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	<title>Umwelt Archive &#8226; Wordcraft</title>
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	<title>Umwelt Archive &#8226; Wordcraft</title>
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		<title>Klima. Einwegpolitik führt in neue Abhängigkeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Apr 2023 14:34:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Lernen wir nicht aus der Geschichte? Die vom Ölschock überraschten europäischen Staaten begannen 1974 ½-Jahresvorräte anzulegen, um etwaige weitere Erpressungsversuche der Erdöllieferanten zu unterbinden. Plötzlich musste man sogar das sauteure Luxusöl aus Norwegen in Betracht ziehen. Die Ölkeule traf die Industriestaaten an ihrer empfindlichsten Stelle. 4 Jahrzehnte später ein ähnliches Theater mit dem Erdgas. Die...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/klima-einwegpolitik-fuehrt-wieder-in-abhaengigkeiten/">Klima. Einwegpolitik führt in neue Abhängigkeiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lernen wir nicht aus der Geschichte?</strong></p>
<p>Die vom Ölschock überraschten europäischen Staaten begannen 1974 ½-Jahresvorräte anzulegen, um etwaige weitere Erpressungsversuche der Erdöllieferanten zu unterbinden. Plötzlich musste man sogar das sauteure Luxusöl aus Norwegen in Betracht ziehen. Die Ölkeule traf die Industriestaaten an ihrer empfindlichsten Stelle.</p>
<p>4 Jahrzehnte später ein ähnliches Theater mit dem Erdgas. Die Pipelines, die sich vom Osten nach Europa schlängeln, blieben zusehends leerer.</p>
<p>An einer anderen Front wird die Bevölkerung berechtigterweise unruhig, wenn Schmerzmittel oder Antibiotika in Apotheken wegen Lieferausfalls nicht vorhanden sind.</p>
<p>Wie man sieht, ist es nicht so schwer uns in die Magengrube zu hauen, obwohl wir angeblich zu den reichsten Ländern der Welt gehören.</p>
<p><strong>In allen Fällen zeigt sich die Abhängigkeit der europäischen Volkswirtschaften, die es sich sogar in lebenswichtigen Bereichen so bequem und ökonomisch günstig wie möglich eingerichtet haben. Lesen Sie dazu im Archiv meinen Blog &#8222;Ach du süße Abhängigkeit&#8220; aus dem Juni 2022. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In den nächsten Jahrzehnten kommt zu den politischen Problemen noch der Faktor Klimawandel.</strong></p>
<p>Die Wissenschaft gibt der Menschheit 20 – 30 Jahre Zeit die ärgsten Folgen doch noch abzubiegen, sofern man die Energiegewinnung auf erneuerbare Quellen beschränkt. Allerdings gibt es dabei Hürden ohne Ende.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zuerst ein paar Ziele und Bedingungen, die von Klimaschützern als unausweichlich betrachtet werden.</strong></p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 2050 muss vonseiten der Spezies Mensch alles Erforderliche getan sein die Klimaänderung im Zaum zu halten. Das bedeutet, von den Menschen benötigte und benützte Energie muss aus klimaneutralen, erneuerbaren Quellen stammen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die ganze Welt muss mitspielen, aber man kann nicht erst dann anfangen zu handeln. wenn endlich alle tat-sächlich am gemeinsamen Strang ziehen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Dabei muss in allen Ländern die Einschränkung des Klimawandels (d.h. auf der ganzen Erdoberfläche neue Klimabedingungen zu schaffen) oberstes Gebot sein und vor allen anderen internen Problem rangieren. Anders ausgedrückt, die kleinste Maßnahme im kleinsten Land ist besser als gar keine Maßnahme. „Wir haben nur 0,2% Anteil an der globalen Lösung“ bekommt daher als Argument die rote Karte.</p>
<p><strong>Das ist aber nur ein Teil des Problems.</strong></p>
<p>Auch wenn man einen strategischen Wildwuchs bei der Bekämpfung des Klimawandels vermeiden möchte, darf man aus heutiger Sicht nicht <strong>alle alternativen Überlegungen kategorisch verdammen,</strong></p>
<p>Ähnlich wie bei der Pandemie hört man heute ein babylonisches Stimmengewirr der angeblich und tatsächlich Wissenden. Wobei auch sie keine unfehlbaren Propheten sind. Niemand kann den technischen und naturwissenschaftlichen Stand 2050 vorhersagen. Und schon gar nicht, dass zu dieser Zeit „sauberer Strom“ mit Sicherheit für die gesamte Menschheit <strong>im ausreichenden Ausmaß</strong> vorhanden sein wird.</p>
<p><strong>Es eröffnen sich also die unterschiedlichsten Zukunftsszenarien, mit denen wir rechnen können bzw. müssen:</strong></p>
<p><strong>1.) Der dann ausschließlich klimaneutrale Energiebedarf muss weltweit empfindlich eingeschränkt werden, denn eine solche Energie steht nicht überall und jederzeit zur Verfügung. </strong>In diesem Fall bedeutet „ausreichend“ nur mehr einen Bruchteil dessen, was man heute unter diesem Begriff versteht. Mit allen daraus zwangsweise folgenden Konsequenzen.  Durchsetzbarkeit? Sanktionen?</p>
<p><strong>2.) Klimaneutralität der Energie und ihrer Erzeugung wird wegen gravierender Widrigkeiten nicht mehr so genau genommen, </strong>besonders weil Wasserkraft, Wind und Fotovoltaik allein bei weitem nicht die komplette Versorgung der Erde oder auch nur eines Landes sicherstellen können. Zurzeit hilft man sich (un)verschämt mit dem Begriff der „Brückenenergie“ (Abstriche von strikten Anforderungen, aber nur für einen beschränkten Zeitraum). Greenwashing (Atomenergie, das Verheizen von Pellets zur Stromgewinnung, Grünes Gas  u.a.) hat schon begonnen, denn die einen haben Atomkraftwerke im Überfluss, anderen ergeht es so mit Autofabriken und Dritte haben von Beidem etwas. Dazu kommt, dass die &#8222;verantwortbaren&#8220; Möglichkeiten der Energiegewinnung in allen Staaten höchst unterschiedlich gesehen werden.</p>
<p><strong>3.) Man kombiniert „neue“ klimaneutrale Energieformen, wie z.B. Wasserstoff mit herkömmlichen Einsatztechniken (Wasserstoff + adaptierter Verbrennungsmotor u.a.).</strong></p>
<p><strong>4.) Techniken, die heute nicht einmal noch im Labor getestet werden, lösen das ganze Problem oder wenigstens Teile davon mit einem Schlag. </strong>Nicht höchstwahrscheinlich, aber bei der heute erkennbaren Rasanz wissenschaftlichen Fortschritts nicht ganz unmöglich.</p>
<p>Die Aufzählung ist nicht vollständig und jedwede Mischform ist denkbar. Manche Varianten sind nicht markttauglich, weil man zurzeit entweder den gewonnenen Strom nicht speichern kann oder der Transport mit Stromtrassen durch das ganze Land den Wirkungsgrad erheblich vermindert und der Widerstand der Bevölkerung die erforderlichen Baumaßnahmen verhindert. Aus diesem Grund sind manche Stromformen für gewisse Industriesparten nicht sicher genug. Exportländer wie Österreich kommen jedoch ohne Industrie nicht aus. Eine folgerichtige Abwanderung der Betriebe schlüge sofort auf den Wohlstand in unserem Land durch.</p>
<p><strong>Daher:</strong></p>
<p><strong>angesichts dieser Faktenlage ist es eine Frage der praktischen Vernunft sich  a l l e  Optionen der Energieversorgung möglichst lang offen zu halten und keine ausschließlichen Entscheidungen zu treffen, ohne die langfristige technische Entwicklung und jene der geopolitischen Lage in den nächsten 30 Jahren mit einer gewissen Sicherheit abschätzen zu können. Andernfalls sind neue Abhängigkeiten unvermeidbar. Dies auch in dem Bewusstsein, dass auf Dauer eine autarke klimaneutrale Energieversorgung Österreichs unter den gegebenen Verhältnissen ein kaum erreichbares Wunschziel sein wird.</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
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		<title>Nr. 83 &#8211; Klimawandel. Schon wieder in die Abhängigkeitsfalle?</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-83-klimawandel-schon-wieder-in-die-abhaengigkeitsfalle/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Apr 2023 13:30:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lernen wir nicht aus der Geschichte? 1974 machte sich in Europa der Ölschock breit. Die Opec-Staaten Algerien, Irak, Katar, Kuwait, Libyen, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate rächten sich mit einem Ölembargo gegen den Westen für dessen Unterstützung Israels im Jom-Kippurkrieg 1973. Es gab verpflichtendes Autofasten an 1 Tag pro Woche. In den Zeitungen sah...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-83-klimawandel-schon-wieder-in-die-abhaengigkeitsfalle/">Nr. 83 &#8211; Klimawandel. Schon wieder in die Abhängigkeitsfalle?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lernen wir nicht aus der Geschichte?</strong></p>
