Zeit nicht gemacht.</p>
<p>Jeder muss wissen: es geht nicht nur um Wohlstandssicherung. Um Gendersternchen. Um Fahrradwegmarkierungen.</p>
<p><strong>Es geht um unsere Art zu leben.</strong></p>
<table width="600">
<tbody>
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<td>©walterkrammer(wct)</td>
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</tr>
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<p>&nbsp;</p>
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</tr>
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</table>
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		<title>Erboste Bürger. Und weswegen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2022 20:14:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Energiebedarf]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[politisches Personal]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Laut Umfragen ist die Hälfte der österreichischen Bevölkerung mit der politischen Landschaft, insbesondere mit der Regierung unzufrieden. Ein harter Kern der Unzufriedenen ist „richtig angefressen“ Die verantwortlichen Politiker wehren sich mit einer Liste, die etwa so aussieht: Geerbte Probleme / Beispiellose Krisenfolge ohne Ende (Finanzkrise, Migrationsbewegungen, Corona, Ukrainekrieg) / Externe Herausforderungen, die Österreich entweder gar...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/erboste-buerger-und-weswegen/">Erboste Bürger. Und weswegen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Laut Umfragen ist die Hälfte der österreichischen Bevölkerung mit der politischen Landschaft, insbesondere mit der Regierung unzufrieden. Ein harter Kern der Unzufriedenen ist „richtig angefressen“</p>
<p><strong>Die verantwortlichen Politiker wehren sich mit einer Liste, die etwa so aussieht:</strong></p>
<p><strong>Geerbte Probleme / Beispiellose Krisenfolge ohne Ende (Finanzkrise, Migrationsbewegungen, Corona, Ukrainekrieg) / Externe Herausforderungen, die Österreich entweder gar nicht oder keinesfalls allein lösen kann / Mangelnde Ressourcen / Zu geringe Zeitspanne, die für einzelne Problemlösungen zur Verfügung steht / Mangelnde Kompromissbereitschaft der maßgeblichen gesellschaftlichen Gruppierungen / Schwindende Loyalität zum Staat und seinen Einrichtungen / In anderen Ländern ist es auch nicht besser.</strong></p>
<p>Bei den Bürgern kommt es aber als Konglomerat aus mangelnder Problemlösungskapazität, persönlicher Betroffenheit und verwirrender, diffuser Information aus allen möglichen Quellen an. Das ergibt ein raues, kritisches Explosivgemisch, mit dem die „Eliten“ zu kämpfen haben. Dazu gesellt sich in letzter Zeit der Zweifel, ob überhaupt für das politische Management  noch das Volk im Mittelpunkt steht, von dem lt. Verfassung die Macht ausgeht.</p>
<p><strong>Die Wähler unserer Zeit wollen nicht machterhaltende Abstimmungsmaschine sein, sie erwarten von den Volksvertretern schlichtweg EMPATHIE und die Schaffung von Rahmenbedingungen für ein gerechtes, würdevolles und erfüllendes Leben. Wer das nicht in den Mittelpunkt seiner politischen Tätigkeit stellen will oder kann, muss die Bühne verlassen. Ist das zu viel verlangt?</strong></p>
<p><strong>Was schafft nun hauptsächliches Unbehagen? Was wirft „man“ der politischen Elite aller Couleurs vor?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 1 </strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Zu wenig Vorausblick erzeugt, wenn es ernst wird, einen kaum zu bewältigenden Termindruck </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Klimawandel</strong></p>
<p>„Grenzen des Wachstums“ veröffentlichte der Club of Rome bereits 1972. 1979 konstituierten sich in Deutschland die „Urgrünen“ und sackten gleich 3% bei den Europawahlen ein. 4 Jahrzehnte reagierten durch Taten weder Politik noch das Volk.</p>
<p>Heute brennt der Hut. Energie, die aus der Erde gebuddelt werden muss, ist geächtet. Sie muss jetzt von einem Tag auf den anderen regenerierbar sein. Die Lieblingsform ist Elektrizität. Und zwar für alles. Das lässige Dahindösen in den letzten Jahren wird abgestraft. Eine Atempause bieten noch „green washed“ Atomenergie und Steinkohle.  Aber jeder erkennt die Schummelei aus einer Notlage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Abhängigkeiten und mangelnder Vorrat</strong></p>
<p>Energie für Produktion und private Bequemlichkeiten war – aus heutiger Sicht &#8211; immer billig und in Mengen verfügbar. Der Öl-Aufstand der OPEC in den 70er-Jahren wurde durch Dauerbevorratung abgeschmettert.</p>
<p>Billiges Gas aus Russland ließ die europäischen Industriestaaten und deren Margen florieren. Seit der freundliche Kaufherr im Kreml sich zu einem brutalen Kriegsherrn verwandelte, sucht man die Schuldigen für die allgemein offensichtliche Abhängigkeit. Das ist schon verwegen. Wer hätte es denn politisch überlebt, die Bevölkerung mit dem x-fach teureren Gas aus Norwegen zu versorgen? Und zwar mit dem Argument der damit erkauften Unabhängigkeit von Russland?</p>