<p>1974 machte sich in Europa der Ölschock breit. Die Opec-Staaten Algerien, Irak, Katar, Kuwait, Libyen, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate rächten sich mit einem Ölembargo gegen den Westen für dessen Unterstützung Israels im Jom-Kippurkrieg 1973. Es gab verpflichtendes Autofasten an 1 Tag pro Woche. In den Zeitungen sah man Kinder mit Rollschuhen auf den gesperrten Autobahnen. Die überraschten europäischen Staaten begannen ½-Jahresvorräte anzulegen, um etwaige weitere Erpressungsversuche der Erdöllieferanten zu unterbinden. Plötzlich musste man sogar das sauteure Luxusöl aus Norwegen in Betracht ziehen. Die Ölkeule traf die Industriestaaten an ihrer empfindlichsten Stelle.</p>
<p>4 Jahrzehnte später ein ähnliches Theater mit dem Erdgas. Die Pipelines, die sich vom Osten nach Europa schlängeln, blieben zusehends leerer. Führende Politiker schwärmten in alle Himmelsrichtungen aus, um das billige Gas aus dem Osten durch ein was-auch-immer-welches von wo-auch-immer-her zu ersetzen.</p>
<p>An einer anderen Front wird die Bevölkerung berechtigterweise unruhig, wenn sie verschriebene Medikamente wie Schmerzmittel oder Antibiotika in Apotheken wegen Lieferausfalls nicht erhalten kann. Wie man sieht, ist es nicht so schwer uns in die Magengrube zu hauen, obwohl wir angeblich zu den reichsten Ländern der Welt gehören.</p>
<p>In allen Fällen zeigt sich die Abhängigkeit der europäischen Volkswirtschaften, die es sich sogar in lebenswichtigen Bereichen so bequem und ökonomisch günstig wie möglich eingerichtet haben. Lesen Sie dazu meinen Blog &#8222;Ach du süße Abhängigkeit&#8220; aus dem Juni 2022 HIER</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In den nächsten Jahrzehnten kommt zu den politischen Problemen noch der Faktor Klimawandel.</strong></p>
<p>Die Wissenschaft gibt der Menschheit 20 – 30 Jahre Zeit die ärgsten Folgen doch noch abzubiegen, sofern man die Energiegewinnung auf erneuerbare Quellen beschränkt. Allerdings gibt es dabei Hürden ohne Ende.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zuerst ein paar Ziele und Bedingungen, die von Klimaschützern als unausweichlich betrachtet werden.</strong></p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 2050 muss vonseiten der Spezies Mensch alles Erforderliche getan sein die Klimaänderung im Zaum zu halten. Das bedeutet, von den Menschen benötigte und benützte Energie muss aus klimaneutralen, erneuerbaren Quellen stammen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die ganze Welt muss mitspielen, aber man kann nicht erst dann anfangen zu handeln. wenn endlich alle tat-sächlich am gemeinsamen Strang ziehen.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Dabei muss in allen Ländern die Einschränkung des Klimawandels (d.h. auf der ganzen Erdoberfläche neue Klimabedingungen zu schaffen) oberstes Gebot sein und vor allen anderen internen Problem rangieren. Anders ausgedrückt, die kleinste Maßnahme im kleinsten Land ist besser als gar keine Maßnahme. „Wir haben nur 0,2% Anteil an der globalen Lösung“ bekommt daher als Argument die rote Karte.</p>
<p><strong>Das ist aber nur ein Teil des Problems.</strong></p>
<p>Die ersten 4 Absätze – Sie erinnern sich – sind dem Thema Abhängigkeit gewidmet. Aus gutem Grund.</p>
<p><strong>Mit dem Verlangen  n u r  Strom dürfe in 30 Jahren die akzeptierte Energieform sein (der strikt aus regenerierbaren Quellen stammen müsse) und damit zugleich alle alternativen Überlegungen kategorisch zu verdammen, tun wir uns nichts Gutes. Lesen Sie Spotlight Nr. 25 &#8222;Alles Strom, oder was?&#8220; aus dem Jahr 2021</strong></p>
<p>Ähnlich wie bei der Pandemie hört man heute ein babylonisches Stimmengewirr der angeblich und tatsächlich Wissenden. Wobei auch sie keine unfehlbaren Propheten sind. Niemand kann den technischen und naturwissenschaftlichen Stand 2050 vorhersagen. Und schon gar nicht, dass zu dieser Zeit „sauberer Strom“ mit Sicherheit für die gesamte Menschheit <strong>im ausreichenden Ausmaß</strong> vorhanden sein wird.</p>
<p><strong>Es eröffnen sich also die unterschiedlichsten Zukunftsszenarien, mit denen wir rechnen können bzw. müssen:</strong></p>
<p><strong>1.) Der dann ausschließlich klimaneutrale Energiebedarf muss weltweit empfindlich eingeschränkt werden, denn eine solche Energie steht nicht überall und jederzeit zur Verfügung. </strong>In diesem Fall bedeutet „ausreichend“ nur mehr einen Bruchteil dessen, was man heute unter diesem Begriff versteht. Mit allen daraus zwangsweise folgenden Konsequenzen.  Durchsetzbarkeit? Sanktionen?</p>
<p><strong>2.) Klimaneutralität der Energie und ihrer Erzeugung wird wegen gravierender Widrigkeiten nicht mehr so genau genommen, </strong>besonders weil Wasserkraft, Wind und Fotovoltaik allein bei weitem nicht die komplette Versorgung der Erde oder auch nur eines Landes sicherstellen können. Zurzeit hilft man sich (un)verschämt mit dem Begriff der „Brückenenergie“ (Abstriche von strikten Anforderungen, aber nur für einen beschränkten Zeitraum). Greenwashing (Atomenergie, das Verheizen von Pellets zur Stromgewinnung, Grünes Gas  u.a.) hat schon begonnen, denn die einen haben Atomkraftwerke im Überfluss, anderen ergeht es so mit Autofabriken und Dritte haben von Beidem etwas. Dazu kommt, dass die &#8222;verantwortbaren&#8220; Möglichkeiten der Energiegewinnung in allen Staaten höchst unterschiedlich gesehen werden.</p>
<p><strong>3.) Man kombiniert „neue“ klimaneutrale Energieformen, wie z.B. Wasserstoff mit herkömmlichen Einsatztechniken (Wasserstoff + adaptierter Verbrennungsmotor u.a.).</strong></p>
<p><strong>4.) Techniken, die heute nicht einmal noch im Labor getestet werden, lösen das ganze Problem oder wenigstens Teile davon mit einem Schlag. </strong>Nicht höchstwahrscheinlich, aber bei der heute erkennbaren Rasanz wissenschaftlichen Fortschritts nicht ganz unmöglich.</p>
<p>Die Aufzählung ist nicht vollständig und jedwede Mischform ist denkbar. Manche Varianten sind nicht markttauglich, weil man zurzeit entweder den gewonnenen Strom nicht speichern kann oder der Transport mit Stromtrassen durch das ganze Land den Wirkungsgrad erheblich vermindert und der Widerstand der Bevölkerung die erforderlichen Baumaßnahmen verhindert. Aus diesem Grund sind manche Stromformen für gewisse Industriesparten nicht sicher genug. Exportländer wie Österreich kommen jedoch ohne Industrie nicht aus. Eine folgerichtige Abwanderung der Betriebe schlüge sofort auf den Wohlstand in unserem Land durch.</p>
<p><strong>Daher:</strong></p>
<p><strong>angesichts dieser Faktenlage ist es eine Frage der praktischen Vernunft sich  a l l e  Optionen der Energieversorgung möglichst lang offen zu halten und keine ausschließlichen Entscheidungen zu treffen, ohne die langfristige technische Entwicklung und jene der geopolitischen Lage in den nächsten 30 Jahren mit einer gewissen Sicherheit abschätzen zu können. Andernfalls sind neue Abhängigkeiten unvermeidbar. Dies auch in dem Bewusstsein, dass auf Dauer eine autarke klimaneutrale Energieversorgung Österreichs unter den gegebenen Verhältnissen ein kaum erreichbares Wunschziel sein wird.</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-83-klimawandel-schon-wieder-in-die-abhaengigkeitsfalle/">Nr. 83 &#8211; Klimawandel. Schon wieder in die Abhängigkeitsfalle?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Erboste Bürger. Und weswegen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2022 20:14:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Laut Umfragen ist die Hälfte der österreichischen Bevölkerung mit der politischen Landschaft, insbesondere mit der Regierung unzufrieden. Ein harter Kern der Unzufriedenen ist „richtig angefressen“ Die verantwortlichen Politiker wehren sich mit einer Liste, die etwa so aussieht: Geerbte Probleme / Beispiellose Krisenfolge ohne Ende (Finanzkrise, Migrationsbewegungen, Corona, Ukrainekrieg) / Externe Herausforderungen, die Österreich entweder gar...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/erboste-buerger-und-weswegen/">Erboste Bürger. Und weswegen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Laut Umfragen ist die Hälfte der österreichischen Bevölkerung mit der politischen Landschaft, insbesondere mit der Regierung unzufrieden. Ein harter Kern der Unzufriedenen ist „richtig angefressen“</p>
<p><strong>Die verantwortlichen Politiker wehren sich mit einer Liste, die etwa so aussieht:</strong></p>
<p><strong>Geerbte Probleme / Beispiellose Krisenfolge ohne Ende (Finanzkrise, Migrationsbewegungen, Corona, Ukrainekrieg) / Externe Herausforderungen, die Österreich entweder gar nicht oder keinesfalls allein lösen kann / Mangelnde Ressourcen / Zu geringe Zeitspanne, die für einzelne Problemlösungen zur Verfügung steht / Mangelnde Kompromissbereitschaft der maßgeblichen gesellschaftlichen Gruppierungen / Schwindende Loyalität zum Staat und seinen Einrichtungen / In anderen Ländern ist es auch nicht besser.</strong></p>