<p>„ Krisen offenbaren eben Schwächen“ wiegelt der deutsche Vizekanzler Habeck ab.</p>
<p>Beim Staatsvolk kommt das gar nicht gut an. Weil „wozu halten wir uns denn das ganze Berater- und Beamtengewusel und die Politikergarde um teures Geld, wenn sie erst auf diese Weise auf die Schwachstellen unseres Staates stoßen?“ Zu erkennen, dass eine Abhängigkeit, gleichgültig von wem, ein Risikofaktor ist – dazu brauche man keine Matura.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Migration</strong></p>
<p>Auch wenn es verschiedentlich anders dargestellt wird, haben die europäischen Länder ad hoc keinen Einfluss auf den bestehenden Migrationsdruck aus der ganzen Welt. Wenn 100 Millionen Afrikaner sich auf den Weg machen wollen, werden kurzfristig die europäischen Staatskanzleien an diesem Wunsch, der vielfältige Ursachen hat, nichts ändern können. Zäune errichten, das war’s dann!</p>
<p>Am liebsten würde man in der EU die Einwanderer handverlesen aussuchen, die aus demografischen Gründen eine Notwendigkeit sind. Tatsächlich tut sich die Behörde schon schwer diese von den Flüchtlingen zu unterscheiden.</p>
<p>Die europaweite Ratlosigkeit ist offensichtlich. Ebenso das Fehlen des gemeinsamen unbeugsamen Willens, für Europa eine tatsächlich umsetzbare, humane Vorgangsweise zu schaffen.</p>
<p>Das Problem wird also weiterbestehen und so manche europäische Regierung aus dem Amt jagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 2  (dem „Pater“ Habeck in Deutschland durch demütiges Gehabe begegnen will)</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Schlechte Kommunikation</strong></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Die Bürger kennen sich nicht aus</strong></p>
<p>Einfach ausgedrückt, reden diejenigen auch in der Öffentlichkeit kunterbunt durcheinander, von denen man verständliche und vor allem zuverlässige Erklärungen erwartet (Politik, Wissenschaft, Interessenvertreter).</p>
<p>Man weiß nicht, ist die Lage so bedrohlich wie sie dargestellt wird, oder nicht?</p>
<p>Trifft irgendjemand Vorkehrungen oder muss man das selbst tun? Sind die Maßnahmen und die damit verbundenen Einschränkungen überschießend oder vielleicht doch die letzte Rettung?</p>
<p>Unverhofft schützt man Deutschland vor radioaktiver Verstrahlung durch sofortiges Abschalten der meisten Atomkraftwerke, nicht viel später verleiht ihnen Brüssel das grüne Pickerl.</p>
<p>Die in Pension geschickten Kohlearbeiter horchen auf, weil der Pfui-Aspekt der Kohle plötzlich nur mehr für Braunkohle gilt. Steinkohle hingegen? Sauberer geht’s nicht!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Szenenwechsel Pandemie:</p>
<p>sind die „Demagogiesyndikate“ der Impfgegner rehabilitiert, weil nach Erreichung hochprozentiger Geimpftenzahlen schamhaft verbreitet wird, dass die Impfungen nur ein Wahrscheinlichkeitsschutz sind?</p>
<p>Ist der 4. Stich empfehlenswert oder nicht? Nicht unter 5 Jahren, nicht vor 6 Monaten nach der Erkrankung, nur die Vulnerablen, diese aber auch nach 4 Monaten und die 60+ nur, wenn sie keine Vorerkrankungen haben. Der Impfstoff muss von derselben Pharma-Firma stammen. Nein, Kreuzimpfungen sind wirkungsvoller.</p>
<p>Genialer Schluss aus dem Gesundheitsministerium: &#8222;Das muss jeder selbst entscheiden.&#8220;</p>
<p>Kurzum, wer hat da welchen „Stich“?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 3</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Fehlen prioritärer Ziele und der dazu gehörenden Planung und Fristsetzung</strong></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Erweckungserlebnisse</strong></p>
<p>Es vergeht kaum eine Woche ohne Pressekonferenz, auf der nicht ein Minister oder eine Ministerin freudestrahlend und mit einem Schuss Eigenlob brandneue Initiativen ankündigt. Förmlich ein Erweckungsblitz muss hier eingeschlagen haben.  Denn leider ruhen die der Lösung harrenden Probleme seit vielen Jahren in eben diesem Ministerium. Öffentliche Forderungen, die Minister oder Ministerin an sich selbst richten, sind wenig populär. Journalistenfragen nach dem Zeitpunkt der Umsetzung bleiben mit Rücksicht auf die kolossalen Schwierigkeiten unbeantwortet.</p>
<p>Weniger ankündigen, mehr erledigen – das würde die Menschen freuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was wäre es mit einer ständig aktualisierten staatlicher To-Do-Liste?</strong></p>
<p>Die Bürger erwarten, dass die Politik das Land nicht nur verwaltet.</p>