<p>Bei den Bürgern kommt es aber als Konglomerat aus mangelnder Problemlösungskapazität, persönlicher Betroffenheit und verwirrender, diffuser Information aus allen möglichen Quellen an. Das ergibt ein raues, kritisches Explosivgemisch, mit dem die „Eliten“ zu kämpfen haben. Dazu gesellt sich in letzter Zeit der Zweifel, ob überhaupt für das politische Management  noch das Volk im Mittelpunkt steht, von dem lt. Verfassung die Macht ausgeht.</p>
<p><strong>Die Wähler unserer Zeit wollen nicht machterhaltende Abstimmungsmaschine sein, sie erwarten von den Volksvertretern schlichtweg EMPATHIE und die Schaffung von Rahmenbedingungen für ein gerechtes, würdevolles und erfüllendes Leben. Wer das nicht in den Mittelpunkt seiner politischen Tätigkeit stellen will oder kann, muss die Bühne verlassen. Ist das zu viel verlangt?</strong></p>
<p><strong>Was schafft nun hauptsächliches Unbehagen? Was wirft „man“ der politischen Elite aller Couleurs vor?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 1 </strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Zu wenig Vorausblick erzeugt, wenn es ernst wird, einen kaum zu bewältigenden Termindruck </strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Klimawandel</strong></p>
<p>„Grenzen des Wachstums“ veröffentlichte der Club of Rome bereits 1972. 1979 konstituierten sich in Deutschland die „Urgrünen“ und sackten gleich 3% bei den Europawahlen ein. 4 Jahrzehnte reagierten durch Taten weder Politik noch das Volk.</p>
<p>Heute brennt der Hut. Energie, die aus der Erde gebuddelt werden muss, ist geächtet. Sie muss jetzt von einem Tag auf den anderen regenerierbar sein. Die Lieblingsform ist Elektrizität. Und zwar für alles. Das lässige Dahindösen in den letzten Jahren wird abgestraft. Eine Atempause bieten noch „green washed“ Atomenergie und Steinkohle.  Aber jeder erkennt die Schummelei aus einer Notlage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Abhängigkeiten und mangelnder Vorrat</strong></p>
<p>Energie für Produktion und private Bequemlichkeiten war – aus heutiger Sicht &#8211; immer billig und in Mengen verfügbar. Der Öl-Aufstand der OPEC in den 70er-Jahren wurde durch Dauerbevorratung abgeschmettert.</p>
<p>Billiges Gas aus Russland ließ die europäischen Industriestaaten und deren Margen florieren. Seit der freundliche Kaufherr im Kreml sich zu einem brutalen Kriegsherrn verwandelte, sucht man die Schuldigen für die allgemein offensichtliche Abhängigkeit. Das ist schon verwegen. Wer hätte es denn politisch überlebt, die Bevölkerung mit dem x-fach teureren Gas aus Norwegen zu versorgen? Und zwar mit dem Argument der damit erkauften Unabhängigkeit von Russland?</p>
<p>„ Krisen offenbaren eben Schwächen“ wiegelt der deutsche Vizekanzler Habeck ab.</p>
<p>Beim Staatsvolk kommt das gar nicht gut an. Weil „wozu halten wir uns denn das ganze Berater- und Beamtengewusel und die Politikergarde um teures Geld, wenn sie erst auf diese Weise auf die Schwachstellen unseres Staates stoßen?“ Zu erkennen, dass eine Abhängigkeit, gleichgültig von wem, ein Risikofaktor ist – dazu brauche man keine Matura.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Migration</strong></p>
<p>Auch wenn es verschiedentlich anders dargestellt wird, haben die europäischen Länder ad hoc keinen Einfluss auf den bestehenden Migrationsdruck aus der ganzen Welt. Wenn 100 Millionen Afrikaner sich auf den Weg machen wollen, werden kurzfristig die europäischen Staatskanzleien an diesem Wunsch, der vielfältige Ursachen hat, nichts ändern können. Zäune errichten, das war’s dann!</p>
<p>Am liebsten würde man in der EU die Einwanderer handverlesen aussuchen, die aus demografischen Gründen eine Notwendigkeit sind. Tatsächlich tut sich die Behörde schon schwer diese von den Flüchtlingen zu unterscheiden.</p>
<p>Die europaweite Ratlosigkeit ist offensichtlich. Ebenso das Fehlen des gemeinsamen unbeugsamen Willens, für Europa eine tatsächlich umsetzbare, humane Vorgangsweise zu schaffen.</p>
<p>Das Problem wird also weiterbestehen und so manche europäische Regierung aus dem Amt jagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 2  (dem „Pater“ Habeck in Deutschland durch demütiges Gehabe begegnen will)</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Schlechte Kommunikation</strong></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Die Bürger kennen sich nicht aus</strong></p>
<p>Einfach ausgedrückt, reden diejenigen auch in der Öffentlichkeit kunterbunt durcheinander, von denen man verständliche und vor allem zuverlässige Erklärungen erwartet (Politik, Wissenschaft, Interessenvertreter).</p>
<p>Man weiß nicht, ist die Lage so bedrohlich wie sie dargestellt wird, oder nicht?</p>
<p>Trifft irgendjemand Vorkehrungen oder muss man das selbst tun? Sind die Maßnahmen und die damit verbundenen Einschränkungen überschießend oder vielleicht doch die letzte Rettung?</p>
<p>Unverhofft schützt man Deutschland vor radioaktiver Verstrahlung durch sofortiges Abschalten der meisten Atomkraftwerke, nicht viel später verleiht ihnen Brüssel das grüne Pickerl.</p>
<p>Die in Pension geschickten Kohlearbeiter horchen auf, weil der Pfui-Aspekt der Kohle plötzlich nur mehr für Braunkohle gilt. Steinkohle hingegen? Sauberer geht’s nicht!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Szenenwechsel Pandemie:</p>
<p>sind die „Demagogiesyndikate“ der Impfgegner rehabilitiert, weil nach Erreichung hochprozentiger Geimpftenzahlen schamhaft verbreitet wird, dass die Impfungen nur ein Wahrscheinlichkeitsschutz sind?</p>
<p>Ist der 4. Stich empfehlenswert oder nicht? Nicht unter 5 Jahren, nicht vor 6 Monaten nach der Erkrankung, nur die Vulnerablen, diese aber auch nach 4 Monaten und die 60+ nur, wenn sie keine Vorerkrankungen haben. Der Impfstoff muss von derselben Pharma-Firma stammen. Nein, Kreuzimpfungen sind wirkungsvoller.</p>
<p>Genialer Schluss aus dem Gesundheitsministerium: &#8222;Das muss jeder selbst entscheiden.&#8220;</p>
<p>Kurzum, wer hat da welchen „Stich“?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 3</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Fehlen prioritärer Ziele und der dazu gehörenden Planung und Fristsetzung</strong></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Erweckungserlebnisse</strong></p>
<p>Es vergeht kaum eine Woche ohne Pressekonferenz, auf der nicht ein Minister oder eine Ministerin freudestrahlend und mit einem Schuss Eigenlob brandneue Initiativen ankündigt. Förmlich ein Erweckungsblitz muss hier eingeschlagen haben.  Denn leider ruhen die der Lösung harrenden Probleme seit vielen Jahren in eben diesem Ministerium. Öffentliche Forderungen, die Minister oder Ministerin an sich selbst richten, sind wenig populär. Journalistenfragen nach dem Zeitpunkt der Umsetzung bleiben mit Rücksicht auf die kolossalen Schwierigkeiten unbeantwortet.</p>
<p>Weniger ankündigen, mehr erledigen – das würde die Menschen freuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was wäre es mit einer ständig aktualisierten staatlicher To-Do-Liste?</strong></p>
<p>Die Bürger erwarten, dass die Politik das Land nicht nur verwaltet.</p>
<p>In der heutigen Zeit muss es eine Webseite des Bundeskanzleramts mit den definierten <strong>Staatszielen</strong>, den definierten <strong>Umsetzungsschritten,</strong> den entsprechenden <strong>Fristsetzungen</strong> und den dafür geplanten <strong>Ausgaben</strong> geben. Das alles <strong>geordnet nach den Ministerien</strong>, die die Führungsverantwortung für die jeweiligen Themen haben. Zu dieser Webseite die Verpflichtung des <strong>Rechnungshofs</strong> dem Parlament regelmäßig Bericht zu erstatten.</p>
<p>Dazu gehört auch in geeigneter Weise die Darstellung, wo wir als Staat in der Umsetzung stehen (keine wolkigen Erklärungen, sondern Fakten). Dasselbe gilt selbstverständlich für die Bereiche der jeweiligen Landesregierungen.</p>
<p>Auf diese Weise würde man auch erfahren, was n i c h t zu den Zielen zählt, an denen gearbeitet wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 4</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Das Wohl des Staates rangiert hinter dem Eigeninteresse der Parteien</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Endlose Debatten dominieren TV, soziale Medien und Printorgane, welche Folgen wohl dieses oder jenes Vorkommnis in wirtschaftlicher bzw. politischer Hinsicht habe. Mit Erbitterung stellt dann der Bürger fest, dass im Vordergrund nur das Ranking im Machtspiel der Parteien steht, kaum das Wohl der Staatsbürger/ Steuerzahler.</p>