<p>In der heutigen Zeit muss es eine Webseite des Bundeskanzleramts mit den definierten <strong>Staatszielen</strong>, den definierten <strong>Umsetzungsschritten,</strong> den entsprechenden <strong>Fristsetzungen</strong> und den dafür geplanten <strong>Ausgaben</strong> geben. Das alles <strong>geordnet nach den Ministerien</strong>, die die Führungsverantwortung für die jeweiligen Themen haben. Zu dieser Webseite die Verpflichtung des <strong>Rechnungshofs</strong> dem Parlament regelmäßig Bericht zu erstatten.</p>
<p>Dazu gehört auch in geeigneter Weise die Darstellung, wo wir als Staat in der Umsetzung stehen (keine wolkigen Erklärungen, sondern Fakten). Dasselbe gilt selbstverständlich für die Bereiche der jeweiligen Landesregierungen.</p>
<p>Auf diese Weise würde man auch erfahren, was n i c h t zu den Zielen zählt, an denen gearbeitet wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 4</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Das Wohl des Staates rangiert hinter dem Eigeninteresse der Parteien</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Endlose Debatten dominieren TV, soziale Medien und Printorgane, welche Folgen wohl dieses oder jenes Vorkommnis in wirtschaftlicher bzw. politischer Hinsicht habe. Mit Erbitterung stellt dann der Bürger fest, dass im Vordergrund nur das Ranking im Machtspiel der Parteien steht, kaum das Wohl der Staatsbürger/ Steuerzahler.</p>
<p>Die Lösung wichtiger Probleme lässt vermutlich auf sich warten, weil Generalsekretäre und Spindoktoren der gerade federführenden Parteien ständig in Sorge um die alles entscheidenden Umfragewerte sind.</p>
<p>Als Staat brauchen wir aber Führung durch den Problemdschungel und nicht Poseure auf dem Boulevard, die damit auch noch Beliebtheitspunkte kassieren.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 5</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Polarisierung durch Werte</strong></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Man kennt, was die Politikerreden und die entsprechenden Kommentare in den Medien uns ständig um die Ohren hauen: die Werte.</p>
<p>Wer politisch nicht weiter weiß, schlägt mit der Wertekeule um sich.</p>
<p>Alle ach so modernen, fortschrittlichen Genderfans, die im Bus der am Stock erkennbaren Gehbehinderten nicht ihren Sitzplatz überlassen, haben jede Glaubwürdigkeit eingebüßt. Es ist Unsinn ständig neue Werte zu erfinden, weil es zu schwierig ist, die vernünftigen alten einzuhalten. Falsch  gegenderte Diplomarbeiten zurückzuschmeissen hat noch keiner einzigen Supermarktkassierin zu einem besseren Gehalt verholfen. Oder anders ausgedrückt. Die Flucht aus der Sachpolitik in die Symbolpolitik hat noch nie Probleme gelöst, sondern immer welche geschaffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Aufzählung mag man beliebig fortsetzen. Das Volk ist verwirrt und aufgebracht. Angesichts der sichtbar werdenden Unzulänglichkeiten fürchtet es um den eigenen Lebensstandard und das Wohl seiner Nachkommenschaft. Hinterfotziges  Schlammcatchen der Parteien ist erwartungsgemäß nicht vertrauensfördernd.  </strong></p>
<p><strong>Eine versagende politische Mitte überlässt die Wähler den Rändern des politischen Spektrums.</strong></p>
<p><strong> </strong>©walterkrammer(wct)</p>
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		<title>Nr. 69  &#8211;  Mit Konsequenz zum Ziel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2022 18:36:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Handelsagent]]></category>
		<category><![CDATA[Optimierung]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Ziel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie konsequent sind Sie? Gleichermaßen im Beruf wie in Ihrem Privatleben? Welche Folgen hat diese Ihre Einstellung für Ihr Leben? Sind Sie sich der Vorteile bewusst, stets vorauszudenken und dann folgerichtig zu handeln? PROJEKTMANAGEMENT UND SELBSTORGANISATION IM DIGITALEN ZEITALTER ist der Titel des Workshop WS 13 des Wiener Gremiums der Handelsagenten am 3.November 2022, in...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie konsequent sind Sie? Gleichermaßen im Beruf wie in Ihrem Privatleben? Welche Folgen hat diese Ihre Einstellung für Ihr Leben? Sind Sie sich der Vorteile bewusst, stets vorauszudenken und dann folgerichtig zu handeln?</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>PROJEKTMANAGEMENT UND SELBSTORGANISATION IM DIGITALEN ZEITALTER</strong></p>
<p>ist der Titel des Workshop WS 13 des Wiener Gremiums der Handelsagenten am 3.November 2022, in dem die Begriffe der Zielsetzung und des konsequenten Projektmanagements die Hauptrolle spielen werden.</p>