<p>Die Lösung wichtiger Probleme lässt vermutlich auf sich warten, weil Generalsekretäre und Spindoktoren der gerade federführenden Parteien ständig in Sorge um die alles entscheidenden Umfragewerte sind.</p>
<p>Als Staat brauchen wir aber Führung durch den Problemdschungel und nicht Poseure auf dem Boulevard, die damit auch noch Beliebtheitspunkte kassieren.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vorwurf 5</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Polarisierung durch Werte</strong></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Man kennt, was die Politikerreden und die entsprechenden Kommentare in den Medien uns ständig um die Ohren hauen: die Werte.</p>
<p>Wer politisch nicht weiter weiß, schlägt mit der Wertekeule um sich.</p>
<p>Alle ach so modernen, fortschrittlichen Genderfans, die im Bus der am Stock erkennbaren Gehbehinderten nicht ihren Sitzplatz überlassen, haben jede Glaubwürdigkeit eingebüßt. Es ist Unsinn ständig neue Werte zu erfinden, weil es zu schwierig ist, die vernünftigen alten einzuhalten. Falsch  gegenderte Diplomarbeiten zurückzuschmeissen hat noch keiner einzigen Supermarktkassierin zu einem besseren Gehalt verholfen. Oder anders ausgedrückt. Die Flucht aus der Sachpolitik in die Symbolpolitik hat noch nie Probleme gelöst, sondern immer welche geschaffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Aufzählung mag man beliebig fortsetzen. Das Volk ist verwirrt und aufgebracht. Angesichts der sichtbar werdenden Unzulänglichkeiten fürchtet es um den eigenen Lebensstandard und das Wohl seiner Nachkommenschaft. Hinterfotziges  Schlammcatchen der Parteien ist erwartungsgemäß nicht vertrauensfördernd.  </strong></p>
<p><strong>Eine versagende politische Mitte überlässt die Wähler den Rändern des politischen Spektrums.</strong></p>
<p><strong> </strong>©walterkrammer(wct)</p>
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		<title>Nr. 68  &#8211;  Wohnen im Ersten mit der Ruhe von Rodaun</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2022 18:37:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[1010 Wien]]></category>
		<category><![CDATA[Autofreie Innenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Garagen]]></category>
		<category><![CDATA[Gastronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
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		<category><![CDATA[Kameraüberwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Parkplätze]]></category>
		<category><![CDATA[Ruck]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Unternehmer]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskammer]]></category>
		<category><![CDATA[Zentrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Sie ist mir schon abgegangen, die emotionsgeladene Debatte um die revolutionäre Verkehrsreform in der Wiener Innenstadt. Unvermutet setzt sie sich wieder in Szene. Magistratabteilungen, die Stadträtin, die ortsansässige Wirtschaft, der Bezirksvorsteher, die Wiener Wirtschaftskammer, Autofahrerklubs, grüne Schützer des Planeten, Fahrrad- und Triton- Fans, versprengte Fußgehervertreter tummeln sich verbal im Gefecht (die vielen allenfalls Nichterwähnten...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="editable" align="center" valign="top" data-name="Container styles">
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td align="left" valign="top"><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/05/Handelsagenten-Spotlight.jpg" alt="Handelsagenten Spotlight" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sie ist mir schon abgegangen, die emotionsgeladene Debatte um die revolutionäre Verkehrsreform in der Wiener Innenstadt. Unvermutet setzt sie sich wieder in Szene. Magistratabteilungen, die Stadträtin, die ortsansässige Wirtschaft, der Bezirksvorsteher, die Wiener Wirtschaftskammer, Autofahrerklubs, grüne Schützer des Planeten, Fahrrad- und Triton- Fans, versprengte Fußgehervertreter tummeln sich verbal im Gefecht (die vielen allenfalls Nichterwähnten bitte ich um Entschuldigung). Vermutlich geht es um die Quadratur des Kreises, das Erjagen einer Chimäre. Aber gerade deshalb mit höchstem Einsatz.</strong></p>
<p>Viele Großstädte leiden heute darunter, dass ihre Zentren bei der Gründung und der nachfolgenden Entwicklung den Anforderungen der jeweiligen Zeit und natürlich nicht vorausschauend jenen des 21. Jhdt. angepasst wurden. Die Menschen hätten mit einer Stadt, wie wir sie heute fordern, gar nichts anfangen können. Im Laufe der Zeit wurden die baulichen Prunkstücke so gut wie möglich erhalten bzw. ergänzt, der Rest wurde niedergerissen und der Nutzungsidee bzw. dem jeweiligen Zeitgeschmack entsprechend ersetzt. Und das nicht nur einmal in einer wechselvollen Geschichte.</p>
<p>Die Zentren erzählen von einer großartigen Historie des Orts und Touristen sind erfreut über den gebotenen Einblick, wie eine Stadt in den vergangenen Jahrhunderten ausgesehen und funktioniert hat. In Wien stellte, als die Stadt aus allen Nähten platzte, das Schleifen der Stadtmauern und der Bau der Ringstraße mitsamt den damit entstehenden Gebäuden in der 2. Hälfte des 19. Jhdt. den umfassendsten Eingriff dar.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a id="cra-72048606636" class="cred-index-anchor" name="cra-72048606636" data-title="" data-visible="true"></a></p>
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
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<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="cred_Ie">
<div class="cred_Da" align="center"><a style="display: inline-block; width: 100%; line-height: 0px;" title="Title" href="#" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="cred_Fi left" style="border: 0; padding: 0; display: inline-block; border-width: 0px; margin: 0px;" src="https://files.crsend.com/265000/265556/images/Parkmisere+Spiegelgasse+2.jpg" alt="600 pixels wide image" width="250" height="164" align="left" border="0" hspace="0" vspace="0" /></a></div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a id="cra-38449062183" class="cred-index-anchor" name="cra-38449062183" data-title="" data-visible="true"></a></p>
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="editable" align="center" valign="top" data-name="Container styles">
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td align="left" valign="top"><strong>Spätestens seit den 70er-Jahren ist die zeitgemäße Nutzung der Innenstadt ein heiß debattiertes Thema<br />
</strong><br />
Auf den 3 Quadratkilometern des 1. Bezirks wohnen heute rd. 16.000 Menschen, davon 25% älter als 65, und arbeiten 123. 000 Beschäftigte bei 12.000 Unternehmen und den Zentralstellen der öffentlichen Hand (Quelle Internet und WKW). Starke Schwerpunkte bilden Handel, Gastronomie und touristische Unternehmen. Im ersten Bezirk waren im Jahr 2019 16.000 KFZ angemeldet.Derzeit fahren täglich etwa 50.000 KFZ in das Gebiet innerhalb der Ringstraße ein. Für Pkws der Einwohner und Besucher stehen insg. 15.000 Parkmöglichkeiten (Stellplätze an der Oberfläche und Garagenplätze) zur Verfügung. Man muss kein Rechengenie sein, um festzustellen, dass das alles eine unangenehme Beengtheit erzeugt.<strong>Unterschiedliche Interessen der verschiedenen Nutzer.</strong><strong>Die Bewohner der Innenstadt</strong> fühlen sich in ihrer Rolle als Besitzer des Zentrums eingeschränkt. Durch zu viele Besucher, zu viele Touristen, zu viel Gewusel, zu viele Behinderungen durch fremde Menschen, die Lärm und Reibungsflächen aller Art in „die Stadt“ bringen. Das alles hindert sie die ehrwürdige Innenstadt gebührend zu genießen. Als besondere Belastung wirkt sich der unglaubliche Autoverkehr in den engen Gassen aus und der Kampf um die Parkplätze.Was sie und allenfalls ihr Bezirksvorsteher Figl übersehen, ist: Der Bezirk gehört – wie auch andere Bezirke – nicht den Bewohnern. Beste, würdevolle Adresse und engste Beziehung zur interessanten Stadtmitte und zugleich die Ruhe einer Wienerwaldidylle, ist nicht zu haben.<strong>Die Wirtschaftstreibenden</strong>, die keineswegs eine homogene Einheit darstellen, suchen je nach Branche und Niveau, die gehobene Klientel (das müssten dann gar nicht so viele sein) oder Schwärme von Kleinumsatzkunden.<br />
Gegensätzlicher geht’s nicht.<br />