<p>Der Begriff „Projekt“ wird vom <strong>Vortragenden DI Gernot Pöchgraber</strong> als zielgerichtete Tätigkeit bzw. Vorhaben verstanden, mit definiertem Anfang und Ende, einem personellen, materiellen und finanziellen Einsatz, sowie einem vorhersehbaren und erwünschten Output. Aufgabe des Projektmanagements ist es alle möglichen Einflussgrößen gedanklich zu erfassen und in einem Projektplan zu verarbeiten.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2560" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/11/Gernot_Poechgraber_2022--217x300.jpg" alt="Gernot Poechgraber 2022" width="217" height="300" srcset="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/11/Gernot_Poechgraber_2022--217x300.jpg 217w, https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/11/Gernot_Poechgraber_2022--145x200.jpg 145w, https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/11/Gernot_Poechgraber_2022--181x250.jpg 181w, https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/11/Gernot_Poechgraber_2022-.jpg 240w" sizes="(max-width: 217px) 100vw, 217px" /></p>
<p>Das klingt alles sehr theoretisch und technisch, ist es aber nicht. Gleichgültig, ob Sie eine Geburtstagsfeier organisieren oder mit Ihren Kindern ein Wochenende an einem See verbringen, ob Sie die Bestellung Ihres Kunden aufmerksam bis zur Auslieferung verfolgen oder Ihren Arbeitsplatz in ein neues Büro übersiedeln, immer braucht es eine mehr oder minder umfangreiche Planung, in der es keine peinlichen Lücken geben sollte und die einzelnen Planungsschritte zeitlich und dem organischen Ablauf entsprechend zu berücksichtigen sind.</p>
<p><strong>Die Hauptfeinde des Projektmanagements sind Wunschdenken und Selbstüberschätzung.</strong></p>
<p>Wir alle waren schon in der Situation, die Dinge laufen zu lassen. Gar nicht aus sträflicher Nachlässigkeit, sondern eher in der Annahme, es würde „auch so gehen“ – mit Rücksicht darauf, dass alle Beteiligten genug Erfahrung hätten und schon das Richtige tun würden. Dann hat sich jeder auf die anderen verlassen…</p>
<p>Bei genauer Betrachtung wird klar, dass es bei der Projektplanung einfach um die Optimierung der notwendigen Maßnahmen geht, die zur Erreichung eines festgelegten Ziels notwendig sind. Ein geordneter Ablauf, die Involvierung aller beteiligten Personen, die sorgsame Kontrolle des Projektfortgangs führt letzten Endes zur Vermeidung von Zeit-, Geld- und/oder Ressourcenverschwendung.</p>
<p>Natürlich ist es ratsam an die Sache mit Vernunft heranzugehen. Wenn Sie aus jedem Routinevorgang ein Großprojekt machen mit allem Pipapo, dann wird sich das nicht lohnen.</p>
<p>Auf der anderen Seite ist sorgfältige Planung geeignet den finanziellen Rahmen oder den Zeitaufwand realistischer darzustellen, als es Ihnen mit der gewohnten Daumenmalpimethode gelungen wäre. Besonders zu empfehlen ist fundiertes Projektmanagement, wenn Sie sich auf neues Terrain begeben, auf dem Ihnen die Erfahrung fehlt. Das kann der private Umzug sein (den Sie auch nicht jeden Tag machen) wie die Übernahme einer neuen Vertretung, die anfangs ziemlichen Einsatz erfordern würde.</p>
<p>DI Pöchgraber widmet sich im Workshop in besonderer Weise der praktischen Bewältigung der Aufgabenstellung eines Projektplans mit Hilfe der modernen technischen Organisationsmittel. Zu Redaktionsschluss stehen noch einige freie Plätze zur Verfügung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nr. 66  &#8211;  Provisionsverhandlungen sind Preisgespräche!</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-66-provisionsverhandlungen-sind-preisgespraeche/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Oct 2022 10:04:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Handelsagent]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Preisgespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Provision]]></category>
		<category><![CDATA[Verhandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Vertretungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; In den nächsten Wochen wird bei den Lohnverhandlungen der Metaller wieder entschieden wie viel Geld im Laufe des kommenden Jahres als Lohn- und Gehaltszahlungen über den Tisch gehen wird. Der Vorgang ist besonders spektakulär, weil das Ergebnis eine Art Richtschnur ist für die anderen Branchen in Österreich. Tatsächlich werden in der Folge die Preise...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="editable" align="center" valign="top" data-name="Container styles">
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td align="left" valign="top"><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/05/Handelsagenten-Spotlight.jpg" alt="Handelsagenten Spotlight" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In den nächsten Wochen wird bei den Lohnverhandlungen der Metaller wieder entschieden wie viel Geld im Laufe des kommenden Jahres als Lohn- und Gehaltszahlungen über den Tisch gehen wird.<br />
</strong><strong>Der Vorgang ist besonders spektakulär, weil das Ergebnis eine Art Richtschnur ist für die anderen Branchen in Österreich. Tatsächlich werden in der Folge die Preise für die Arbeitsleistung von Millionen von Menschen ausgehandelt.<br />
</strong><strong>Den meisten Handelsagenten ist nicht wirklich bewusst, dass bei Übernahme einer neuen Vertretung die Chance jedenfalls besteht durch geschickte Verhandlungsführung die Einkünfte aus dieser Tätigkeit nach oben zu beeinflussen.</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a id="cra-37404377892" class="cred-index-anchor" name="cra-37404377892" data-title="" data-visible="true"></a></p>
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="editable" align="center" valign="top" data-name="Container styles">
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td align="left" valign="top">Der Geschäftsherr ist der Kunde des Handelsagenten. Er ist der Nutznießer der Arbeitsleistung, die der Handelsagent erbringt. Genau genommen ist es schon merkwürdig, dass es Handelsagenten nicht stört, dass der Kunde bestimmt, wie viel er für diese Leistung bezahlen will. Ich habe noch nie beobachtet, dass in einem Blumengeschäft der Kunde sagt:“ Für die roten Rosen zahle ich 1,80 pro Stück.“ Aber durchaus gebräuchlich ist, dass der Erzeuger die Höhe der Provision bestimmt:“ Wir bezahlen 7 % Provision.“</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a id="cra-76094299124" class="cred-index-anchor" name="cra-76094299124" data-title="" data-visible="true"></a></p>
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="editable" align="center" valign="top" data-name="Container styles">
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td align="left" valign="top">
<div align="left">Der ehemalige Geschäftsführer des deutschen Handelsagentenverbandes CDH, Dr. Andreas Paffhausen, empfahl den Mitgliedern eine sachgerechte Kalkulation anzustellen, wie die Anforderungen einer Vertretung finanziell zu Buche schlagen (Springer Gabler, Andreas Paffhausen 2017) und danach die Provisionsforderung auszurichten. In diesem Zusammenhang ist es  anzuraten  zu derartigen Verhandlungen den Mustervertrag des Gremiums mit bereits vermerktem Provisionssatz als Grundlage für die Gespräche mitzubringen.  Viele Verhandlungsführer eines zu vertretenden Unternehmens sind auf einen solchen Schritt nicht vorbereitet und lehnen es auch nicht grundsätzlich ab einen von der Kammer konzipierten und demzufolge rechtlich einwandfreien Vertrag zu unterschreiben.</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a id="cra-80317071043" class="cred-index-anchor" name="cra-80317071043" data-title="" data-visible="true"></a></p>
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="editable" align="center" valign="top" data-name="Container styles">
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td align="left" valign="top">Gehen Sie stets davon aus, dass der Geschäftsherr zum Vertrieb seiner Produkte entweder einen fixangestellten Außendienst benötigt oder den Vertrieb auslagern muss. Da die Provision des Handelsagenten alle Kosten abdeckt und als Prozentsatz vom Umsatz berechnet wird, stellt sie sich immer als proportionaler Kostenfaktor dar, der die Vertriebskostenkalkulation des Produzenten wesentlich erleichtert.<br />
Der Provisionszahlung an den Handelsagenten steht im Vergleich mit einem angestellten Reisenden eine ganze Latte von Ausgaben gegenüber, die das Unternehmen leisten müsste: Personalkosten, Lohnnebenkosten, Provisionen, KFZ-Kosten, Reiseaufwand, Raumkosten, Telekommunikationskosten, Schulungskosten. Das sollte man ins Treffen führen.  Abschließend bringe ich in Erinnerung, dass beim Feilschen um die Höhe des Provisionssatzes im Eifer des Gefechts oft seitens des Handelsagenten vorschnell zu große Zugeständnisse gemacht werden. Der Hersteller will sparen und der Handelsagent möchte die Vertretung haben. Das rechtfertigt nicht unüberlegtes Handeln.<br />
Beispiel: Der Geschäftsherr besteht auf eine Reduktion von 10 auf 9%. 1% Unterschied mutet nicht gewaltig an. Aber es bedeutet, dass der Agent in aller Zukunft um 10% weniger Provision bekommt.<br />
Die Reduktion von 7% auf 6% hat 14% weniger Provision zur Folge und von 4% auf 3% sogar ein Minus von 25%.<br />
Wenn man diese Versuche des zukünftigen Geschäftsherrn abwehren muss, sollte man sich darauf verlegen, nicht über ganze Prozentsprünge zu reden. Gegenvorschlag kann auch 6,7 oder 6,5 Prozent sein.<br />
Wir alle haben, häufig aus Mangel an Erfahrung, schon Lehrgeld bezahlt. Wenn man bei Provisionsgesprächen nicht konzentriert ist, geht’s um Lehrgeld im wahrsten Sinn des Wortes.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a id="cra-91673753055" class="cred-index-anchor" name="cra-91673753055" data-title="" data-visible="true"></a></p>
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="editable" align="center" valign="top" data-name="Container styles">
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td align="left" valign="top">
<div align="left">©walterkrammer(wct)</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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			</item>