Das gilt für den Handel, die Gastronomie und Unterkunftgeber. Sie alle können auf Dauer nicht existieren, wenn individuelle Mobilitätsmöglichkeiten und die Massentransporteure wie U-Bahn und öffentliche Innenstadtbusse fehlen oder ungenügend vorhanden sind.Unbeliebt, aber ebenso unersetzlich sind alle Verkehrsmittel, die <strong>die 1-Tages-Touristen</strong> ins Zentrum karren (denn wegen dessen Attraktivität sind Massentouristen ja nach „lovely Vienna“ gekommen.)Einen gern übersehenen, aber keineswegs kleinen Faktor bilden die „Eindringlinge“, die samt ihren Gerätschaften auf diesem kleinen Flecken alles erledigen, was nach <strong>Wartung, Instandhaltung, Reparatur, Neubau und Neuanschaffung</strong> aussieht.</p>
<p>Nicht zuletzt soll noch der Bereich jener hervorgehoben werden, die in ihrer <strong>B2B-Funktion (wie z.B. die Handelsagenten, Zulieferer, Makler, Berater aller Art, IT-Fachleute etc.) </strong>oftmals wie Private wirken, aber durch ihre Dienstleistungen für die Funktionsfähigkeit der 12.000 Unternehmen unentbehrlich sind.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a id="cra-79694866449" class="cred-index-anchor" name="cra-79694866449" data-title="" data-visible="true"></a></p>
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="editable" align="center" valign="top" data-name="Container styles">
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td align="left" valign="top">Lesen Sie Spotlight-Ausgabe Nr. 17 im April 2021<br />
<a href="http://265556.264491.eu2.cleverreach.com/c/76474591/[USER_ID_SECURE]">Schon wieder &#8211; &#8222;Autofreie</a><a href="http://265556.264491.eu2.cleverreach.com/c/76474591/[USER_ID_SECURE]"> Innenstadt&#8220;</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a id="cra-33779034278" class="cred-index-anchor" name="cra-33779034278" data-title="" data-visible="true"></a></p>
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="editable" align="center" valign="top" data-name="Container styles">
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td align="left" valign="top"><strong>Jetzt wird Radikallösung angepeilt<br />
</strong>Ist im ersten Anlauf eine von der Stadtverwaltung ins Auge gefasste „Lösung“ für die Innenstadt am Widerspruch des Bezirks gescheitert, plant die zuständige Stadträtin nun der Einfachheit halber die Innenstadt deren Bewohnern zu überlassen, allerdings verbunden mit einer 4-stelligen Reduzierung der Oberflächenparkplätze, weil an deren Stelle Bäumchen gepflanzt werden sollen. Die Bezirksvertreter aller Couleur haben freudig zugestimmt (DIE PRESSE 14.10.2022).<br />
Als ebenso erfreut wird die Chefin des Verkehrsministeriums in den Medien zitiert, wenn es darum geht die österreichische Straßenverkehrsordnung zu ändern, damit mittels eines Kameraüberwachungssystems nicht privilegierte Straßenbenützer der Innenstadtverkehrsflächen in die zahlenmäßig völlig ungenügend vorhandenen Parkgaragen gezwungen werden können.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a id="cra-27119847491" class="cred-index-anchor" name="cra-27119847491" data-title="" data-visible="true"></a></p>
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="editable" align="center" valign="top" data-name="Container styles">
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="cred_Ie">
<div class="cred_Da" align="center"><a style="display: inline-block; width: 100%; line-height: 0px;" title="Title" href="#" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="cred_Fi left" style="border: 0; padding: 0; display: inline-block; border-width: 0px; margin: 0px;" src="https://files.crsend.com/265000/265556/images/IMG_20180516_195302_resized_20180522_050742601+%282%29.jpg" alt="600 pixels wide image" width="200" height="266" align="left" border="0" hspace="0" vspace="0" /></a></div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a id="cra-12596335062" class="cred-index-anchor" name="cra-12596335062" data-title="" data-visible="true"></a></p>
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="editable" align="center" valign="top" data-name="Container styles">
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td align="left" valign="top"><strong>Gegenkonzept der Wiener Wirtschaftskammer: Masterplan Innere Stadt<br />
</strong>Den Bezirksegoismen des 1. Bezirks setzt die WKW einen Masterplan entgegen, der danach trachtet, die Bedürfnisse auch anderer Straßenbenützer und der Tourismuswirtschaft (an der die Stadt größtes Interesse hat) zu berücksichtigen<strong>Dazu erläutert der Präsident der Wiener Wirtschaftskammer Walter Ruck:</strong><span style="color: #800080; background-color: #ccffff;"><em>„Die Wiener Innenstadt muss umfassend betrachtet werden. Sie hat große Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt. Mit dem Masterplan Innere Stadt liegt nun erstmalig ein Nutzungskonzept für die City vor. Damit schaffen wir Win-Win-Situationen. Es profitieren die Bewohner, die ansässigen Unternehmen aber auch unsere nationalen und internationalen Gäste.&#8220;</em></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a id="cra-80772399489" class="cred-index-anchor" name="cra-80772399489" data-title="" data-visible="true"></a></p>
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="editable" align="center" valign="top" data-name="Container styles">
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td align="left" valign="top">Abschließend ist zu vermerken, dass die Änderung der StVo in die angedachte Richtung in ganz Österreich manche nicht beabsichtigte Veränderung nach sich ziehen würde.</p>
<p>©walterkrammer(wct)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Das Ziel ist groß &#8211; die Zeit ist knapp</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2022 17:18:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Punctum Saliens]]></category>
		<category><![CDATA[Energiebedarf]]></category>
		<category><![CDATA[Energieträger]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationen]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionen]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachhaltige Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Planen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch 2030 wird es in Österreich einen Energiebedarf geben. Über weite Strecken wird er unter dem Gesichtspunkt der Klimarücksicht anders aussehen als heute. Unter der Annahme, dass Anzahl und Lebensstil der Bevölkerung und Umfang der österreichischen Wirtschaft sich im üblichen 10-Jahresschnitt verändern werden, sind zwar kräftige Verschiebungen bei den Energieträgern wahrscheinlich – aber ich zweifle...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auch 2030 wird es in Österreich einen Energiebedarf geben.</strong></p>
<p><strong>Über weite Strecken wird er unter dem Gesichtspunkt der Klimarücksicht anders aussehen als heute. Unter der Annahme, dass Anzahl und Lebensstil der Bevölkerung und Umfang der österreichischen Wirtschaft sich im üblichen 10-Jahresschnitt verändern werden, sind zwar kräftige Verschiebungen bei den Energieträgern wahrscheinlich – aber ich zweifle daran, dass der Bedarf   w e s e n t l i c h reduziert sein wird.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Darüber, wie viel wir 2020 / 2021 an Energie verbraucht haben, gibt die Statistik Austria Auskunft. Sie bringt jedes Jahr eine Energiebilanz heraus über das Vorjahr. Das tut sie seit vielen Jahren. Der Bilanz kann man entnehmen, wie viel Gas, Öl, Kohle, Holz, Elektrizität usw. benötigt wurde. Auch, was davon Importe waren oder welchen Anteil erneuerbare Energie lieferte (z.B. Wasserkraft, Windkraft etc).</p>
<p>Ebenso zeigt die Statistik <span style="color: #333333;">wer</span> oder was (Produktionsbetriebe, Landwirtschaft, Verkehr, privater Verbrauch etc.) welche Art dieser Energie verbraucht hat.</p>
<p><strong>Im Jahr 2021 waren es insgesamt 1.121 Petajoule. </strong></p>
<p>Mit Absicht will ich Sie nicht mit Detailzahlen überhäufen. Sie werden sehen, dass es für unsere Überlegungen unerheblich ist, ob der Bedarf 10% kleiner oder größer sein wird.</p>
<p><strong>Entscheidend ist, von welchem Energieträger (Gas, Öl, Kohle, Holz, Elektrizität usw.) die verschiedenen Abnehmer (also wieder Produktionsbetriebe, Landwirtschaft, Verkehr, privater Verbrauch etc.) mehr oder weniger brauchen als heute. Welche Energiemengen Österreich dann immer noch importieren muss und wie groß der Anteil aus (möglichst heimischen) regenerierbaren Quellen sein wird.</strong></p>
<p><strong>Beispiele</strong>: wie werden 2030 die derzeit 400.000 gasbeheizten Wohnungen in Wien im Winter gewärmt? Wird sich der tägliche Transport von Personen und Waren in ganz Österreich anders aufteilen als heute und wie verschiebt sich dadurch der Anteil der heute im Einsatz befindlichen Energieträger? Vielleicht brauchen wir ganz neue? Wo kommen die dann her? Inwieweit ist dafür technisch und logistisch vorgesorgt? Von dieser Art von Fragen gibt es ein paar hundert.</p>
<p>Es geht nicht nur um die Energieträger selbst, vielmehr auch um die <strong>rechtzeitigen Investitionen.</strong> Schienenwege und rollendes Material für die Bahn, Wärmedämmungen in den bestehenden Gebäuden, Verlegung von Leitungen für Strom, Fernwärme, Erdwärme durch das ganze Land.</p>
<p><strong>Die Wahrheit ist, dass Österreich energietechnisch insgesamt zu einem ganz erheblichen Teil umgekrempelt werden muss. Und das auf breiter Front.</strong> Jetzt wissen Sie, wieso 10% auf oder ab nicht das prioritäre Problem sind.</p>
<p><strong>Für die Bevölkerung wäre es wichtig annehmen zu dürfen, dass hinter diesen vorhersehbaren und notwendigen Umwälzungen bereits ein fertiger und tatsächlich  umsetzbarer Plan steht.</strong> Welchen Gesamtbedarf an Geld werden die erwähnten Investitionen bis 2030 haben?  Wer zahlt das und wer wird die Arbeit leisten? Wo sind die Fachleute? Ob die angeregten Schnellsiedekurse im Bundesheer Österreich retten werden? Wo sind die Investitionspläne im öffentlichen und privaten Bereich? Wer übernimmt die Gesamtorganisation dieses Jahrhundertprojekts?</p>
<p>Welche aufeinander abgestimmten legistischen Vorbereitungen hat Frau Minister Zadic schon getroffen? Welche in der Zeit bis 2030 wirksamen Koordinationsanstrengungen und über bedrucktes Papier hinausgehenden Vorbereitungen gibt es im Ministerium von Frau Minister Gewessler? „Fürchtet euch nicht, im Winter wird’s nicht kalt“ wird nicht reichen.</p>
<p>Auch die restliche österreichische Verwaltung sollte längst in der Lage sein auf Knopfdruck ihren Beitrag zu leisten. Eine Vorbereitung der Bevölkerung auf die 8 kommenden Jahre ist überhaupt nicht zu erkennen. Und nicht zuletzt werden sich die Mitglieder des Parlaments schleunigst um wichtigere Dinge kümmern müssen als in Chats zu stöbern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mit Nachdruck ist von den Verantwortlichen eine klare detaillierte Zieldefinition 2030 zu fordern. Dazu das Zahlenwerk und den Zeitplan mit den einzelnen Schritten auf allen Ebenen (Bund, Länder und Gemeinden).</strong></p>
<p>Parallel dazu braucht es eine überprüfbare <strong>laufende öffentliche Darstellung</strong>, ob wir im Plan sind oder wie groß die Abweichung ist und welcher Plan B im Notfall verfolgt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/punctum-saliens/das-ziel-ist-gross-die-zeit-ist-knapp/">Das Ziel ist groß &#8211; die Zeit ist knapp</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nr. 58  &#8211; Optimismus und Zusammenhalt sind rare Güter</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-58-optimismus-und-zusammenhalt-sind-rare-gueter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2022 15:04:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Energiebedarf]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Optimismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenhalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Die kursierenden Umfrageergebnisse bezüglich Politik und Wirtschaft kann man nicht als erfreulich bezeichnen. In der Politik hängt die Beurteilung natürlich vom Standpunkt des Betrachters ab. Erfreulich, wenn  „die eigene Seite“ dazugewinnt. Ist das Gegenteil der Fall, bleibt nur die Option Hoffnung. Gesamthaft gesehen, dominiert bei den Befragten aber unübersehbar die Unsicherheit. Wunder ist das...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-58-optimismus-und-zusammenhalt-sind-rare-gueter/">Nr. 58  &#8211; Optimismus und Zusammenhalt sind rare Güter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/05/Handelsagenten-Spotlight.jpg" alt="Handelsagenten Spotlight" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die kursierenden Umfrageergebnisse bezüglich Politik und Wirtschaft kann man nicht als erfreulich bezeichnen. In der Politik hängt die Beurteilung natürlich vom Standpunkt des Betrachters ab. Erfreulich, wenn  „die eigene Seite“ dazugewinnt. Ist das Gegenteil der Fall, bleibt nur die Option Hoffnung. Gesamthaft gesehen, dominiert bei den Befragten aber unübersehbar die Unsicherheit. Wunder ist das keines.</strong></p>
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<p>Bei <strong>Corona</strong> sind die sommerlichen Infektionszahlen beträchtlich,  die Spitäler sind aber nur mäßig von Coronakranken belegt. Die Infizierten erleben hauptsächlich „nur“ eine Grippe. Insofern haben die Impfungen vermutlich geholfen. Was der Herbst bringen wird, weiß niemand wirklich.  Der Gesundheitsminister versichert jedoch vorbereitet zu sein.</p>
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<p>Mit dem <strong>Ukraine-Krieg</strong> können wir schlecht umgehen. Seit 1945 (also fast 80 Jahre lang) hat es derartiges in Europa nicht gegeben (wenn man von den Aufständen in den Warschauer Paktstaaten vor 1989 absieht und den Auseinandersetzungen auf dem Balkan). <strong>Bedeutender Faktor ist auf jeden Fall, dass es sich bei der aktiven Kriegspartei um eine Atommacht handelt</strong> und der sich als Schutzmacht verstehende Westen wegen des Schützlings keine atomare Eskalation riskieren kann und will. Von einheitlichen Positionen der führenden Parteien in den EU-Ländern ist demzufolge keine Rede  und ob die Bevölkerungen die jeweiligen Entscheidungslinien ihrer Regierungen und Parlamente im Ernstfall in naher Zukunft (weiter) mittragen wollen und werden, bleibt abzuwarten.</p>
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<p>Nicht überraschend hat dieser Krieg auch in ganz Europa die prinzipiellen Standpunkte zum Thema Energie- und Klimawandel durcheinandergeworfen und die Regierenden hektisch Umschau halten lassen, wo man in der Geschwindigkeit brauchbaren und vor allem „grünen“ Ersatz herbekommen kann. Findet man keinen, werden halt kurzerhand Atomenergie und Erdgas als &#8222;grün&#8220; angesehen..</p>
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<p>Dass der energiepolitische Schulterschluss mit Russland, gegen den angesichts des ökonomischen Vorteils niemand im Westen erinnerlich angetreten ist, sich im Konfliktfall als arges Hindernis erweist, ist peinlich, aber wahr. Allerdings beschleunigen nun die Abscheu vor der &#8222;<strong>russischen Abhängigkeit</strong>&#8220; u n d  die sichtbare <strong>Auswirkung des Klimawandels</strong> die einschlägigen Bemühungen der EU mit einer Art Doppelschub. <strong>Beides muss rasch gehen. Die Folgen werden zweifellos für die europäische Bevölkerung spürbar sein.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dennoch ist den Umfragen zufolge ungefähr <strong>die Hälfte der befragten Österreicher in wirtschaftlicher Hinsicht nicht pessimistisch.</strong> Genauere Untersuchungen werden zwei nicht allzu überraschende Ergebnisse bringen. Einerseits, dass die jeweiligen Erfolgsaussichten branchenabhängig sind und andererseits von der individuellen Situation der Familie oder des jeweiligen Betriebs bestimmt werden. .</p>
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<p>Experten weisen in dieser Situation dem <strong>Optimismus von allen Menschen die eine wirtschaftsrelevante Rolle spielen</strong> (z.B. als Konsumenten, als Angestellte oder Selbständige, als Investoren, auch als Bezieher von Tranferleistungen etc) eine wesentliche Bedeutung zu. Sie sind es, die das Geld im Umlauf halten&#8230;</p>
<p><strong>Wir stehen vor mehreren komplexen Problemen und brauchen Zusammenhalt und eine positive Einstellung in schwierigen Zeiten. Zusammenhalt im Betrieb, in unserer Stadt, in unserem Land, in unserem Europa.</strong></p>
<p><strong>„Wenn die Wölfe kommen, hält man die Herde zusammen.“</strong></p>
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<p><strong>©walterkrammer(wct)</strong></p>
<p>krammer@wordcraft.at</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-58-optimismus-und-zusammenhalt-sind-rare-gueter/">Nr. 58  &#8211; Optimismus und Zusammenhalt sind rare Güter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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		<title>Nr. 53 &#8211; Hinderlich, gefährlich, unbedacht. Die neue StVO</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2022 12:26:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Radfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[StVO]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Die Straßenverkehrsordnung ist nicht die bevorzugte Bettlektüre. Aber am Ende betrifft sie doch jeden. Berufstätige, die sich den Autogebrauch nicht aussuchen , Radfahrer, die jeder Sturz spitalsreif machen kann, Fußgänger, die sich jetzt schon nicht einmal auf dem Gehsteig sicher fühlen. Alle konnten geschockt sein, als letzte Woche die Verkehrsministerin Ihre Pläne hinsichtlich der...</p>