		<item>
		<title>Vorhersehbar oder nicht? Eine Gewissensfrage.</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/vorhersehbar-oder-nicht-das-ist-oft-die-frage/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2022 08:53:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerpflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Fake und Schein]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[politische Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Unsicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>⇒ Dieser Text basiert auf einem Beitrag aus der Reihe "Handelsagenten Spotlight" Unsicherheit hat es in der Menschheitsgeschichte immer gegeben. Der moderne Mensch lebt jedoch im Bewusstsein den Anforderungen der wachsenden globalen Komplexität begegnen zu können. Ermutigt angesichts wissenschaftlichen Fortschritts, selbstsicher durch besseres Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge und nicht zuletzt durch den Gebrauch weltumspannender Informationssysteme....</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<pre>⇒ Dieser Text basiert auf einem Beitrag aus der  Reihe "Handelsagenten Spotlight"</pre>
<p><strong>Unsicherheit hat es in der Menschheitsgeschichte immer gegeben. Der moderne Mensch lebt jedoch im Bewusstsein den Anforderungen der wachsenden globalen Komplexität begegnen zu können. Ermutigt angesichts wissenschaftlichen Fortschritts, selbstsicher durch besseres Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge und nicht zuletzt durch den Gebrauch weltumspannender Informationssysteme. Und trotzdem können wir nicht alles vorhersehen. </strong></p>
<p>Wenn man die Bewältigung der Finanzkrise zu Anfang dieses Jahrhunderts vergleicht mit der Weltwirtschaftskrise in den 30er-Jahren, sieht es so aus als hätten wir die Dinge besser im Griff. Unser Fokus liegt in erster Linie auf Europa beziehungsweise auf den hochentwickelten Ländern. Weltweit gesehen gibt es viel Luft nach oben.</p>
<p>Die Unwägbarkeit oder das, was der Mensch einfach nicht verhindern kann, existiert unverändert. Sogar, was sicher belegt erscheint, ist nicht immer gewiss. Man denke an die vielen Studien und Statistiken, die herumschwirren und uns als Wahrheit verkauft werden. Selbst sie treffen &#8222;gefühlt &#8220; häufig nicht die Befindlichkeit des Einzelnen.</p>
<p>Finanzkrise, Flüchtlingskrise, Corona, Inflationsdruck, Kriegsauswirkungen &#8211; alles zusammengepackt in 2 Jahrzehnte &#8211; ist schon recht heftig. Das Thema Umweltschutz und Erderwärmung wird noch Generationen beschäftigen und möglicherweise global in schwere Konfusionen und Konflikte stürzen. Verschärft wird die Lage durch einen, für menschliche Begriffe, gewaltigen Zeitdruck.</p>
<p>Die Lebensspanne in Österreich beträgt statistisch etwa 80 Jahre und war bis jetzt immer steigend. Der Wunsch der Eltern geht verständlicher Weise dahin, dass diese Zeit den Kindern mehr bieten soll als ihr eigener Lebensverlauf ihnen selbst gebracht hat. Schwere Einbrüche, wie oben genannt, passen dann schlecht in das  Konzept, vor allem, wenn es davor doch so gut gelaufen ist.</p>
<p>Solang eine gute Ausbildung, ein lebendiger Leistungswille und eine umsichtige Lebensführung uns stetig den Weg nach oben weisen, ist alles gut. Wären da nicht eben die Unwägbarkeiten, die man nicht vorhersehen kann und deren böseste Eigenschaft es ist, dass man ihren Folgen nur mit Glück und nicht nachlassendem Optimismus, häufig aber gar nicht entgehen kann. Im Glücksfall lässt es das Schicksal gerade noch gnädig bei einem Streifschuss bewenden.</p>
<p><strong>Es ist nicht alles Schicksal, was nicht passt. </strong></p>
<p>Der politische, berufliche oder private Streit entzündet sich immer wieder an der Frage, welche Umstände nicht oder sehr wohl vorhersehbar waren. Die Aufklärung hat uns gelehrt, dass alles seine Ursachen hat. Daher scheint es logisch, dass es auch immer einen Schuldigen geben muss.</p>
<p>Schon bezüglich der oben angeführten großen Nöte von der Finanzkrise bis zum Krieg in der Ukraine prallen heute in den Leitartikeln und renommierten Talkshows die Ansichten von „das konnte im Vorhinein keiner wissen“ bis „das musste ja so kommen“ wütend aufeinander. Wechselweise Schuldzuweisungen aus verschiedenen Richtungen lassen unweigerlich Zweifel an der Unausweichlichkeit aufkommen. Andererseits würde „schicksalshaft“ für alle schuldbefreiend wirken, die irgendwie in der Verantwortung gestanden sind.</p>