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<p><strong>Die Straßenverkehrsordnung ist nicht die bevorzugte Bettlektüre. Aber am Ende betrifft sie doch jeden. Berufstätige, die sich den Autogebrauch nicht aussuchen , Radfahrer, die jeder Sturz spitalsreif machen kann, Fußgänger, die sich jetzt schon nicht einmal auf dem Gehsteig sicher fühlen. Alle konnten geschockt sein, als letzte Woche die Verkehrsministerin Ihre Pläne hinsichtlich der Neufassung der Straßenverkehrsordnung vorstellte.</strong></p>
<h3><strong>Gegen das Auto um jeden Preis</strong></h3>
<p>Soweit es gegen die Autos geht, treffen sich Gewesslers Ankündigungen zeitgleich mit den Ambitionen der Wr. Stadträtin Sima, die nun mit der totalen Beruhigung des 1. Bezirks Ernst mach will. Datenschutzkämpfer, die die völlige Überwachung der in die Innere Stadt einfahrenden Autos als gesetzwidrig ansehen, werden von Sima weggewachelt. Zumindest vorläufig. Fremde müssen zwingend in eine Garage fahren, tun sie das nicht, wird kassiert.<br />
Auf Hochglanz macht uns die Werbung das Elektroauto schmackhaft, mit dem man kein schlechtes Gewissen haben muss. Gegen Simas Plan hilft das gar nichts. Elektroautos brauchen nämlich nicht weniger Platz als ihre &#8222;Stinkebrüder&#8220;. Da wird&#8217;s noch juristische Gefechte bis zum OGH geben.</p>
<h3><strong>Wie eine richtige, zusätzliche Gefahr zum geltenden Recht wird</strong></h3>
<p>Das in Zukunft erlaubte Nebeneinanderfahren von Radfahrern halte ich sowohl in der Stadt, wie auch auf Landstraßen für so einen Fall. Wobei das Problem weniger der Platzanspruch ist (denn Platz braucht ja ein Auto auch) als der eklatante Tempounterschied. Bei der Mama, die in Zukunft ihre beiden neben ihr fahrenden Kleinkinder im Blick behalten möchte, wie auch bei der lustigen Gruppe der Hobbyfahrer, die selbst bei größter Anstrengung die zugelassenen 100 km/h des restlichen Verkehrs auf Landstraßen nicht erreichen wird. Alle wähnen sich sicher, sind aber ständig in einer Gefahr, die nicht durch eine Verordnung heraufbeschworen werden darf.</p>
<p>Gegen das ebenfalls geplante Rechtsabbiegen bei Rot laufen die Autofahrerverbände jetzt schon Sturm. Zu Recht. Ist es doch erwiesen, dass derzeit die meisten Unfälle von Radfahreren im Kreuzungsbereich stattfinden. Jetzt will man sie auch noch bei Rot ins Gefecht schicken.</p>
<h3><strong>Staupolitik ist die Verschwendung von Lebenszeit</strong></h3>
<p>Das erkennt jeder, der an den XXXL &#8211; Seitenabstand denkt, den es für Radfahrer in der neuen StVO geben soll. In den meisten Einbahnen , speziell innerhalb des Gürtels, müssen dann entweder Parkspuren geräumt werden oder der rechtsbewusste Autolenker zuckelt hinter dem Radler her, weil sich das Überholen, im Gegensatz zu früher, einfach nicht mehr ausgehen kann. In diesem Licht wird die Vision von &#8222;Radler fahren gegen jede Einbahn&#8220; besonders spannend.</p>
<p>Der erhebliche Tempounterschied auf demselben Stück Asphalt wird zu schweren Auseinandersetzungen führen. Weil es kein Aneinander-vorbei mehr geben wird, sondern nur mehr ein Hintereinander-her.<br />
Glaubt man den kolportierten Zahlen, dann stehen zurzeit Wiener Autofahrer, die regelmäßig unterwegs sind, im Jahr 109 Stunden im Stau (Trendmagazin 2019). Den beiden Verkehrsladies in Bund und Land scheinen davon unbeeindruckt. Den Fließverkehr zu ruinieren ist aber nicht Aufgabe der Verkehrspolitik.</p>
<h3><strong>Am 23.1.2022 schrieb die Wiener Zeitung über das Verhalten der Bewohner von Wien</strong></h3>
<p>&#8222;2020 nutzten in Wien rund 27 Prozent die Öffis auf ihren täglichen Wegen. Wie auch 2019 bleibt der Anteil der PKW-Nutzung bei 27 Prozent. Während der Pandemie wurden 2020 die Wege vermehrt mit dem Fahrrad bzw. zu Fuß zurückgelegt. Der Anteil der Fußgänger stieg von 28 auf 37 Prozent, der Anteil der Radfahrer von 7 auf 9 Prozent.&#8220;</p>
<p>Seit Jahrzehnten wird der Wiener Bevölkerung eingeredet, dass die Zahl der Radfahrer explodieren werde, wenn nur genug Fahrmöglichkeiten für die Einspurigen gebaut würden. Ebenso lang bleibt, im Gegensatz dazu, deren Ergebnis im Modal Split einstellig. Es wird &#8211; aus verschiedenen Gründen &#8211; eben nicht mehr! Beispiel gefällig? Das Millionengrab Fuchsthallergasse am Alsergrund. Tagtäglich die Qual eines unnötigen Staus von der Nußdorferstraße bis zum Gürtel, dazu eine leere Busspur und ein noch leererer (wenn es das gibt?) Bergaufradweg.</p>
<p>Ein wahrhafter Edelstein der Verkehrsplanung.</p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
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		<title>Nr. 38  &#8211;  Das endlose Warten auf den Tunnel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2021 20:39:26 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Aufschieben]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Mit der Sesshaftigkeit, mit Rodung, Ackerbau, Viehzucht und rasanter Vermehrung der eigenen Spezies startete der nennenswerte Einfluss der Menschen auf das Klima. Richtig heftig zu werden begann es vor 170 Jahren mit der industriellen Revolution. Fast jedes Element der Komfortzone, die sich vor allem die sogenannten entwickelten Länder gönnen, facht die Entwicklung weiter an....</p>
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<p><strong>Mit der Sesshaftigkeit, mit Rodung, Ackerbau, Viehzucht und rasanter Vermehrung der eigenen Spezies startete der nennenswerte Einfluss der Menschen auf das Klima. Richtig heftig zu werden begann es vor 170 Jahren mit der industriellen Revolution. Fast jedes Element der Komfortzone, die sich vor allem die sogenannten entwickelten Länder gönnen, facht die Entwicklung weiter an. Die 4. 5. oder 6. Welt ist Klimasünder aus Armut. Das ist der globale Befund. Über den Inhalt dieser paar Zeilen gibt es ganze Bibliotheken.</strong></p>
<p><strong>Der Widerspruch zwischen global und lokal</strong><br />
Es existiert aber nicht nur die globale Einschätzung, sondern auch das lokale MUST und DON&#8217;T. Und weil wir die ganze Zeit vielleicht &#8211; oder sogar sehr wahrscheinlich &#8211; zu wenig getan haben die Entwicklung zur superwarmen Atmosphäre einzubremsen und uns die Wissenschaft jetzt ernsthaft auch wegen des Naturschutzes Feuer unter dem Hintern macht, sollen alle Bremsen, die wir haben, gleichzeitig angezogen werden, dass nur so die Funken stieben.<br />
Die Verallgemeinerungen feiern fröhlichen Urstand. Facts und Fakes treiben die Menschen in verschiedene Richtungen. Manche Maßnahmen sind gut gemeint, aber triggern andere Klimaschädlichkeiten bzw. machen die Menschen psychisch, physisch oder in sozialer Hinsicht fertig.<br />
Wie Sie gleich sehen werden, auch durch das Ignorieren des Zeitfaktors.</p>
<p><strong>Mit der langen Dauer versickert das Steuergeld und so mancher Bürger erlebt die Fertigstellung nicht mehr.</strong><br />
TIROL<br />
Der als unbedingte und dringende Notwendigkeit bezeichnete <strong>Brennerbasistunnel</strong> wird bei der zukünftigen Inbetriebnahme auf eine 40 jährige (!!) Planungs- und Baugeschichte zurückblicken müssen.</p>
<p>WIEN / NIEDERÖSTERREICH<br />
Der <strong>Lobautunnel</strong> ist jetzt schon 19 Jahre auf dem Papier unterwegs.<br />
2002: Erste Entwurfsplanung der Wiener Stadtregierung, erste Kostenrechnung der ASFINAG &#8211;<br />
2009: Beginn des UVP-Verfahrens &#8211;<br />
2015: Positiver Bescheid der UVP durch das BVwG-<br />
2018: Positiver UVP-Bescheid in zweiter Instanz bestätigt &#8211;<br />
<strong>2021 Ministerium verkündet das Aus.</strong></p>
<p>Seit Jahrzehnten wird die Bevölkerung des Inntals vertröstet, dass sich doch dann mit Hilfe des Brennertunnels die belastende Verkehrssituation mit all ihren Umweltkonsequenzen erheblich zum Besseren ändern werde.<br />
Für die 2-Millionen-Stadt Wien wird seit 1982 (A21) an einem etwa 200 Km langen, hochrangigen Straßenring gebastelt. Nach 40 Jahren, kurz vor Vollendung, stoppt das Verkehrsministerium nun den letzten 19 km langen Abschnitt von Schwechat nach Süßenbrunn. Mit dem Hinweis, die Voraussetzungen hätten sich geändert. Ja natürlich, die Bevölkerung von Wien ist allein in den letzten 20 Jahren um ein Viertel angewachsen und nicht viel anders steht es um den Güterverkehr innerhalb Europas, der erwartungsgemäß keinen Bogen um Ostösterreich macht.</p>
<p>Aktivisten verfallen in Angst- und Wutzustände , wenn man dem Gefieder des Großen Triel zu nahe kommt. Die Bewohner von Essling, Aspern, Großenzersdorf und Raasdorf, die wegen der Bauverzögerung weiterhin Jahr für Jahr unter Schwerverkehr und Nachtlärm leiden werden, sind offenbar bedeutungslos.</p>
<p><strong>Zukunftsprojekte brauchen drastisch höhere Umsetzungsgeschwindigkeit</strong></p>
<p>Die Verwirklichung beschlossener Projekte so lange hinauszuzögern, bis sie keiner mehr haben will, ist eine wirkungsvolle Strategie, aber natürlich keine Erfindung unserer Zeit. Im Fall der Lobau steht noch nicht fest, dass sie funktioniert. Die bestehenden Probleme verschwinden nämlich nicht:</p>
<p>Auch in Zukunft braucht das nördliche Niederösterreich die Versorgung mit Gütern aller Art und deshalb auch leistungsfähige Straßen auch für Großtransporter.<br />
Auch in Zukunft kann sich der Fernverkehr nicht ausschließlich durch Wien abspielen. Der Ring muss geschlossen werden.<br />
Auch in Zukunft gibt es darüber hinaus beruflichen und privaten Individualverkehr (z.B. Pendler, Handelsagenten, Servicedienste usw.).<br />
Auch in Zukunft queren Fahrzeuge die Donau, die vom Süden nach Norden fahren und umgekehrt.</p>
<p>Für all das bieten weder Fahrradstreifen noch die nicht existenten U-Bahnen/Nebenbahnen oder Schnellbusse Abhilfe. Und übrigens stoßen die kommenden &#8222;Heilsbringer&#8220; E-Autos zwar kein CO2 aus, aber dennoch haben auch sie einen Platzbedarf und verteilen Feinstaub, wenn sie durch die Dörfer fahren.</p>
<p>Es ist absurd und wenig vertrauensweckend, dass die Verantwortlichen erst bei den letzten 10% der Ring-Strecke realisieren, dass man den ganzen Zauber nicht braucht, nicht will, und daher nicht baut. Weil &#8222;Straßen ziehen Autos an&#8220;. Mit der gleichen Begründung könnte man Wasserleitungen redimensionieren, weil die Leute sonst kostbares Wasser trinken. Manche waschen sich sogar damit.</p>
<p>Wenn die Republik Österreich den Lobautunnel nicht akzeptieren will, erkennt sie das 20 Jahre zu spät. <strong>Außerdem hätte sie dann längst eine leistungsfähige Ersatzplanung v e r w i r k l i c h e n</strong> müssen, sowohl für die Donauquerung, wie für die Umfahrung der betroffenen Orte. Offensichtlich gibt es für einen Ausweg B aber nicht einmal eine realistische Planung. Die kürzliche harsche Reaktion des Kärntner Landeshauptmanns zeigt, dass sich im südlichsten Bundesland ähnliche Szenen abspielen.</p>
<p>Zurzeit werden die Österreicher auf die Umstellung in kürzester Frist auf regenerierbare Energie eingeschworen. Der konsequente Elektrizitätsausbau gilt als Wundermittel. Dazu werden aber Schritte notwendig sein, die vorhersehbarer Weise die betroffene Bevölkerung mit Nachdruck bekämpfen wird. Wenn die Umsetzung also dasselbe Tempo entwickelt wie die Fertigstellung so mancher vor Jahrzehnten in den Bundesstraßenplan aufgenommenen Projekte, dann liebe Leserin, geschätzter Leser, sieht es real und metaphorisch finster aus für dieses Land.</p>
<p>©walter krammer (wct)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-38-das-endlose-warten-auf-den-tunnel/">Nr. 38  &#8211;  Das endlose Warten auf den Tunnel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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		<title>Nr. 17  &#8211;  Schon wieder &#8211; autofreie Innenstadt</title>
		<link>https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-17-schon-wieder-autofreie-innenstadt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Walter Krammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Apr 2021 18:15:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Handelsagenten Spotlight]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Energiebedarf]]></category>
		<category><![CDATA[Innenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsverkehr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Die &#8222;Autofreie Innenstadt&#8220; feiert fröhliche Urständ. Der einzige Unterschied zur Vision der nach einem halben Jahr zurückgetretenen Stadträtin Birgit Hebein besteht augenscheinlich darin, die Autos, die es dennoch wagen in den 1. Bezirk einzudringen, automatisch zu fotografieren und deren Besitzer zu strafen, wenn sie sich nicht blitzartig in einer Garage verkrochen haben. Zeitungsberichten zufolge...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-17-schon-wieder-autofreie-innenstadt/">Nr. 17  &#8211;  Schon wieder &#8211; autofreie Innenstadt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.wordcraft.at/wp-content/uploads/2022/05/Handelsagenten-Spotlight.jpg" alt="Handelsagenten Spotlight" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die &#8222;Autofreie Innenstadt&#8220; feiert fröhliche Urständ. Der einzige Unterschied zur Vision der nach einem halben Jahr zurückgetretenen Stadträtin Birgit Hebein besteht augenscheinlich darin, die Autos, die es dennoch wagen in den 1. Bezirk einzudringen, automatisch zu fotografieren und deren Besitzer zu strafen, wenn sie sich nicht blitzartig in einer Garage verkrochen haben.</strong></p>
<p>Zeitungsberichten zufolge (Die Presse, Kurier) wollen Bezirk und Stadt Wien noch 2021 überprüfen, ob dieser Plan zu verwirklichen ist. Steht doch dem Wunsch nach Überwachung der Fahrzeugbewegungen im 1. Bezirk noch die derzeitige Fassung der Straßenverkehrsordnung (STVO) im Wege. Wie sicher die Zustimmung der Verkehrsministerin zu den gewünschten Änderungen sein wird, weiß niemand.<br />
Jedenfalls gelten sie dann in ganz Österreich. So mancher Bürgermeister oder Stadt-Säckelwart könnte der neuen Einnahmequelle mit funktionsbedingter Freude entgegenfiebern. Was die Datenschützer dazu sagen, wird man ja sehen.</p>
<p>Die Überwachung der zu beschließenden Einschränkungen ist zwar spannend, aber nicht das Wichtigste. Die Besucherautos zusammen mit den PKWs der Wohnbevölkerung haben nicht genug Raum innerhalb des Rings. Das ist das Problem!<br />
Offensichtlich ist aber die Autobenutzung für viele Leute sommers und winters berufstauglicher, zeitsparender, praktischer, bequemer und/oder den körperlichen Mobilitätsmöglichkeiten des Einzelnen zumutbarer als zu Fuß, mit dem Rad oder mit Öffis in der Stadt herumzukurven. Manche Aufgaben sind heute überhaupt nur mit dem Auto zu lösen!</p>
<p><strong>Aus Erfahrung kennt Obmann Rupprecht den manchmal verzweifelten Lieferverkehr.</strong></p>
<p>Selbstverständlich muss es auch in diesem sensibelsten Teil des Wiener Straßennetzes geeignete und möglichst individualisierte Fortbewegungsmittel für den Geschäfts- und Servicebetrieb (auch die Handelsagenten), für Familienerfordernisse, für behinderte und kranke Menschen, für den Kulturbetrieb, für Gastronomie und Unterkünfte u.v.a.m. geben. Das klingt kompliziert und ist es auch. Wenn man so will, ist eine Lösung mit der Apothekerwaage gesucht.<br />
Bevor man die Autos hinausstraft braucht es ein bedarfsorientiertes, auf Fakten beruhendes Verkehrs- und Bewegungskonzept, das nicht einfach nur in die alten Schuhe vergangener Verkehrsmodelle steigt. Sondern die Nutzung dieses Raums unter Berücksichtigung verschiedenster ausgewogener Anforderungen erlaubt . Auch wenn man weiß, dass es die berühmte eierlegende Wollmilchsau nicht gibt: die Autovertreibung wird nur funktionieren, wenn wirkungsvolle innovative Ideen und Techniken einen entsprechenden Ersatz bieten und die verschiedenen Nutzergruppen einbezogen werden. Parkgaragen, wie die in Bau befindliche Garage Neuer Markt (Bild unten) müssen eine zentrale Rolle spielen. (z.B. als Ausgangspunkte für wendige Innenstadt-Caddies).</p>
<p><strong>Obmann Rupprecht: &#8222;Die Garagen werden neue strategische Aufgaben übernehmen&#8220;</strong></p>
<p>Die Rolle der Innenstadt für den Arbeitsmarkt, für das Steueraufkommen, für die Branchenvielfalt, als Kulturzentrum, als Anziehungspunkt für den wichtigen Tourismus u.A. muss mitgedacht werden, wenn man ein klagloses Mobilitätssystem neuer Art installieren will. (Will man?)<br />
So erfreulich es ist, dass die Innenstadt jährlich Millionen Fremde begeistert, ist sie dennoch nicht vorrangig Urlaubsort.<br />
<strong>Gesamtheitliches Ziel ist die Innenstadt zum lebendigen, pulsierenden Zentrum einer mitteleuropäischen Millionenstadt zu machen, das weder den Bewohnern noch Wirtschaft und Kultur die Luft abschnürt.</strong></p>
<p>©walterkrammer(wct)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wordcraft.at/handelsagenten-spotlight/nr-17-schon-wieder-autofreie-innenstadt/">Nr. 17  &#8211;  Schon wieder &#8211; autofreie Innenstadt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wordcraft.at">Wordcraft</a>.</p>
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