<p>Natürlich gilt das nicht nur für politische Themen, sondern in gleicher Weise für Wirtschaftstreibende, für die Chefs der großen Banken und Konzerne ebenso wie für den kleinen Unternehmer um die Ecke, wenn etwas im ureigensten Bereich nicht klappt. Es gibt den unabwendbaren Schicksalsschlag. Aber eben selten. Meistens existiert eine handfeste Ursache. In diesem Fall aber müssen doch negative Entwicklungen in der Gesellschaft, im Staat, im eigenen Unternehmen  rechtzeitig erkennbar und schon gar nicht unabwendbar gewesen sein. Wurden sie einfach ignoriert? Die Erklärung „Da konnte man nichts machen“ wollen Negativbetroffene klarerweise so nicht stehen lassen. Schon deshalb ist eine objektive und gründliche Ursachenerforschung im Interesse aller unerlässlich für die erfolgreiche Bewältigung ähnlicher Situationen in der Zukunft. Das ist nicht schwer zu verstehen.</p>
<p>Umso bemerkenswerter und ärgerlicher ist der zusehends um sich greifende aggressive Stil der öffentlichen politische Diskussion, die darüber hinaus unbekümmert gesicherte Fakten ignoriert. Leider ist nicht zu leugnen dass sich gelegentlich auch renommierte Medien an derartigen Schlammschlachten beteiligen. <strong>Bei allen kurzfristigen Vorteilen, die durch diese Vorgangsweise für den einen oder anderen Politiker oder eine ganze Partei erhofft werden, rechtfertigt eine solche Gangart </strong><strong>in der langfristigen Beurteilung </strong><strong>nie die erheblichen Nachteile für das gemeinsame Ganze.</strong> <strong>Es handelt sich um eine rücksichtslose Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas. </strong></p>
<p>Wie soll die Bevölkerung zwischen Leistung und Nichtleistung, zwischen zielstrebigem Bemühen und Spiegelfechterei, zwischen verantwortungsvoller Führung und hemmungslosem Populismus unterscheiden, wenn sie permanent in einem Nebel aus Un- und Halbwahrheiten herumstochern muss.</p>
<p>Angeblich verdoppelt sich das Wissen der Menschheit jeweils innerhalb von 7 Monaten. Kein Mensch kann  alles wissen, aber auch er ist in der Pflicht sich zumindest ein Bild zu machen über die Seriosität der Nachrichtenquellen. Ein hinreichendes Bildungs- und Informationsniveau zu haben, ist nicht nur lebensnotwendig, sondern Bürgerpflicht.</p>
<p><strong>Man erkennt schon: es wäre an der Zeit auch Österreich an eine weitreichende Transparenz zu gewöhnen und u n a b h ä n g i g e Kontrollmechanismen zu forcieren. Der Widerspruch zwischen den Ansprüchen einerseits auf &#8222;das öffentliche Dabeisein bei allem und jedem&#8220;  und der verfassungsmäßig garantierten persönlichen Freiheit wird in Zukunft unausweichlich jeweils entlang ideologischer Linien entschieden werden.</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nr. 63  &#8211;  Nicht alles ist unvorhersehbar</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-63-nicht-alles-ist-unvorhersehbar/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2022 06:10:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
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		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Unsicherheit hat es in der Menschheitsgeschichte immer gegeben. Der moderne Mensch lebt jedoch im Bewusstsein den Anforderungen der wachsenden globalen Komplexität begegnen zu können. Ermutigt angesichts wissenschaftlichen Fortschritts, selbstsicher durch besseres Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge und nicht zuletzt durch den Gebrauch weltumspannender Informationssysteme. Wenn man die Bewältigung der Finanzkrise zu Anfang dieses Jahrhunderts vergleicht...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-63-nicht-alles-ist-unvorhersehbar/">Nr. 63  &#8211;  Nicht alles ist unvorhersehbar</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/05/Handelsagenten-Spotlight.jpg" alt="Handelsagenten Spotlight" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Unsicherheit hat es in der Menschheitsgeschichte immer gegeben. Der moderne Mensch lebt jedoch im Bewusstsein den Anforderungen der wachsenden globalen Komplexität begegnen zu können. Ermutigt angesichts wissenschaftlichen Fortschritts, selbstsicher durch besseres Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge und nicht zuletzt durch den Gebrauch weltumspannender Informationssysteme. </strong></p>
<p>Wenn man die Bewältigung der Finanzkrise zu Anfang dieses Jahrhunderts vergleicht mit der Weltwirtschaftskrise in den 30er-Jahren, kann man zur Ansicht kommen, dass wir die Dinge besser im Griff haben. Wir legen aber den Fokus in erster Linie auf Europa beziehungsweise auf die hochentwickelten Länder. Weltweit gesehen gibt es viel Luft nach oben.</p>
<p>Die Unwägbarkeit oder das, was der Mensch einfach nicht verhindern kann, existiert genauso auch heute. Es kommt jedoch dazu, dass die vielen Studien und Statistiken, die herumschwirren,  durchaus positive Ergebnisse zeigen, welche &#8222;gefühlt&#8220;- wenig übereinstimmen mit der Befindlichkeit des Einzelnen.</p>
<p>Finanzkrise, Flüchtlingskrise, Corona, Inflationsdruck, Kriegsauswirkungen &#8211; alles zusammengepackt in 2 Jahrzehnte &#8211; ist schon recht heftig. Das Thema Umweltschutz und Erderwärmung wird noch Generationen beschäftigen und möglicherweise global in schwere Konfusionen und Konflikte stürzen. Verschärft wird die Lage durch einen, für menschliche Begriffe, gewaltigen Zeitdruck.</p>
<p>Die Lebensspanne in Österreich beträgt statistisch etwa 80 Jahre und war bis jetzt immer steigend. Der Wunsch der Eltern geht verständlicher Weise dahin, dass diese Zeit den Kindern mehr bieten soll als ihr eigener Lebensverlauf ihnen selbst gebracht hat. Schwere Einbrüche, wie oben genannt, passen dann schlecht in das  Konzept, vor allem, wenn es davor doch so gut gelaufen ist.</p>
<p>Solang eine gute Ausbildung, ein lebendiger Leistungswille und eine umsichtige Lebensführung uns stetig den Weg nach oben weisen, ist alles gut. Wären da nicht eben die Unwägbarkeiten, die man nicht vorhersehen kann und deren böseste Eigenschaft es ist, dass man ihren Folgen nur mit Glück und nicht nachlassendem Optimismus, häufig aber gar nicht entgehen kann. Im Glücksfall lässt es das Schicksal gerade noch gnädig bei einem Streifschuss bewenden.</p>
<p><strong>Es ist nicht alles Schicksal, was nicht passt. </strong></p>
<p>Der politische, berufliche oder private Streit entzündet sich immer wieder an der Frage, welche Umstände nicht oder sehr wohl vorhersehbar waren. Die Aufklärung hat uns gelehrt, dass alles seine Ursachen hat. Daher scheint es logisch, dass es auch immer einen Schuldigen geben muss.</p>
<p>Schon bezüglich der oben angeführten großen Nöte von der Finanzkrise bis zum Krieg in der Ukraine prallen heute in den Leitartikeln und renommierten Talkshows die Ansichten von „das konnte im Vorhinein keiner wissen“ bis „das musste ja so kommen“ wütend aufeinander. Wechselweise Schuldzuweisungen aus verschiedenen Richtungen lassen selbstverständlich Zweifel an der Unausweichlichkeit aufkommen. Andererseits würde „schicksalshaft“ für alle schuldbefreiend wirken, die irgendwie in der Verantwortung gestanden sind.</p>
<p>Natürlich gilt das nicht nur für politische Themen, sondern in gleicher Weise für Wirtschaftstreibende, für die Chefs der großen Banken und Konzerne ebenso wie für den kleinen Unternehmer um die Ecke, wenn etwas im ureigensten Bereich nicht klappt. Es gibt in seltenen Fällen den unabwendbaren Schicksalsschlag. Aber eben selten. Meistens existiert eine handfeste Ursache. Dann aber müssen negative Entwicklungen in der Gesellschaft, im Staat, im eigenen Unternehmen  rechtzeitig erkennbar und schon gar nicht unabwendbar gewesen sein. Wurden sie einfach ignoriert? Die Erklärung „Da konnte man nichts machen“ wollen Negativbetroffene klarer Weise so nicht stehen lassen. Schon deshalb ist eine objektive und gründliche Ursachenerforschung  im Interesse aller unerlässlich für die erfolgreiche Bewältigung ähnlicher Situationen in der Zukunft. Das ist nicht schwer zu verstehen..</p>
<p>Umso bemerkenswerter und ärgerlicher ist der zusehends um sich greifende aggressive Stil der öffentlichen politische Diskussion, die darüber hinaus unbekümmert gesicherte Fakten ignoriert. Leider ist nicht zu leugnen dass sich gelegentlich auch renommierte Medien an derartigen Schlammschlachten beteiligen. <strong>Bei allen kurzfristigen Vorteilen, die durch diese Vorgangsweise für den einen oder anderen Politiker oder eine ganze Partei erhofft werden, rechtfertigt eine solche Gangart </strong><strong>in der langfristigen Beurteilung </strong><strong>nie die erheblichen Nachteile für das gemeinsame Ganze.</strong> <strong>Es handelt sich um eine rücksichtslose Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas. </strong></p>
<p>Wie soll die Bevölkerung zwischen Leistung und Nichtleistung, zwischen zielstrebigem Bemühen und Spiegelfechterei, zwischen verantwortungsvoller Führung und hemmungslosem Populismus unterscheiden, wenn sie permanent in einem Nebel aus Un- und Halbwahrheiten herumstochern muss.</p>
<p>Angeblich verdoppelt sich das Wissen der Menschheit jeweils innerhalb von 7 Monaten. Kein Mensch kann  alles wissen, aber auch er ist in der Pflicht sich zumindest ein Bild zu machen über die Seriosität der Nachrichtenquellen. Ein hinreichendes Bildungs- und Informationsniveau zu haben, ist nicht nur lebensnotwendig, sondern Bürgerpflicht.</p>
<p><strong>Man erkennt schon: es wäre an der Zeit auch Österreich an eine weitreichende Transparenz zu gewöhnen und   u n a b h ä n g i g e   Kontrollmechanismen zu forcieren. Der Widerspruch zwischen den Ansprüchen einerseits auf &#8222;das öffentliche Dabeisein bei allem und jedem&#8220;  und der verfassungsmäßig garantierten persönlichen Freiheit wird in Zukunft unausweichlich jeweils entlang ideologischer Linien entschieden werden.</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-63-nicht-alles-ist-unvorhersehbar/">Nr. 63  &#8211;  Nicht alles ist unvorhersehbar</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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